VG-Wort Pixel

Twitter-Schatzsuche in Berlin Wohltäter @Hidden Cash versteckt Geld in der Hauptstadt


Hidden Cash versteckt Geld in kreativer Verpackung an öffentlichen Orten. In den USA und in Großbritannien war er schon, jetzt will der Twitter-Wohltäter Berlin einen Geldsegen bescheren.

Im Wald, unter einer Bank, im Sandstrand oder an einem Mülleimer: Hidden Cash versteckt seit Mai Geld in Umschlägen oder Plastikfiguren an öffentlich zugänglichen Orten. Über seinen Account beim Kurznachrichtendienst Twitter gibt er Hinweise, wo sich die Scheine befinden sollen. In San Francisco, Los Angeles und New York führte die ungewöhnliche Schnitzeljagd schon zu Menschenaufläufen, nun kommt Hidden Cash nach Deutschland. Der mysteriöse Spender hat bei Twitter angekündigt, am Sonntag Geld in Berlin zu verstecken.

"Deutschland: Kommenden Sonntag beginnt die Jagd in Berlin! Details in Kürze", twittert @HiddenCash am Mittwochabend. Auf Deutsch - bisher gab es nur Tweets auf Englisch – richtete sich der bisher unbekannte Wohltäter an die potenziellen Schatzjäger in Deutschland. Weitere Infos zur Berliner Aktion gibt es noch nicht. Wer das Geld finden möchte, muss geduldig sein. Je näher die Jagd rückt, desto genauer werden die Hinweise auf die Verstecke.

In der vergangenen Woche gab es zum ersten Mal das Originale Hidden Cash in Europa. In einem Waldstück in Wales wurden drei Gläser mit Pfundscheinen mittlerweile gefunden. Nachahmer wie @HiddenCash_UK führen die witzige Idee fort. Und das ist genau im Sinne des Erfinders. "Es geht nicht ums Geld. Es geht darum, Menschen für eine witzige Aktion zusammenzubringen und Social Media mit dem echten Leben zu verknüpfen", erklärt der Wohltäter seine Absicht am Mittwoch beim Kurznachrichtendienst.

@HiddenCash soll Immobilieninvestor sein

Hinter dem mysteriösen Account @HiddenCash soll übrigens Immobilieninvestor Jason Buzi aus San Francisco stecken. Die News-Plattform "Inside Edition" telefonierte mit "Mr. Hidden Cash". Der bestritt zwar Buzi zu sein, ein Vergleich von Stimmaufnahmen deutet eher auf das Gegenteil. Außerdem sorgte er mit einer ähnlichen Aktion schon 2008 Furore: Für Geld versteckte er Tomaten in ganz San Francisco und New York. Die Seite musste geschlossen werden, weil die Aktion außer Kontrolle geriet.

Jetzt gibt es also Hidden Cash - ohne Tomaten, dafür mit einer sehr edlen Absicht. Das Geld soll für wahllose Nettigkeiten genutzt werden ("We love random acts of kindness."). Die einzige Bedingung: Mache ein Foto von dir und dem Fund und twittere es an @HiddenCash.

Andra Wöllert

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker