Unterseekabel gerissen Viele Länder ohne Internet


Im Mittelmeer sind drei Unterseekabel gerissen, was dazu führt, dass der Internet- und Telefonverkehr zwischen Europa und dem Nahen Osten und Asien unterbrochen ist. Die Reparatur wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Unterbrechung von drei Unterseekabeln im Mittelmeer führt seit Freitag zu einer Störung des Telefon- und Internetverkehrs zwischen Europa und Asien/Nahost. Die Verbindung wurde im Mittelmeer zwischen Sizilien und Tunesien in einem Teilstück von Sizilien nach Ägypten unterbrochen.

Die Ursache sei noch unklar, sagte ein Sprecher der France Télécom der Nachrichtenagentur DPA in Paris. Wahrscheinlich seien die Kabel durch einen Anker oder ein Fangschiff getrennt oder bei einem Seebeben unterbrochen worden. Die Probleme dürften bis Silvester behoben sein.

Die Verbindungen zwischen Unternehmen in Asien und Europa wurden größtenteils über die USA umgeleitet. Der Telefonverkehr war stärker betroffen als die Internetverbindungen. France Télécom bezifferte beispielsweise den Kapazitätsausfall für Telefonate nach Saudi-Arabien auf 55 Prozent und für Gespräche nach Indien auf 82 Prozent. Ein Kabelleger mit 20 Kilometern Ersatzkabel sei zur Reparatur unterwegs.

In Ägypten wurde die Internetkapazität um rund 80 Prozent reduziert. Techniker haben einem Regierungsmitarbeiter zufolge den Datentransfer inzwischen teilweise über Alternativrouten im Roten Meer umgeleitet. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait berichteten Internetnutzer von langsamen oder komplett ausgefallenen Verbindungen. Bereits Ende Januar wurden die Internetverbindungen zwischen Europa und Asien beeinträchtigt, als vor Ägypten drei Seekabel rissen.

DPA/Reuters DPA Reuters

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