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Chat-Dienst: Facebook darf Whatsapp auch in Europa übernehmen

Die US-Behörden hatten schon im April grünes Licht gegeben. Jetzt darf Facebook den Messenger-Dienst Whatsapp auch in Europa übernehmen. Die EU-Kommission sah keine Probleme.

Grünes Licht für die Übernahme des Nachrichtendienstes WhatsApp durch Facebook in Europa: Das soziale Netzwerk darf die beliebte Anwendung für Smartphones ohne Auflagen übernehmen, entschied die EU-Kommission in Brüssel.

Zwar bieten beide Unternehmen Apps für Mobiltelefone an, durch die Verbraucher miteinander Textnachrichten oder Fotos austauschen können. Die beiden Dienste seien aber "keine engen Wettbewerber", zudem gebe es auch nach einem Zusammenschluss noch eine große Auswahl an Alternativen, begründeten die Brüsseler Wettbewerbshüter den Beschluss.

"Keine engen Wettbewerber"

"Facebook Messenger und WhatsApp sind zwar zwei der beliebtesten Apps, aber die meisten Menschen nutzen ohnehin mehr als eine App", sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.

"Wir haben die geplante Übernahme sorgfältig geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie den Wettbewerb auf diesem dynamischen, expandierenden Markt nicht beeinträchtigen wird."

Facebook hatte im Februar den Kauf von WhatsApp angekündigt. Das soziale Netzwerk will 19 Milliarden Dollar (knapp 15 Milliarden Euro) in bar und in Aktien zahlen. Die US-Behörden hatten im April schon grünes Licht gegeben. Der Kauf ist Facebooks bisher größte Übernahme. Dadurch dürfte der Konzern auf dem Markt mit mobilen Angeboten noch stärker werden.

kis/AFP / AFP