Was Google sonst noch kann Jenseits der Suche


Längst ist Google mehr als eine Suchmaschine. Die Firma ist Mail-Dienstleister, Kleinanzeigen-Portal und Software-Konzern.

"Es ist das Beste, eine Sache wirklich, wirklich gut zu machen." So lautet das zweite der "Zehn Gebote" von Google, die sich das Unternehmen vor ein paar Jahren selbst verordnet hat. Gemeint war die Internetsuche, von allem anderen wollte man die Finger lassen. Inzwischen hat Google seine Strategie total geändert: Kaum eine Woche vergeht, in der nicht eine neue Geschäftsidee unter dem Google-Logo verkündet oder ein neuer Dienst gestartet wird. So wie zuletzt Google Trends. Unter google.com/trends kann man beobachten, wie oft nach Begriffen gesucht wird. Wer "Gerhard Schröder" eingibt, sieht auf einem Diagramm, wie die Zahl der Suchen nach dem Ex-Kanzler seit Herbst stark zurückgegangen ist. Das funktioniert auch nach Regionen sortiert: So kann man sehen, in welchen Ländern am häufigsten etwa nach "Sex" gesucht wird (Ergebnis: 1. Pakistan, 2. Ägypten, 3. Vietnam, 4. Iran).

Schon länger gibt es die Möglichkeit, sich mit Hilfe von Google eine personalisierte Startseite zu bauen (google.de/ig). Google News (google.de/news) ist eine Art Web-Tageszeitung mit aktuellen Meldungen. Auf Wunsch verschickt Google Neuigkeiten auch als "News Alert" per E-Mail (google.de/alerts). Speziell für Produkte und deren Preise hat Google eine eigene Suchmaschine eingerichtet: Froogle (froogle.de). Google Mobile (google.de/mobile) ist eine Spezialversion für Handys und PDAs. Wer ein Internettagebuch führen möchte, kann den Google-Service Blogger (blogger.com) nutzen.

Nicht alles ist in Deutschland verfügbar

Offiziell noch nicht freigegeben, aber schon nutzbar ist Google Books (google.de/books), zum Schmökern im Inhalt von gedruckten Büchern. Ebenfalls im Erprobungsstadium befindet sich der kostenlose Webmail-Service Google Mail (google.de/mail), der sich durch besonders viel Speicherplatz und eine ungewöhnliche, aber überaus praktische Benutzeroberfläche auszeichnet.

Vieles, was Google ausprobiert und plant, ist in Deutschland nur eingeschränkt oder noch gar nicht verfügbar. Zum Beispiel der brandneue Online-Terminkalender google.com/calendar. Bei Google Video werden Filme teils verkauft, teils kostenlos angeboten. Kleinanzeigen aufgeben kann man in den USA bei Google Base (base.google.com). Erprobt wird auch ein Taxi-Service, bei dem man sich den Standort des nächsten Taxis in Echtzeit auf einer Straßenkarte anschauen kann (labs.google.com/ridefinder).

Auch als Software-Produzent versucht sich Google inzwischen, zum Beispiel mit Google Earth, dem Programm, mit dem sich virtuelle Satellitenbild-Rundreisen auf der gesamten Erdkugel unternehmen lassen (earth.google.com). Desktop Search ist ein Programm, mit dem man die eigene Festplatte durchsuchen kann (desktop.google.de). Praktisch und nützlich ist die Foto-Software Picasa (picasa.google.de) zum Ordnen, Betrachten und Nachbearbeiten von Digitalfotos. Mit Google Talk (talk.google.com) kann man chatten und übers Netz telefonieren. Sämtliche Google-Software ist kostenlos.


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