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Klickfalle oder Angebot?: Von wegen Geschenk: Web.de und GMX jubeln Kunden mit einem Klick gleich drei Abos unter

Immer wieder haben die Web-Mailer GMX und Web.de Ärger mit versehentlich abgeschlossenen Abos. In einer aktuellen Nikolaus-Aktion trieben es die beiden Dienste auf die Spitze: Wer unvorsichtig klickte, halste sich gleich drei teure Abonnements auf.

Ein Mann schaut verärgert auf seinen Laptop

Mit den "geschenkten" Abos hatten Web.de und GMX immer wieder Ärger

Wer oder Web.de nutzt, kennt die Meldungen. Ob zu Ostern oder dem Geburtstag: Regelmäßig muss man sich beim Abrufen der E-Mails an irgendwelchen Aktionen vorbeiklicken, in denen die Mail-Dienste kostenlose Probemonate zu Premium-Diensten "verschenken". Wer nicht aufpasst, muss zahlen: Nach Ablauf der Probezeit wandeln sich die Schnupper-Angebote in ein kostenpflichtiges Abo um. Eine aktuelle Aktion ist aber besonders frech.

In der -Aktion bekamen die Kunden nicht nur einen, sondern gleich drei Verträge untergejubelt. "Ist Ihr Stiefel schon geputzt?", fing die Anzeige an. "Mit GMX ist der Stiefel das ganze Jahr gut gefüllt", hieß es dann weiter. Das Versprechen: Der Kunde bekommt gratis den Premium-Dienst TopMail, 100 GB Cloud-Speicher und ein Virenschutz-Programm - aber nur für einen Monat, wie ein Hinweis etwas abseits erklärte.


Abos im Kleingedruckten

Nur wer bereit war, das Kleingedruckte zu lesen, bekam dann die vielen Haken des "Geschenks" mit. Nach Ablauf des Probemonats fangen die Kosten an: Für den Cloud-Dienst verlangt GMX dann 1,99 Euro im Monat, für Top-Mail werden gar 4,99 monatlich fällig. Eine Besonderheit ist der Virenschutz: Hier ist das erste Jahr gratis, danach kostet er jährlich 9,99 Euro. Während die anderen Dienste monatlich kündbar sind, hat man hier immer ein ganzes Jahr an der Backe. Vorher muss man zwar auf "Kaufen" klicken. Dass man dadurch aber gleich drei separate Abos abschließt, ist nicht sofort ersichtlich.

Beim Verbraucherschutz ist das Problem bekannt. "Da gibt es immer wieder Beschwerden zu", erklärt Anneke Voß von der Hamburger . Es würden sich regelmäßig Kunden melden, die von dem Abo überrascht wären und nun nicht aus dem Vertrag kommen. Sobald sich die Verbraucherschützer einschalten, wäre 1&1, der Betreiber von Web.de und GMX, zwar immer entgegenkommend. "Es wäre aber natürlich trotzdem besser, wenn es gar nicht dazu kommt." Auf einer eigenen Seite zu dem Thema gibt der Verband Tipps, wie Kunden vorgehen sollten.

1&1 sieht kein Problem

Das ist nach Ansicht von Web.de und GMX aber gar nicht nötig. "Die Kunden können solche Abos einfach per Hotline beenden. Aber auch per Brief, Fax oder Mail. Die Berater sind auch geschult und fragen im Zweifel nach, ob auch weitere bestehende Abos gekündigt werden sollen", erklärte uns Pressesprecher Christian Friemel. Die Unternehmen hätten nah mit dem Verbraucherschutz gearbeitet, um Probleme zu vermeiden. Die Kunden würden auf der Abschluss-Seite ausführlich informiert, bekämen zu jedem der Verträge eine eigene Mail. Zudem gäbe es eine Kulanzregel. "Rechtlich ist das alles in Ordnung. Und unserer Meinung nach auch im Kundeninteresse."

Das war nicht immer so, erklärt Verbraucherschützerin Voß. Dass der Button klar mit "Kaufen" bezeichnet ist, ist etwa eine jüngere Entwicklung, den die Verbraucherzentrale ausdrücklich begrüßt. Es gäbe aber auch skurrile Änderungen: In einer Aktion hätten die Dienste etwa einfach den Kaufen-Button an die Stelle gesetzt, an der sich sonst der Knopf zum Wechsel ins Postfach befindet. Sie sieht aber durchaus einen Willen der Anbieter, den Kunden entgegen zu kommen. "Wenn wir mit Problemen auf 1&1 zugehen, reagiert der Konzern in der Regel auch darauf." Das bestätigt uns auch das Unternehmen.

Die Vertragsfrage

Am Ende geht es um die Frage, ob den Kunden ausreichend bewusst ist, dass sie einen Vertrag abschließen. Während 1&1 das bejaht, sieht es die Verbraucherzentrale durchaus anders - immerhin würde nicht jeder immer das Kleingedruckte lesen. Obwohl die Verbraucherschützer dazu ausdrücklich raten. Die einfachste Lösung wäre sicher, den Gratismonat einfach auslaufen zu lassen und den Kunden einfach per Mail zu fragen, ob er das Abo auch kostenpflichtig weiterführen möchte. 

Wer eines der aktuellen Abos abgeschlossen hat, wird es aber noch deutlich schneller los, als durch einen Hotlineanruf. In den Einstellungen der Dienste gibt es unter dem Punkt "Mein Account" die Option "Vertrag widerrufen". Dort kann man bis zu 14 Tage nach Abschluss sämtliche Abos ganz unkompliziert wieder abbestellen.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.