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Neue EC-Karten: Funk mal etwas Geld rüber

Wie bezahlen die Deutschen in fünf Jahren? Im Wettbewerb um die Geldbörse der Zukunft konkurrieren Smartphones und moderne Geldkarten, wie sie jetzt die Sparkassen testen.

Von Christoph Fröhlich

Lange Schlangen kurz vor Ladenschluss, die Kasse arbeitet im Akkord, und trotzdem geht es keinen Meter vorwärts. Nicht nur die Kassierer im Supermarkt brauchen hier eine Menge Geduld. Dabei sorgt vor allem das Kramen nach Kleingeld oder die umständliche Abbuchung der Geldkarte für lange Wartezeiten.

Geht es nach den Sparkassen, könnte sich das Warten in Zukunft erheblich verkürzen. Bis zum Jahr 2015 wollen sie alle Kunden mit einer neuen Geldkarte ausstatten, die das Bezahlen per Funk erlaubt. Bei einem Einkauf unter 20 Euro muss der Kunde nicht mal eine PIN eingeben. Noch in diesem Jahr soll das Projekt in der Region um Hannover, Braunschweig und Wolfsburg starten. Eine Million Karten werden dafür verteilt, ab Februar 2012 sollen Kunden mit der Funkübertragung in Geschäften bezahlen können. Neben den Edeka-Filialen sollen auch eine große Tankstellenkette und zwei Drogerieketten zu den ersten Handelspartnern gehören. Auch in anderen Ländern setzen Geldunternehmen wie Mastercard oder Visa auf neue Geldkarten.

Die digitale Geldbörse

Doch nicht nur die Geldinstitute kämpfen um das Portemonnaie der Zukunft. Auch der Internetriese Google und Telefonanbieter wie die Deutsche Telekom blasen zum Angriff auf die Geldbörsen. Sie setzen ihre Hoffnung auf den rasant steigenden Markt der Smartphones. Google geht mit seiner digitalen Geldbörse namens "Google Wallet" sogar noch einen Schritt weiter: Mittels sogenannter Near Field Communication (NFC) soll nicht nur Bargeld abgeschafft werden, sondern auch die Geld- und Kreditkarte. Die Sparkassen bieten ihren Kunden erst 2014 die Option, bequem mit dem Handy zu bezahlen.

Ein Handy, das mit einem NFC-Chip ausgestattet ist, muss einfach an das dazugehörige Terminal gehalten werden. Zwischen zehn und zwanzig Zentimeter beträgt die Reichweite des neuen Funkstandards - die kurze Übertragungslänge soll vor allem technischen Missbrauch vorbeugen. Das macht den Einkauf schneller und sorgt für kurze Wartezeiten.

Fahrscheine stempeln war gestern

Das Handy als universelle Geldbörse, das mag für die meisten Deutschen nach Science-Fiction klingen. In Asien ist das Alltag. Dort ist das Smartphone nicht nur Geldbörse, sondern auch Konzertticket, Bibliotheksausweis und U-Bahn-Fahrschein. Während in Deutschland die meisten Fahrscheine am Automaten gekauft und in der U-Bahn entwertet werden, sind die Bewohner vieler asiatischer Millionenmetropolen längst weiter. "Mobiles Bezahlen" heißt das Zauberwort: Der Fahrschein wird mit dem Smartphone gekauft, anschließend öffnet sich das Drehkreuz.

Das Vertrauen der Kunden in die moderne Technik hält sich in Deutschland hingegen in Grenzen. Zwar besitzen mittlerweile 91 Prozent der Kunden eine Geldkarte - trotzdem bezahlen knapp 60 Prozent der Deutschen ihre Einkäufe mit Bargeld, so eine Studie der Bundesbank, die allerdings von 2009 ist. Durchschnittlich 118 Euro trägt jeder Deutsche mit sich herum, davon 6,70 Euro in Münzen. Nur ein Viertel der Einkäufe wird mit der Geldkarte bezahlt, die Kreditkarte kommt sogar nur für 3,6 Prozent der Einkäufe zum Einsatz.

Der gläserne Kunde

Ein Vorteil des Bargelds ist für viele Kunden die größere Anonymität. Ein Kauf mit Bargeld taucht auf keiner Abrechnung auf, in keinem Profil und ist auf keinem Handy hinterlegt. Das widerstrebt den großen Internetfirmen wie Google, die schon seit Jahren ein Interesse für die Nutzerprofile ihrer Kunden hegen: Wer sucht was, wann und wo. Mit "Google Wallet" wird das Unternehmen mehr erfahren: Wer kauft was, wann und wo. Der Kunde wird gläserner und Google noch reicher: Die zusätzlichen Informationen ermöglichen eine noch individuellere Werbung, die bis heute das Kerngeschäft des Software-Riesen ist.

Doch viele Menschen sind verunsichert: Ausgerechnet in einer Zeit, in der fast jeden Tag ein neuer Datenskandal in die Schlagzeilen gerät, sollen die Menschen einer Software ihr Geld anvertrauen. Google hat in seinem Handy-Betriebssystem Android die NFC-Bezahlung schon eingebaut, Apple wird mit dem neuen iPhone und dem dazugehörigen Betriebssystem nachziehen. Obwohl die neuen Technologien sehr hohe Sicherheitsstandards aufweisen, kann ein krimineller Hack und ein daraus folgender Datendiebstahl nie vollends ausgeschlossen werden. Auch Viren und Trojaner könnten das Vertrauen in die neue Technik erschüttern, bevor sie überhaupt etabliert ist. Ein weiterer Kritikpunkt: Wird das Handy verloren, ist ein Missbrauch nicht auszuschließen. Dann drohen dem Betrogenen nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch zeitaufwändige Laufereien.

Ob das bargeldlose Zahlen der nächsten Dimension angenommen wird, liegt sowohl in den Händen der Kunden als auch der Händler. Erst wenn die Technik einen echten Mehrwert bietet, werden die Kunden das neue System nutzen. Die Händler hingegen müssen die Ängste der Bevölkerung ausräumen und eine unkomplizierte Bedienung ermöglichen.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.