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Stiftung Warentest prüft Laptops: Flachmann oder Gamingmaschine?

Schnell oder schlank, günstig oder edel? Wer einen neuen Mobilrechner braucht, hat die Qual der Wahl: Klassischer Laptop oder dünnes Ultrabook? Stiftung Warentest hat 17 Geräte getestet.

Von Christoph Fröhlich

Er wog elf Kilogramm, hatte einen Bildschirm mit einer winzigen Diagonale von 13 Zentimetern und kostete stolze 1795 US-Dollar. Der "Osborne 1" war im Jahr 1981 der erste tragbare Computer der Welt und begründete die Ära des "Schlepptops". Seitdem hat sich viel getan: Moderne Geräte sind schlanker als ein Finger, wiegen weniger als zwei Kilogramm und haben mehr Rechenpower als viele Desktop-PCs. Besonders Ultrabooks, sehr dünne Laptops, erfreuen sich bei den Kunden großer Beliebtheit. Doch wie gut sind die Rechenflundern? Und wie schlagen sie sich gegen klassische Laptops? Stiftung Warentest hat 17 Geräte untersucht. Die gute Nachricht vorweg: Keins ist durchgefallen.

Ob man sich lieber ein Ultrabook oder ein Notebook zulegen sollte, hängt von drei Faktoren ab: die gewünschte Mobilität, dem Einsatzzweck und dem Geldbeutel. Wer viel reist und wenig schleppen möchte, ist mit einem Ultrabook gut beraten. Sechs Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 13,3 Zoll (33,7 Zentimeter) hat die Verbraucherorganisation untersucht, das leichteste brachte gerade einmal 1,1 Kilogramm auf die Waage (Toshiba Satellite Z830-10J). Zum Vergleich: Die meisten Notebooks wiegen mit 2,5 Kilogramm mehr als doppelt soviel.

Flinke Flachmänner

Testsieger bei den Ultrabooks wurde das Asus Zenbook UX31ERY010V mit einer Gesamtnote von 2,4. Mit 1300 Euro ist es aber gleichzeitig auch das teuerste Ultrabook. Die Tester waren von dem sehr hellen und hochauflösenden Display, der guten Ausstattung und der hochwertigen Verarbeitung begeistert. Punktabzug gab es für den Umfang der mitglieferten Hard- und Software sowie die fehlende Rechenpower für 3D-Videospiele.

Als einziges Ultrabook ohne Windows-Betriebssystem wurde das MacBook Air untersucht. Allerdings testete Stiftung Warentest noch das alte MacBook Air von 2011 und nicht das jüngst erschienene. Mit einem Testergebnis von 2,4 schnitt der Apple-Flachmann ebenfalls sehr gut ab und punktete vor allem mit einem sehr guten Akku (fast 9 Stunden Laufzeit beim Surfen) und einer Tastaturbeleuchtung. Kritisiert wurde die mittelmäßige Rechenpower des Prozessors, der aber in der aktuellen MacBook-Air-Generation vom Juni 2012 durch ein wesentlich schnelleres Modell ersetzt wurde. Auch der Grafikchip wurde aktualisiert. Mit einer Breite von 1,9 Zentimetern an der dicksten Stelle gehört es zudem zu den dünnsten Geräten.

Doch Ultrabooks haben auch einige Nachteile: Keiner der schmalen Computer besitzt ein Laufwerk, DVDs können nur über externe Abspielgeräte wiedergeben werden. Zudem kommen die schwachbrüstigen Rechner bei aufwendigen Videospielen schnell ins Straucheln. Zum Surfen oder für Office-Programme reicht die Rechenpower, auch weniger anspruchsvolle Spiele und Programme sind kein Problem.

Alle Geräte sind mit SSD-Festplatten ausgestattet, die zwar sehr schnell sind, aber auch wesentlich weniger Speicherplatz bieten. Auch an Anschlüssen wird gespart: Ausgänge für DVI- und VGA-Geräte (beispielsweise Beamer) sucht man häufig vergebens oder können nur per teurem Adapter nachgerüstet werden. Viele Geräte haben nicht einmal einen Ethernet-Anschluss. Sie benötigen also Wlan, um im Internet surfen zu können.

Viel Power für wenig Geld

Wer Wert auf Rechenpower und viele Anschlüsse legt, sollte sich für ein Notebook entscheiden. Zwar sind die Geräte schwerer (das schwerste wog 3,3 Kilogramm inklusive Netzteil), allerdings sind sie vielseitiger und bieten einen größeren Bildschirm. Getestet wurden ausschließlich 15,4-Zoll-Geräte. Preis-Leistungs-Sieger wurde das Akoya P6812 von Medion. Für nur 550 Euro erhält der Käufer ein mattes, gutes Display (wenig Spiegelung bei Sonneneinstrahlung), einen guten Akku (bis zu sechs Stunden beim Surfen), eine große Festplatte und viele Anschlussmöglichkeiten.

Schlusslicht wurde das Toshiba Satellite L750-20G für knapp 700 Euro. Der Akku hielt nicht einmal drei Stunden beim Surfen durch, bei Filmen verabschiedete sich das Gerät schon nach einer Stunde und 40 Minuten. Auch das Display war nach Meinung der Tester nur mittelmäßig.

Notebooks können im Gegensatz zu Ultrabooks leichter mit neuer Hardware nachgerüstet werden. So können größere Festplatten oder mehr Arbeitsspeicher einfach selber eingebauen werden. Da die Geräte stromsparender sind als klobige Desktop-PCs, eignen sich die Notebooks auch prima für den Schreibtisch zuhause. Wem dafür der Bildschirm zu klein ist, kann dank der vielen Anschlüsse einen externen Monitor anschließen. Meist sind in Notebooks auch bessere Grafikkarten verbaut, was die Geräte für Gamer interessanter macht.

Alle Informationen über den Test Notebooks und Ultrabooks unter www.test.de/notebooks und in der Zeitschrift "test" 7/2012.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.