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Bezahldienst kommt nach Deutschland: Apple Pay: Ich nutze es seit Monaten - und will nie wieder zurück

Nach drei Jahren kommt Apple Pay endlich in Deutschland an. Ich zahle schon jetzt praktisch nur noch damit - und kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen.

Ein iPhone mit Apple Pay zahlt in einem Restaurant-Terminal

Apple Pay funktioniert schon jetzt mit fast jedem kontaktlosen Bezahlterminal.

Getty Images

Beim ersten Mal bin ich noch aufgeregt. Dabei ist es ein ganz normaler Einkauf im Supermarkt. Am Kassenband warte ich gespannt, bis meine Lebensmittel abgescannt sind. Dann endlich: "4,92 Euro bitte." "Mit Karte", kommt meine Antwort wie geschossen. Ich erwarte nicht, dass die Kassierin versteht, was ich vorhabe. Endlich wird mir das EC-Gerät hingehalten. Statt meiner EC-Karte halte ich meine Apple Watch daran. Es piept einmal - und ich habe das erste Mal mit Apple Pay bezahlt. 

Seitdem gibt es kein Zurück mehr. Im Café, beim Einkaufen, im Urlaub: Immer, wenn das Terminal das kleine Wellensymbol für kontaktloses Zahlen anzeigt, freue ich mich wie ein kleiner Junge. Das Portmonee steckt so tief im Rucksack, dass ich es sogar schon Zuhause vergessen habe. Stattdessen wird alles nur noch mit der Apple Watch bezahlt. Oder im Notfall mit dem iPhone.

Apple Pay kommt - aber wann?

Offiziell geht das eigentlich gar nicht. Apples Bezahldienst Apple Pay ist bisher in Deutschland nicht verfügbar, erst Ende des Jahres soll er auch hierzulande benutzbar sein, verkündete Tim Cook am Dienstag etwas schwammig. Nur mit einem Trick lässt sich der Dienst auch jetzt schon nutzen. Dazu muss man über einen französischen oder irischen Appstore-Account die App "boon." herunterladen. Über die kann man eine digitale Kreditkarte des Anbieters Wirecard ganz normal mit einem deutschen Konto mit Guthaben befüllen und es im Laden ausgeben.

Und das klappt wirklich fast überall. Nahezu alle Terminals, die kontaktloses Bezahlen unterstützen, funktionieren auch mit Apple Pay. So gut, dass ich selbst beim Urlaub in Spanien praktisch kein Bargeld brauchte. Obwohl es Apple Pay auch dort gar nicht gibt. Vom Taxi bis zum Essengehen: Alles konnte ich digital bezahlen. Zum Geldautomat musste ich nur, weil eine Taxi-Fahrerin keine Karten annahm. 

Apple Pay Apple Watch boon.

Auf der Apple Watch erscheint die Bezahlkarte, wenn man den kleinen Knopf rechts unten schnell zweimal drückt

stern-online

Kontaktlos ist nicht gleich kontaktlos

Dass es aber auch bei kontaktlosen Kartenlesegeräten Ausnahmen gibt, lernte ich auf die harte Tour. Beim Einkauf in einem deutschen Discounter wurden sowohl Watch als auch iPhone abgelehnt. "Das liegt daran, dass wir keine Kreditkarten unterstützen", erklärt mir der Verkäufer. Zum Glück hatte ich Kleingeld dabei. 

Tatsächlich soll erst mit dem kommenden iOS 12 die in Deutschland viel beliebtere EC-Karte unterstützt werden. Bisher läuft Apple Pay als Kreditkarte. Die sind in Deutschland allerdings deutlich weniger beliebt als weltweit. Vermutlich dauerte es unter anderem auch deswegen so lange, bis sich Apple mit den deutschen Banken einigen konnte. Welche Banken zum Start mit Apple zusammenarbeiten, ist noch nicht genau bekannt. Die Hypovereinsbank, die Deutsche Bank und N26 haben gegenüber "T3N" die Teilnahme bestätigt, auch boon. soll bald offiziell für deutsche iPhones erscheinen. Andere Banken haben Interesse bekundet.

Konkurrent Google kam Apple vor einigen Wochen zuvor, Google Pay ist schon jetzt für Kunden von Commerzbank, Comdirect, N26 und Wirecard, beziehungsweise boon. verfügbar. Die Sparkasse hat ebenfalls einen eigenen mobile Zahlungsdienst gestartet. Auch über die Payback-App kann man in einigen Läden schon länger das Smartphone als Geldbörse nutzen, allerdings nicht per kontaktlosem Zahlen sondern über gescannte QR-Codes. 

Nervige Blicke

Dass Verkäufer die Technik kennen, ist die Ausnahme. Während ich bei meinem ersten Einkauf fast enttäuscht war, wie egal der Verkäuferin meine für mich spektakuläre Bezahlmethode war, empfinde ich die Reaktionen mittlerweile eher als nervig. Ständig muss ich Kellnern, Taxi-Fahrern oder anderen Kunden erklären, warum ich so zahlen kann - und auch, warum andere iPhone-Nutzer das noch nicht können. 

In manchen Läden sind die Verkäufer aber auch schon sehr abgeklärt. "Das kommt hier öfter vor", erklärte mir eine Verkäuferin in meinem Stamm-Supermarkt in Hamburg. Ab Herbst dürfte sich die Zahl der erstaunten Blicke dann noch weiter legen, wenn mehr Kunden die Technik nutzen.

Das Handy immer bereit

An sich reagieren die Verkäufer allerdings in der Regel sehr positiv. Kein Wunder: Die Technik ist einfach schneller. Statt nach Geld oder der Karte zu kramen, ist die Uhr immer zur Stelle. Das Smartphone hat man ebenfalls viel zu oft in der Hand. So geht das Bezahlen für alle schneller, das Abzählen des Rückgelds und die PIN-Eingabe entfällt. Stattdessen wird die Abbuchung per Fingerabdruck oder beim iPhone X per Gesichtserkennung legitimiert. Bei der Watch ist meist nicht mal das notwendig: Ist die Uhr entsperrt, funktioniert auch das Zahlen.

Mit einem Kellner in Palma habe ich nun deswegen eine Wette laufen. Ivan freute sich über die Zukunftstechnologie und fragte, ob als nächstes die Sonnenbrille dran ist. Als ich ihm von Gerüchten zu einer Datenbrille von Apple erzählte, forderte er mich zur Wette auf: In vier Jahren soll ich bei ihm mit meiner Brille zahlen. Nun darf mich Apple nur nicht hängen lassen.

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Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.