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Nexus One: stern.de hat das Google-Handy ausprobiert

Mit dem Nexus One hat Google sein erstes Smartphone vorgestellt. stern.de konnte sich das Telefon genauer ansehen: Im Vergleich zum iPhone bleibt das Gerät einiges schuldig.

Von Gerd Blank

Google ist nicht mehr zu bremsen. Nachdem der Betreiber der weltweit größten Suchmaschine bereits einen eigenen Browser, ein Betriebsystem für Computer und eine Handysoftware vorgestellt hat, liegt nun das erste Google-Handy vor. Zwar gibt es bereits seit gut einem Jahr Smartphones mit Android, dem von Google entwickelten Handybetriebssystem, das Nexus One ist aber die erste eigene Hardware.

Auf den ersten Blick sind die Unterschiede zu den bereits am Markt verfügbaren Android-Handys allerdings nicht sonderlich auffällig. Das mag daran liegen, dass auch das Nexus One von HTC hergestellt wurde. Das Unternehmen aus Taiwan hat bereits mehrere Smartphones gebaut, die mit Android betrieben werden.

Das Nexus One läuft mit Android 2.1, der aktuellsten Version des Google-Betriebssystems. Angetrieben wird das Gerät von einem Ein-Gigahertz-Prozessor - vor wenigen Jahren konnten sich Computernutzer freuen, wenn ihr PC so einen schnellen Chip hatte. Bei der Benutzung ist man sehr über die hohe Geschwindigkeit dankbar, da die Anwendungen zügig starten. Apropos Anwendungen: Natürlich hat Google einen eigenen Marktplatz, über den das Smartphone mit teils kostenlosen Programmen ausgetattet werden kann. Derzeit stehen rund 18.000 Apps zur Verfügung. Viel weniger als bei der Apple-Konkurrenz: Fürs iPhone gibt es weit mehr als 100.000 verschiedene Programme. Auf dem Nexus One sind bereits eine Reihe Apps vorinstalliert, bespielsweise eine Facebook-Anwendung und eine Applikation, mit der Musik direkt bei Amazon gekauft werden kann.

Gute Hardware und knapper Speicher

Das Gerät will nicht nur mit einem schnellen Prozessor punkten, auch das 3,7 Zoll große Amoled-Display weiß zu beeindrucken. Natürlich ist auch eine Kamera an Bord, die Fotos mit fünf Megapixel auf den Speicher bringt. Zum Vergleich: Das iPhone schafft gerade einmal drei Megapixel. Dafür ist allerdings der interne Nexus-Speicher mit 512 Megabyte eher knapp bemessen. Eine Speicherkarte mit vier Gigabyte liegt dem Smartphone bei, wer mehr Platz braucht, kann Karten mit bis zu 32 Gigabyte nutzen.

Das Gewicht des Testgeräts liegt bei 130 Gramm, die Verarbeitung ist prima - es fühlt sich hochwertig an. Keine harten Kanten stören das Gesamtbild, und bei den Anschlüssen verlässt sich Google auf Standards: Klinke für die Kopfhörer und USB für den Strom. Dadurch wird es auch Drittherstellern möglich gemacht, passendes Zubehör anzubieten. Zum Start wird es eine Halterung fürs Auto und eine Dockingstation für den Schreibtisch geben.

Wie jedes moderne Smartphone verfügt das Google-Handy auch über einen GPS-Chip, mit dem ortsbezogene Dienste möglich sind. Hierfür hat Google eine eigene Navigationslösung entwickelt. Allerdings steht dieser kostenlose Service derzeit nur in den USA zur Verfügung. Das ist auch der Grund, weshalb das Gerät in Deutschland noch nicht verfügbar ist. Als Termin für den Deutschlandstart des Nexus One nennt Google vage "Frühjahr 2010".

Keine Offenbarung

Auch wenn das Nexus One mit guten Eckdaten aufwartet, ist das Gerät technisch keine Offenbarung. Der schnelle Prozessor ist genauso wenig ein Alleinstellungsmerkmal wie das große Display. Sogar HTC selbst hat Geräte mit ähnlichen Werten im Angebot.

Aber warum bringt Google ein eigenes Smartphone heraus, wenn das Betriebssystem bereits auf über 30 Geräten verschiedener Hersteller installiert ist? Dazu noch eines, was sich kaum von anderen Android-Geräten unterscheidet? Die Frage lässt sich mit einem Blick auf den amerikanischen Markt beantworten. Dort war es bisher kaum möglich, ein Handy ohne Vertrag mit einem Provider zu kaufen. Bei Google lässt sich das Gerät direkt über die Webseite (www.google.com/phone) ordern. Auf Wunsch auch mit einem Handy-Vertrag - aber eben nur optional. Google will, dass so viele Nutzer wie möglich mit einem Android-Gerät im Internet surfen, dafür Google-Dienste nutzen und damit die Google-Kassen füllen. Denn nicht mit der Hardware wird Google das große Geld verdienen.

In Deutschland ist es nicht mehr außergewöhnlich, dass Handys ohne Vertrag gekauft werden. Sogar die Provider gehen inzwischen verstärkt dazu über, die Geräte nicht mehr zu subventionieren - der Kaufpreis der Geräte wird auf die Vertragslaufzeit umgelegt. Auf einen exklusiven Vertragspartner will sich Google für den Deutschlandvertrieb nicht festlegen - das Nexus One soll für alle Provider zur Verfügung stehen. Vodafone ist für Europa bereits an Bord, in Deutschland hat T-Mobile bereits das "G1", das erste Smartphone mit dem Google-Betriebssystem auf den Weg gebracht.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.