HOME

Donald Trump: Spione in Mar-a-Lago: Warum Trumps Lebensstil ein Sicherheits-Alptraum ist

Viel zu einfach konnte eine chinesische Staatsbürgerin sich in Donald Trumps Club Mar-a-Lago einschleichen. Der Fall zeigt nun ein gewaltiges Problem des Präsidenten: Sein Lebensstil macht die Arbeit des Secret Service fast unmöglich.

US-Präsident Donald Trump vor seiner Luxusresidenz Mar-a-Lago in Florida

US-Präsident Donald Trump vor seiner Luxusresidenz Mar-a-Lago in Florida

Es ging viel zu einfach: Ohne Einladung oder Anlass marschierte die chinesische Staatsbürgerin Yujing Zhang in Donald Trumps Ferienressort Mar-a-Lago. Im Gepäck: Zwei Pässe, vier Smartphones, einen Laptop - und einen USB-Stick mit Spionage-Software. Der Fall zeigt nicht nur ein Problem mit den laxen Sicherheitsmaßnahmen im "Winter White House". Er führt auch das gigantische Sicherheitsdilemma von Donald Trumps Lebensstil vor.

Der macht dem Secret Service die Arbeit schwer. Anders als seine Amtsvorgänger arbeitet Trump nicht bevorzugt in gut kontrollierbaren und von der Öffentlichkeit abgeschirmten Umfeldern wie dem Weißen Haus oder dem Präsidentensitz Camp David. Stattdessen zieht es ihn immer wieder in seine eigenen Immobilien, etwa seinen Golf Club in New Jersey oder in das Ferien-Ressort Mar-a-Lago. Mehr als 100 Tage seiner bisher zweijährigen Amtszeit soll er jeweils in den beiden Anlagen verbracht haben.

Hotelmanagement statt Secret Service

Für die Sicherheitsbehörden ist das eine riesige Herausforderung. Zum einen sind ständig Zivilisten in der Umgebung des Präsidenten, die nicht vom Secret Service überprüft werden können, zum anderen lassen sich die IT-Systeme der kommerziellen Betriebe nicht im gleichen Masse sichern - weil für diese ja der Betreiber verantwortlich ist. "Es ist der Traum jedes Angreifers und ein Albtraum in Bezug auf die physische Sicherheit", sagte ein Experte der Zeitschrift "Wired".

"Der Secret Service entscheidet nicht, wer in Mar-a-Lago eingeladen oder willkommen ist", bestätigte der Sicherheits-Dienst des Präsidenten in einem Statement zu dem Vorfall am Wochenende. Darüber entscheide das Hotelmanagement. So gelangte auch Zhang in die Anlage. Nach einer ersten Pass-Kontrolle durch den Secret Service wurde der ungebetene Gast an die Rezeption gebeten. Dem Rezeptionisten reichte offenbar ein Gast mit demselben Nachnamen, um Zhang einzulassen. Sie wurde gefragt, ob sie dessen Tochter sei und durfte dann weiter - ohne, dass Zhang das auch nur bestätigt hätte. Ein Besucher im Weißen Haus wäre damit sicher nicht durchgekommen.

Mar-a-Lago: Wie Trumps Luxusanwesen nach dem Klima-Gau aussähe

Sicherheits-Albtraum

Auch wenn Zhang nach Angaben des Secret Service nie in der Nähe des Präsidenten war: Aus Sicherheits-Sicht ist der Vorfall eine Katastrophe. Undenkbar, wenn es der potenziellen Spionin gelungen wäre, mit der Schadsoftware in das interne Netzwerk des Ressorts zu gelangen. In der Vergangenheit hatten Experten schon mehrfach die laxen Sicherheitsmaßnahmen in Mar-a-Lago und anderen Trump-Hotels kritisiert, nachdem sie sich erfolgreich in die Netzwerke gehackt hatten.

Auf IT-Sicherheit scheint der Twitter-Präsident ohnehin wenig Wert zu legen. So nutzte er lange ein völlig unsicheres Uralt-Smartphone, gab zudem die Rufnummer unbedarft an andere Staatsoberhäupter weiter. Heute nutzt er nach Berichten ein eigenes iPhone nur für Twitter, an Sicherheits-Ratschläge hält er sich weiter nicht. Vorgänger Barack Obama musste stattdessen sein geliebten BlackBerry aufgeben - wegen der großen Hack-Gefahr.

Zhang schweigt bisher über ihre Intentionen. Der Vorfall werfe aber "ernsthafte Bedenken über die Sicherheits-Mängel in Mar-a-Lago auf", erklärten demokratische Abgeordnete in einem Brief ans FBI. Demnach gibt es bereits Berichte über Angriffe fremder Geheimdienste auf diese Lücken. Auch andere Experten sehen die Gefahr nicht mit Zhangs Verhaftung gebannt. "Sie hätte auch eine bereits vorhandene Wanze oder ein ähnliches Überwachungsgerät abholen können. Die Möglichkeiten sind schier endlos", erklärte der ehemalige NSA-Analyst Dave Aitel gegenüber "Wired".

Komplizierte technische Lösungen wären allerdings nicht unbedingt nötig, um in Mar-a-Lago an geheimes Material zu kommen. Schon mehrfach wurde berichtet, dass Trump dort wichtige diplomatische Verhandlungen führte - während er gut hörbar mit seinen Gästen beim öffentlichen Abendessen des Ressorts saß.

Quellen: Washington Post, Wired, Washington Times

Sehen Sie im Video: Trump schützt sich vor schlechtem Wetter - und vergisst dabei seine Familie

Donald Trump Regenschirm
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.