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Samsungs Top-Smartphone Kaum besser als Plastik: Das Galaxy Note 7 patzt mit fiesen Kratzern

Das Kernelement des Samsung Galaxy Note 7 ist der digitale Stift, der S Pen.
Das Galaxy Note 7 ist eines der besten Android-Smartphones, das Display sollte man aber mit einer Schutzfolie bekleben.
© Samsung
Mit dem Galaxy Note 7 gelang Samsung im wahrsten Sinne des Wortes ein großer Wurf. Doch erste Tests zeigen: Ausgerechnet das als besonders stabil beworbene Display kann sein Versprechen nicht halten.

Das Galaxy Note 7 ist Samsungs große Hoffnung für das Weihnachtsgeschäft - und glaubt man ersten Testberichten, ist es eines der besten Android-Smartphones aller Zeiten und ein harter Konkurrent für das kommende iPhone 7. Das Handy ist schnell, hat eine tolle Kamera und der integrierte Stift bietet viele Möglichkeiten. Doch eine Neuerung, die Fans eigentlich in Verzückung versetzen sollte, sorgt nun für negative Schlagzeilen: Das Display ist offenbar sehr kratzanfällig.

Gorilla Glass 5 kratzanfällig

Das Galaxy Note 7 ist das erste Smartphone, das mit dem neuen Gorilla Glas 5 ausgestattet ist. Es soll deutlich robuster sein und auch Stürze aus großer Höhe überstehen, verspricht Hersteller Corning Doch ein Youtube-Video widerlegte das bereits wenige Tage nach der Vorstellung: Schon beim ersten Sturz aus Hüfthöhe hatte das Telefon ein paar Schrammen an der Ecke. Die restlichen Stürze überstand das Smartphone aber weitgehend ohne Schäden. Kracht es also in einem unglücklichen Winkel auf den Boden, springt das Display nach wie vor.

Deutlich schwerwiegender ist ein anderes Problem: Ein weiteres Youtube-Video zeigt, dass das Note 7 im Kratztest nur minimal besser abschneidet als Kunststoff. Ziemlich schnell hat man Kratzer auf dem Bildschirm, die sich nicht mehr entfernen lassen. Selbst das Galaxy S7 Edge, das noch auf Gorilla Glass 4 setzt, ist kratzfester. Wer sein Galaxy Note 7 langfristig vor Kratzern schützen will, sollte also unbedingt eine Displayschutzfolie aufkleben.

Galaxy Note 7 ist robust gebaut

Zwei andere Schwächen des Vorgängers hat Samsung aber ausgemerzt: Während das Galaxy Note 5 im vergangenen Jahr im Biegetest durchfiel, ist das Note 7 deutlich robuster gebaut. Und der Stift kann auch nicht mehr verkehrt herum in das Gehäuse eingesteckt werden. Das "Pen-Gate" sorgte für reichlich Wirbel.

Das Note 7 kostet etwa 850 Euro und soll in den Farben Blau, Silber und Schwarz ab 2. September erhältlich sein. Vorbestellbar ist es seit dem 16. August, Besteller bekommen es drei Tage früher - inklusive der kostenlosen Virtual-Reality-Brille Gear VR.


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