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Nach Kauf von Twitter "Verbannung war falsch": Elon Musk will Trump wieder twittern lassen

Portraitbild von Elon Musk mit lächelndem Gesichtsausdruck
Elon Musk steht für eine radikale Form der Meinungsfreiheit
© Political-Moments / Imago Images
Die Nachricht dürfte viele Menschen weltweit ärgern: Elon Musk hat angekündigt, dass Donald Trump zu Twitter zurückkehren kann, wenn die Übernahme abgeschlossen ist. Der Kauf soll Ende 2022 endgültig über die Bühne gehen.

Jetzt hat Elon Musk das angekündigt, was viele befürchtet haben: Der Tech-Milliardär will Ex-Präsident Donald Trump wieder zu Twitter zurückkehren lassen. Dann stünde Trump die Plattform rechtzeitig für den Wahlkampf 2024 zur Verfügung. Die Entscheidung, Trump zu verbannen, sei "moralisch falsch und einfach nur dumm" gewesen, kritisierte Musk am Dienstag in einem Videointerview bei einer Veranstaltung der "Financial Times".

Trump wurde bei Twitter verbannt, nachdem er Sympathie für seine Anhänger bekundet hatte, die am 6. Januar 2021 das Kapitol in Washington stürmten. In den Wochen davor hatte Trump die Stimmung mit grundlosen Behauptungen angeheizt, ihm sei ein Wahlsieg gegen Joe Biden durch Betrug gestohlen worden.

Donald Trump will gar nicht zurück

Trump sagte vor kurzem zwar bereits, er wolle nicht zu Twitter zurück, auch wenn er es dürfte. Die Präsenz auf der Plattform, wo er einst mehr als 80 Millionen Follower hatte, könnte aber für eine mögliche Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2024 wichtig sein. Trump nutzte Twitter sehr aktiv, um seine Anhänger zu mobilisieren und Stimmung zu machen. Er versucht, eine eigene Social-Media-Plattform aufzubauen, die jedoch mit Anlaufproblemen kämpft.

Musk sagte, Trumps Verbannung bei Twitter sei ein Fehler gewesen, weil ein großer Teil der US-Bevölkerung damit nicht einverstanden gewesen sei. Und es habe auch nicht dazu geführt, dass der Ex-Präsident sich nicht mehr Gehör verschaffen konnte.

Übernahme erst Ende 2022

Bis klar wird, ob Musk Twitter tatsächlich bekommt, wird noch einige Zeit vergehen. Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla einigte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf einen rund 44 Milliarden Dollar schweren Deal, ist aber noch darauf angewiesen, dass ihm genug Aktionäre ihre Anteile abtreten wollen. Twitter und Musk wollen die Übernahme bis Jahresende abschließen.

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tis DPA

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