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Tech-Giganten: Die lange Fehde zwischen Amazon und Google - und worum es wirklich geht

Seit Jahren beharken sich die Tech-Riesen Amazon und Google, auch Apple machte lange mit. Vorgeblich geht es um die Konkurrenz bei Videoplayern. Dabei ist der eigentliche Grund viel einfacher.

Jeff Bezos, Chef von Amazon

Amazon-Chef Jeff Bezos will Prime Video nicht auf dem Chromecast - solange die Bedingungen nicht stimmen

Picture Alliance

Es ist eine neue Eskalationsstufe: Gestern verkündete Google, dass man Youtube von sämtlichen -Devices wie dem Fire TV und dem Echo Show verschwinden lässt. Um die Provokation Richtung Amazon perfekt zu machen, meldete Google seinen Nutzern die schlechte Nachricht direkt auf ihrem Gerät. "Ab dem 1/1/2018 ist Youtube nicht mehr auf diesem Gerät verfügbar", prangt es dann auf dem Bildschirm. Es ist nur die jüngste Schlacht in einer langen Fehde der Internet-Riesen.

und Amazon sind schon lange keine Freunde mehr. So richtig begann der Konflikt vor zwei Jahren: Mitte 2015 verkündete Amazon unvermittelt, dass Googles Streaming-Dongle Chromecast und das Apple TV nicht mehr über die Seite verkauft würden. Die hanebüchene Begründung: Es gäbe auf beiden Plattformen keine Unterstützung für Amazon Prime Video - und das könnte die Kunden verwirren. 

Amazon sperrt sich selbst aus

Dass der Grund nur vorgeschoben war, wusste schon damals jeder. Schließlich hing es ausschließlich an Amazon, eine App für das Apple TV zur Verfügung zu stellen. Beim Chromecast war es sogar noch einfacher. Die kleine Box zeigt Inhalte vom Smartphone auf dem Fernseher - und die passenden Prime-Video-Apps für Android und iOS gab es bereits. Amazon hätte nur die Übertragungsfunktion freischalten müssen. Der naheliegende Verdacht: Amazon wollte Konkurrenz für seine eigenen -Geräte, den Fire TV und den Fire TV Stick vermeiden. 

Gegen diese These sprach, dass die in den USA äußerst beliebten Streaming-Sticks des Herstellers Roku problemlos weiterverkauft wurden. Im letzten Jahr sprach Amazon-Chef Jeff Bezos dann Tacheles. Als er bei einer Veranstaltung auf die fehlenden angesprochen wurde, gab er unverblümt zu, dass man keinerlei technische Probleme hätte, die Apps sofort bereit zu stellen.

Worum geht es wirklich?

Stattdessen gibt es einen ganz einfachen Grund: "Wir haben gar kein Problem damit, konkurrierende Produkte bei Amazon zu verkaufen. Das machen wir jeden Tag. Wenn wir solche Geräte verkaufen, wollen wir, dass unser Player (für Amazon Prime Video; Anmerkung der Redaktion) dort zu akzeptablen wirtschaftlichen Bedingungen zu finden ist. Man kann immer den Player auf das System bekommen - aber geht es immer zu akzeptablen wirtschaftlichen Bedingungen?"

Was das im Detail heißt, wollte er dann aber nicht verraten. Solche privaten Verhandlungen sollten privat bleiben, merkte er an. Es dürfte aber ziemlich klar sein, was Amazon an den Deals mit und Google stört: Beide verlangen einen Anteil von 30 Prozent, wenn ein Kunde über eines ihrer Geräte ein Abo bei einem App-Anbieter bucht. Auf dem Smartphone mag das für Amazon noch in Ordnung gehen - schließlich bucht nur ein Bruchteil der Kunden Amazon Prime Video über das Smartphone. Bei der Streamingbox sieht das schon anders aus.

Apple und Google sind wieder Freunde

Zumindest mit Apple scheint Amazon sich mittlerweile einig geworden zu sein. Im Juni kündigten die beiden Unternehmen an, dass Prime Video auf das Apple TV kommen wird, nach langer Verzögerung ist die App seit heute verfügbar. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch das Apple TV wieder bei Amazon auftaucht.

Bei Google sitzt der Dorn aber tiefer. Schon gleich zu Anfang machte Amazon es Android-Nutzern unnötig schwer, an die App für Prime Video zu kommen. Kunden mussten erst Amazons eigenen App Shop installieren, erst dort kam man an die Prime-App. Dann kam der Ärger um Prime und den Chromecast. Nach längerer Waffenruhe knallt es aktuell aber wieder gewaltig.

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Neuer Streit

Im Herbst zog Google seinen Youtube-Player von Amazons Echo Show zurück, völlig ohne Vorwarnung. Man habe lange mit Amazon verhandelt, hieß es in einem Google-Statement. Aber Amazons Umsetzung von Youtube für den Echo Show würde gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen - und die Nutzererfahrung zerstören. Was das genau heißt, blieb unklar. Denkbar sind etwa fehlende Werbevideos, immerhin Googles Haupteinnahmequelle. Außerdem fehlen auf dem Echo Show typische Youtube-Features wie das Abonnieren von Kanälen und die Anzeige ähnlicher Videos.

Amazon handelte umgehend. Zum einen warf der Konzern einige Thermostate von Nest aus dem Programm. Die Firma gehört ebenfalls zu Googles Mutterkonzern Alphabet. Zum anderen baute man eine Youtube-Lösung, die einfach die Webseite abrief - und so keine App brauchte. Schon war Youtube zurück auf dem Echo. Google fand das natürlich alles andere als prickelnd - und schlug entsprechend hart zurück. Mit der Totalblockade werden jetzt gleich die Amazon-Geräte selbst von der Youtube-Benutzung ausgesperrt. So will der Konzern seine Verhandlungsposition verbessern. Immerhin ist Youtube immer noch der beliebteste Videodienst der Welt.

Wie die Fehde weitergeht, wird sich zeigen. Noch hat Amazon einzelne Google-Produkte im Programm. Mit der Integration von Prime hat das Apple TV gegenüber dem Chromecast einen gewaltigen Vorteil. Vielleicht reicht der beidseitige Druck aus, um wie bei Apple dann doch plötzlich eine Lösung präsentieren zu können. Dann kann auch der wirkliche Verlierer der Fehde aufatmen: Für die Kunden hat der Streit ausschließlich Nachteile. Aber das scheint die Streithähne bislang wenig zu kümmern.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.