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Xperia Z2 Tablet: Sony baut das dünnere iPad Air

Apple, zieh dich warm an: Sony hat auf dem Mobile World Congress das Xperia Z2 Tablet gezeigt. Das Android-Tablet ist dünner und leichter als das iPad Air - und sogar noch wasserfest.

Von Christoph Fröhlich

Das dünnste Handy, der schnellste Prozessor, die meisten Megapixel: Rekordwerte sind bei Smartphones und Tablets immer nur von kurzer Dauer. Besonders auf dem Mobile World Congress (MWC), dem internationalen Schaulaufen der Technikbranche, werfen die Hersteller beinahe stündlich mit Superlativen um sich. Ganz weit vorne mit dabei ist in diesem Jahr Sony: Die Japaner haben das Xperia Z2 Tablet vorgestellt, ein Android-Flachmann, der Samsung und Apple Beine machen soll. Der sieht nicht nur schick aus, sondern hat auch jede Menge Rechenpower unter der Haube.

Flach, leicht, wasserdicht

Das Xperia Z2 Tablet ist ultradünn, sehr leicht und äußerst hart im Nehmen, denn das Gerät ist sowohl staub- als auch wasserdicht. Sämtliche Anschlüsse wie microUSB- und Kopfhörerbuchsen sind hinter Schutzklappen versteckt. Laut Sony kann das Xperia Z2 Tablet bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von 1,5 Metern tauchen, ohne dass es Schaden nimmt. Mit 426 Gramm für das Wifi- und 439 Gramm für das LTE-Modell ist es knapp 40 Gramm leichter als Apples iPad Air, obwohl der Bildschirm des Xperia größer ist. Mit einer Dicke von 6,4 Millimetern hat es außerdem mehr als einen Millimeter weniger auf den Hüften. Wie auch der Vorgänger hat das Xperia Z2 Tablet ein dezentes, edles Äußeres, die Verarbeitung ist ersten Kritiken zufolge erstklassig.

Fernsehdisplay im Taschenformat

Das Display misst 10,1 Zoll und hat eine Full-HD-Auflösung (1920 x 1200 Pixel). Damit liegt es in puncto Pixeldichte etwas unter dem iPad Air (216 vs. 264 PPI). Sony nutzt die aus Bravia-Fernsehern bekannte Bildverbesserungstechnologie, wodurch laut eigener Aussage knackige Farben und eine hohe Helligkeit erreicht werden. Als Software läuft eine modifizierte Version von Android 4.4 Kitkat.

Mit einen 2,3 Gigahertz schnellen Vierkernprozessor und drei Gigabyte Ram dürfte keine App ins Stocken kommen. Der 16 Gigabyte große interne Speicher lässt sich via microSD um bis zu 64 Gigabyte erweitern. Die Frontkamera knipst mit zwei Megapixeln, die Rückkamera hat 8,1 Megapixel. Beide Kameras können Full-HD-Filme aufnehmen.

Das Gerät wird in den Farben schwarz und weiß im Laufe des zweiten Quartals in Deutschland erscheinen. Mit einem Preis von 649 Euro spielt das Xperia Z2 Tablet in der Oberliga.

Neben dem Xperia Z2 Tablet wurden folgende Geräte vorgestellt.

Xperia Z2

Das Xperia Z2 ist Sonys neues Flaggschiff-Handy. Optisch erinnert es an den Vorgänger, doch im Inneren hat sich viel getan: Neben einem schnelleren Prozessor und einen größeren Akku gibt es einen digitalen Geräuschminimierer (DNC), der Störgeräusche beim Musikhören und Telefonieren fast gänzlich ausblenden soll. Das Highlight ist die Kamera: Bilder schießt das Gerät mit 20,7 Megapixeln, Videos werden mit 4K-Auflösung, also 3840 x 2160 Pixeln, aufgenommen. Damit liegt es auf Augenhöhe mit Samsungs Galaxy Note 3 und dem LG G Pro 2. Auch Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunden wie beim iPhone 5S sind möglich. Auf dem Handy-Display wird man von dem hochauflösenden Videomaterial nichts sehen, denn der 5,2-Zoll-Screen löst wie der Vorgänger nur mit Full-HD auf.

Das Gerät erscheint ebenfalls im zweiten Quartal in den Farben weiß, schwarz und lila und kostet 599 Euro.

Xperia M2

Im mittleren Marktsegment will Sony mit dem M2 punkten. Das Xperia M2 ist 8,6 Millimeter dünn, ein 4,8-Zoll-Display mit qHD-Auflösung (960x540 Pixel), einen etwas betagteren 1,2 Gigahertz-Vierkernprozessor, ein Gigabyte RAM und acht Gigabyte Speicherplatz. Außerdem unterstützt es das ultraschnelle mobile Internet LTE und knipst Fotos mit einer Acht-Megapixel-Kamera.

Das Gerät erscheint im April zum Preis von 279 Euro.

Xperia Smartband

Neben neuen Smartphones und Tablets hatte Sony in Barcelona noch eine weitere Überraschung im Gepäck: das Xperia SmartBand SWR10. Dabei handelt es ich um einen Fitness-Tracker fürs Handgelenk, der Bewegungen seines Trägers speichert und auswertet. Er misst verbrannte Kalorien und die gelaufene Strecke und zeigt in einer Übersicht, wie aktiv man war und welche Orte man besucht hat. Praktisch: Das Smartband kann als Fernbedienung für den Musik-Player des Sony-Smartphones genutzt werden. Außerdem vibriert es, wenn ein Anruf eingeht. Das Smartband erscheint im März für etwa 100 Euro.