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Nokia Lumia 830 im Test: Das Beste kommt zum Schluss

Top-Technik zum Schnäppchenpreis: Microsoft will mit dem Lumia 830 ein "bezahlbares Flaggschiff" auf den Markt bringen. Ob das gelungen ist? Wir haben das Windows Phone getestet.

Von Christoph Fröhlich

Das Lumia 830 ist laut Nokia ein "bezahlbares Flaggschiff". Stimmt das? Wir haben es getestet.

Das Lumia 830 ist laut Nokia ein "bezahlbares Flaggschiff". Stimmt das? Wir haben es getestet.

Eine Ära geht zu Ende: Microsoft wird den Namen Nokia einstampfen. Dabei gelang den Finnen mit dem Lumia 930 vor wenigen Monaten ein furioses Comeback: Durch seine knalligen Farben hob sich das Handy nicht nur von der Masse ab, das Windows Phone begeisterte auch mit einer tollen Ausstattung. Mit 500 Euro war es zum Marktstart aber so teuer wie die meisten anderen Handy-Flaggschiffe - und damit für den Großteil der User unerschwinglich.

Mit dem Lumia 830 hat Nokia nun den kleinen Bruder auf den Markt gebracht - das vielleicht letzte Smartphone aus dem Hause Nokia überhaupt. Es kostet 330 Euro und wird als das "erste bezahlbare Flaggschiff" beworben. Die Zielgruppe ist somit klar definiert: Wer sich kein iPhone 6 oder Galaxy S5 leisten kann oder will, soll zum Lumia 830 greifen. Ein guter Deal oder hat Nokia den Mund zu voll genommen? Wir haben das Gerät getestet.

Ein echter Hingucker

Von vorne wirkt das Lumia 830 mit seiner schwarzen Oberfläche und dem schicken Aluminiumrahmen sehr dezent. Oben und unten ist der Rahmen durch zwei dünne Kunststoff-Stege unterbrochen. Die Rückseite kommt Nokia-typisch wieder in knalligem Orange oder Grün daher. Wer es seriöser mag, kann aber auch schwarze und weiße Modelle kaufen. Das große schwarze Kamera-Auge auf der Rückseite dürfte Geschmackssache sein - uns hat nur die leichte, aber deutlich spürbare Erhebung zur Rückseite gestört.

Ansonsten ist das Lumia ein echter Handschmeichler: Der Übergang von der Glasfront (kratzfestes Gorilla Glas 3) zum Metallrahmen ist sehr sauber gearbeitet, es gibt keine störenden Spaltmaße. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern: Der Akkudeckel sitzt bombenfest und das Gerät wirkt sehr robust. Die drei Aluminiumtasten am rechten Gehäuserand weisen einen angenehmen Druckpunkt auf.

Mit einer Dicke von 8,5 Millimetern und einem Gewicht von 150 Gramm ist das Handy kein Leichtgewicht, doch es liegt gut in der Hand - auch dank der angerauhten Kunststoffrückseite. Menschen mit kleinen Händen dürften dennoch Probleme haben, das Lumia 830 mit einer Hand zu bedienen.

Trotz niedriger Auflösung punktet der BIldschirm des Lumia 830

Trotz niedriger Auflösung punktet der BIldschirm des Lumia 830

Wenige Pixel, viele Details

Das Display des Lumia 830 misst fünf Zoll und löst mit 1280 x 720 Pixeln auf. Mit dieser Auflösung lockt man heutzutage niemanden mehr hinter dem Ofen vor, das Lumia 930 löst auf derselben Fläche mit Full HD (1920 x 1080) auf. In der Praxis macht sich der Unterschied aber überraschenderweise kaum bemerkbar: Feine Linien und Details werden ebenso sauber dargestellt wie auf den meisten teureren Smartphones.

Dank Microsofts "Clear Black"-Technologie (verstärkt Kontraste) wirken Farben brillant und das Schwarz wirklich tiefdunkel, selbst wenn die Display-Helligkeit auf das Maximum gestellt ist. In den Einstellungen kann man das Farb- und Helligkeitsprofil zudem nach Belieben anpassen - diese Funktion bietet nicht jedes Smartphone. Die Blickwinkelstabilität ist beim Lumia 830 nicht optimal, neigt man das Handy zur Seite und schaut auf den Bildschirm, verblassen die Farben leicht.

Kabellos aufladen

Auch der Prozessor vom Typ Snapdragon 400 ist nicht mehr der neueste, verrichtet im Lumia 830 aber gute Dienste. Die vier Rechenkerne takten mit jeweils 1,2 Gigahertz - für das genügsame Mobilbetriebssystem Windows Phone 8.1 ist das ausreichend. Anders als beim Flaggschiff Lumia 930 ist die Rückseite abnehmbar und der Akku auswechselbar. Der Speicher kann via microSD-Karte erweitert werden. Das ist auch dringend nötig, denn von den bereitgestellten 16 Gigabyte bleiben nach der Einrichtung des Betriebssystems nur noch knapp 8,5 Gigabyte übrig.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist in Ordnung, der Lautsprecher könnte aber etwas klarer klingen. Mobiles Internet via LTE wird ebenso unterstützt wie die Nahfunktechnik NFC. Mit einem speziellen Ladegerät kann das Lumia 830 kabellos aufgeladen werden, die Qi-Ladeschale ist im Lieferumfang aber nicht enthalten (ab 20 Euro). Der Akku hat eine Kapazität von 2200 Milliamperestunden und reicht bei normaler Nutzung für anderthalb bis zwei Tage - ein sehr guter Wert.

Die Rückkamera mit optischem Bildtabilisator und Carl-Zeiss-Objektiv macht sehr gute Bilder

Die Rückkamera mit optischem Bildtabilisator und Carl-Zeiss-Objektiv macht sehr gute Bilder

Kameras: Hinten Top, vorne Flop

Eines der wichtigsten Smartphone-Features ist die Kamera. Im Lumia 830 steckt eine 10-Megapixel-Kamera mit einem Zeiss-Objektiv (f/2.2-Blende). Bei guten Lichtbedingungen macht sie tolle, scharfe Aufnahmen. Dank des optischen Bildstabilisators gelingen auch bei Nacht gute Bilder, ein Bildrauschen lässt sich aber auch damit nicht ganz vermeiden. Dennoch: Der optische Bildstabilisator ist ein echter Pluspunkt, selbst viele Premium-Smartphones - etwa das 4,7-Zoll-Modell des iPhone 6 - bieten das nicht. Die Speicherzeit ist mit rund anderthalb Sekunden aber deutlich länger - schnelle Schnappschüsse gelingen nicht immer.

Mit der Kamera lassen sich Full-HD-Videos mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Praktisch: Insgesamt hat das Lumia 830 drei Mikrofone verbaut, sodass Surround-Sound-Aufnahmen möglich sind. Die Frontkamera ist nicht der Rede wert: Sie löst mit mickrigen 0,9 Megapixeln auf, dementsprechend blass und farblos wirken Selfies.

Das Bild wackelt

Als Betriebssystem läuft Windows Phone 8.1 mit dem neuesten System-Update Lumia Denim. Darin wurde unter anderem die Kamera-App überarbeitet, so gibt es nun einen Dynamic-Flash-Modus. Dabei nimmt die Kamera bei einem Foto mit Blitz automatisch ein Bild ohne Blitz auf, anschließend können die Bilder mit der Software miteinander verschmolzen und die Intensität des Blitzlichts im Nachhinein reguliert werden. Ist das Bild überbelichtet oder zu dunkel, kann man nun eine Mischung aus beiden Aufnahmen erstellen.

Eine nette Spielerei sind die "Lebendigen Bilder": Hierbei wird vor dem Schnappschuss eine kurze Videosequenz aufgenommen, die in der Galerie angezeigt wird.

Optisch ein Hingucker und Technik, die überzeugt: das Lumia 830 ist ein tolles Mittelklasse-Handys. Allerdings: Für nur 50 Euro mehr bekommt man bereits das Nokia-Flaggschiff Lumia 930.

Optisch ein Hingucker und Technik, die überzeugt: das Lumia 830 ist ein tolles Mittelklasse-Handys. Allerdings: Für nur 50 Euro mehr bekommt man bereits das Nokia-Flaggschiff Lumia 930.

Fazit

Das Lumia 830 ist wohl eines der derzeit schicksten Handys. Die Kamera macht sehr gute Fotos, der optische Bildstabilisator ist für die mittlere Preisklasse ein echter Mehrwert. Abstriche muss man bei der Display-Auflösung und dem Prozessor machen, durch die sparsame Software fällt das aber kaum ins Gewicht. Das Betriebssystem Windows Phone 8.1 mit Lumia Denim bietet spannende Features, mittlerweile gibt es nahezu alle populären Apps für Windows-Handys.

Uneingeschränkt empfehlen können wir das Lumia 830 dennoch nicht: Mit 330 Euro kommt es zwar dem von Nokia beworbenen "bezahlbaren Flaggschiff" sehr nahe. Wer jedoch 50 Euro mehr investiert, bekommt bereits das 32-Gigabyte-Modell des Lumia 930, dessen Preis in den vergangenen Wochen massiv in den Keller gerutscht ist. Das Lumia 930 ist nicht nur schneller, sondern hat auch ein paar Kamera-Tricks mehr auf Lager. Nur auf den erweiterbaren Speicher und den auswechselbaren Akku muss man beim Flaggschiff verzichten. Am Ende ist es also Geschmackssache, für welches Modell man sich entscheidet.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.