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Facebook Watch: Facebook zeigt jetzt kostenlos Serien, doch für deutsche Nutzer gibt es ein Problem

Facebook steigt mit seinem Angebot "Facebook Watch" in den Serienmarkt ein. Die erste Eigenproduktion "Sorry For Your Loss" kann sich durchaus sehen lassen. Für deutsche Zuschauer gibt es aber einen großen Haken.

Startseite der Serie "Sorry For Your Loss" auf Facebook

In der Serie "Sorry For Your Loss" sucht die junge Witwe Leigh Wege, nach dem Tod ihres Mannes mit der Trauer umzugehen – nicht unbedingt ein Facebook-typisches Thema

Online Serien streamen, dafür sind Plattformen wie Netflix oder Amazon Prime mittlerweile fast Synonyme. Die Anbieter im Internet haben für viele Nutzer das klassische lineare Fernsehen ersetzt. Nun drängt ein weiterer großer Player auf den Serienmarkt: Facebook hat mit Facebook Watch ein eigenes Videoportal an den Start gebracht.

Im vergangenen Jahr startete das Angebot in den USA, seit einigen Wochen ist es auch weltweit verfügbar. Dort zeigt Facebook eine Handvoll Serien – kostenlos und ohne Abo. Das Vorzeigeprojekt ist "Sorry For Your Loss", eine aufwendige Eigenprodukton, mit der der Tech-Gigant Netflix und Amazon den Kampf ansagen will.

"Sorry For Your Loss": Eine Witwe kämpft gegen die Trauer

Im Mittelpunkt der Facebook-Serie steht Leigh (Elizabeth Olsen), die mit Ende 20 ihren Ehemann Matt (Mamoudou Athie) verloren hat. Nun versucht sie, das Leben als junge Witwe zu meistern – und scheitert meistens krachend. Leigh ist verbittert, enttäuscht, einsam, Kleinigkeiten lassen sie ausflippen, Familie und Freunde können es ihr nicht recht machen und auch die Umstände des Todes ihres Mannes sind immer noch unklar. Sie fühlt sich unverstanden: "Die anderen müssen nicht in einer Welt leben, die vorbei ist. Ich schon", schreibt sie in ihr Tagebuch.

Gemeinsam mit ihrer Schwester, ihrer Mutter und ihrem Schwager versucht Leigh, irgendwie über den Verlust hinwegzukommen. Jeder Ort, jeder Gegenstand erinnert sie an Matt – so erzählt Serienschöpferin Kit Steinkellner die Geschichte des Paares in vielen Rückblenden parallel zur Gegenwart. Tod, Trauer, Alkoholismus, Depression: Mit seiner ersten eigenen Serie fasst Facebook, das bisher keinen Ruf als Ort des intellektuellen Tiefgangs genoss, gleich schwierige Themen an. Sollte man einen toten Menschen versuchen zu vergessen – oder ist er erst dann richtig tot? Wie viel Trauer und Wut darf man zulassen, ohne sich damit selbst zu isolieren? Was, wenn sich das Bild eines Menschen nach seinem Tod verändert?

Elizabeth Olsen

Elizabeth Olsen spielt die Hauptrolle in "Sorry For Your Loss"

Picture Alliance

Facebook Watch: Das Lagerfeuergefühl im Internet

Die Serie wirft diese Fragen auf, und Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, kommen sie nur zu bekannt vor. Facebook nutzt seine gigantische Community (weltweit sind 1,47 Milliarden Nutzer täglich in dem Netzwerk aktiv), um das Serienschauen zu einem Gemeinschaftserlebnis zu machen und so zumindest ein wenig das Lagerfeuergefühl aus der goldenen Fernsehära aufleben zu lassen. Rund um die Serie wird ein Netz aus Zusatzangeboten gesponnen: Es gibt kurze Videosequenzen, die an die Handlung der einzelnen Folgen anschließen. In einer Facebook-Gruppe können sich die Fans der Serie austauschen. Und vor allem kann parallel zum Anschauen der Folgen kommentiert werden, so können Zuschauer lesen, was andere über die Handlung denken.

Mit dem tiefgehenden Plot können sich in der Kommentarspalte viele Nutzer identifizieren. Sie erzählen davon, wie sie ihre Partner verloren haben, wie sie immer noch deren Zahnbürsten nicht wegräumen konnten, an welchen Stellen sie geweint haben und fordern am Ende der zehn Folgen mit jeweils um die 30 Minuten Länge eine zweite Staffel. Dieser Identifikationsfaktor wäre bei leichterer Kost wohl nicht so stark.

Die Facebook-Umgebung ist allerdings auch ein großes Problem für die eigentlich durchaus gehaltvolle Serie. Denn das Netzwerk ist eigentlich der Inbegriff der kurzen Aufmerksamkeitsspanne, ständig ploppen Nachrichten und Benachrichtigungen auf und stören die Konzentration auf die Handlung.

Facebook-Serien nur auf Englisch verfügbar

Auf einige Annehmlichkeiten, die erfahrene Nutzer von Netflix und Co. gewohnt sind, muss man bei Facebook Watch allerdings verzichten. Der Dienst steckt noch in den Kinderschuhen: Das Überspringen des Intros beispielsweise ist nicht möglich, ebenso wenig wie beim Abspann. Das größte Problem für Nutzer aus dem nicht-englischsprachigen Raum dürfte allerdings sein, dass die Folgen bisher lediglich auf Englisch verfügbar sind. Eine Synchronisation auf Deutsch oder in einer anderen Sprache gibt es nicht, auch Untertitel bietet Facebook nicht an. 

Wer also Facebook-Serien in Deutschland schauen will, sollte schon sehr gut Englisch können. Bei allem Aufwand, den Facebook für "Sorry For Your Loss" und andere Serien betrieben hat, ist doch zu merken, dass Mark Zuckerbergs Netzwerk an einigen Stellen erst einmal gespart hat. Es gibt also noch einige Luft nach oben.

Dafür ist der Dienst im Gegensatz zu Netflix und Amazon kostenfrei für Facebook-Mitglieder. Ganz nach dem Facebook-Prinzip soll sich das Serienangebot über Werbung refinanzieren, die während der Folgen eingeblendet wird – natürlich perfekt vom allwissenden Facebook-Algorithmus auf den User abgestimmt.

3,8 Millionen Menschen haben die Auftaktfolge von "Sorry For Your Loss" bisher gesehen, die Aufrufzahlen der weiteren Folgen liegen deutlich niedriger und variieren sehr stark. Für den 21. November hat Facebook den nächsten Paukenschlag angekündigt: Dann startet die Comedy-Serie "Queen America" mit Hollywood-Star Catherine Zeta Jones in der Hauptrolle.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.