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"IdeenPark 2006": Cruisen auf dem Mars, chillen in der Wüste

Der "IdeenPark 2006" präsentiert Technik zum Anfassen. Das kleinste Fußballspiel der Welt, ein Sci-Fi-Auto oder ein Experiment, bei dem die "Haare zu Berge stehen" - die Zukunft steht vor der Tür.

Von Frauke Hansen, Hannover

Gnadenlos brennt die Sonne vom Himmel. Weit und breit ist keine Oase in Sicht, das geblendete Auge sieht nur Sand, Sand und noch mehr Sand. Wie bloß zum nächsten Wasserloch gelangen, das Kamel kann längst nicht mehr. Doch was kommt da hinter der Düne hervor? Leise und scheinbar ohne Anstrengung gleitet ein Gefährt durch die Wüste. 30 Meter lang, 14 Meter breit und 18 Meter hoch, sandresistente Oberfläche. Solarenergiezellen auf dem Dach, Platz für 16 Passagiere, Luxuskabinen zum Chillen. Sieht aus wie eine Luxusyacht. Doch seltsamerweise hat die vermeintliche Yacht enorme Reifen, die das Monstrum langsam und gemütlich durch die Wüste führen. Ohne Schwierigkeiten fährt das Wüstenschiff von einer Oase zur anderen. Gestatten, der Traum eines jeden Nomaden: der "DesertLiner".

Die Augen werden groß, der Mund steht offen. Linus ist beeindruckt - er hat die nahe Zukunft vor der Nase. Allerdings hat der Dreijährige keinen echten "DesertLiner" vor sich, sondern nur ein kleines Modell des Wüstengiganten. Was Linus hier bestaunt, ist eines der vielen Exponate des "IdeenParks 2006" auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Hannover. Auf Initiative der Thyssen Krupp AG und Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) haben sich auf den knapp 30.000 Quadratmetern des Deutschen Pavillons rund 400 Top-Wissenschaftler, Erfinder, Tüftler und Studenten zusammengefunden, um neueste Technik begreifbar und erlebbar zu machen.

Nach dem großen Erfolg des "IdeenParks 2004" in Gelsenkirchen sollen nun auch in der niedersächsischen Hauptstadt zukünftige Mini-Einsteins animiert werden, sich mit Fragen zu beschäftigen wie: "Wann machen wir Urlaub auf dem Mars?", "Wie entsteht eine Stadt in der Wüste?" und "Wie bewahren wir unsere Schätze?". Der Technikpark ist in drei Bereiche aufgeteilt. Der "DesertLiner", dessen Original mit der Werft Blohm & Voss gebaut und der mit Brennstoffzellen oder Hybridtechnik angetrieben werden soll, ist im Schwerpunkt "Mobilität" zu finden. Weitere Themen der Mitmach-Ausstellung sind "Umwelt/Leben" und "Kreativität".

Die Erde bebt, die Welle kommt!

Mitmachen, selbst anfassen, Konsequenzen erfahren - das ist das Konzept des "IdeenParks". Unzählige kleine Experimente bringen den Besuchern Technik und Wissenschaft nahe. Windkanäle, Mikroskope, Pipetten, Flüssigkeiten, Stoffe und Materialien warten drauf, benutzt und erkundet zu werden. Wie zum Beispiel funktioniert eine Magnetschwebebahn? Ausprobieren und ab auf eine sieben Meter lange Bahn!

Die nächste Herausforderung wartet am Nachbarstand. Bevor ein Flugzeug schweben kann, muss es - na klar - erst einmal gebaut werden. Beim Spiel "Bau mit uns ein Flugzeug!" dürfen Daniel Düsentriebs selbst ran und ein virtuelles Flugzeug vom Materiallager bis zum Start entwickeln. Eindrucksvollstes Experiment ist die Simulation eines Erdbebens. An einer großen Wand können Jung-Forscher wie Linus die tektonischen Platten in Schwingung versetzen - was folgt, ist ohrenbetäubend. Der Boden wackelt, die Lichter an der Wand geraten ins Flackern und es ertönt ein atemberaubendes, böses Grollen und Scheppern. Zwei Meter neben der Wand fängt eine Hängebrücke gefährlich an zu schwanken. So erfahren selbst die Kleinsten, woran es liegt, dass die Erde wackelt.

Nicht nur für neugierige Kinder attraktiv

"Neugierige Menschen sind unser größtes Kapital. Spaß an Technik muss früh geweckt werden", sagt Thyssen Krupp-Chef Ekkehard Schulz mit Blick auf die bevorzugte Zielgruppe Kinder und Jugendliche. Technik wieder interessant zu machen, ist auch bitter nötig. So hat Bildungsministerin Annette Schavan gerade erst verkündet, dass schon 2010 rund 90.000 Ingenieure in Deutschland fehlen werden. Obwohl deutsche Ingenieure und Techniker einen hervorragenden Ruf genießen und Deutschland Europameister bei den Patentanmeldungen ist, bleibt die Effizienz der Jugendförderung aus. Fehlende Informationsstränge und verkalkte Behördensysteme sind schuld. Da kommt ein Technikforum wie das in Hannover gerade recht.

Der "IdeenPark" ist allerdings nicht nur für neugierige Kinder, sondern auch für deren Eltern und andere Technikinteressierte attraktiv. Wer in die Tiefe gehen und wissen möchte, wie Erdbeben vorausgesagt werden können oder wie Tsunami-Frühwarnsysteme arbeiten, kann sich an die zahlreich vertretenen Wissenschaftler wenden. Mit Glück kann man da schon mal an einen Nobelpreisträger geraten, der gelassen versucht, höhere Wissenschaft an den Otto-Normal-Bastler zu bringen. Begleitet wird die Technikschau von zahlreichen Vorträgen und Diskussionen unter der Leitung des TV-Journalisten Heiner Bremer.

Es gibt viel zu entdecken: Neugierige können mit einem digitalen Ohr hören, virtuell mit dem Lego-Roboter in die Tiefsee und mit der Tunnel-Vortriebsmaschine ins Gotthard-Massiv vordringen, den Weg der Erdwärme und des Ölsands zu Öl erleben, das Flattern der Vögel in die Flugzeugtechnik übersetzen, Venedig mit Spundwänden retten und Olympiasiegerin Susi Erdmann assistieren, wenn sie ihren technisierten 80.000-Euro-Bob auf Vordermann bringt.

Ein Blick in die Hexenküche

Weil Technik alleine manchmal kein Publikumsmagnet ist, konnten die Macher des "IdeenParks" viele Prominente für die Wissenschaftsschau zum Anfassen gewinnen. Zur feierlichen Eröffnungsgala am Wochenende war neben Moderator Günther Jauch, Verona Pooth und Henry Maske auch Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, nach Hannover gekommen. Weitere Prominenz aus Show und Politik hat sich angekündigt, am Freitag wird Kanzlerin Angela Merkel in Hannover erwartet.

Linus sind Promis total egal, er wagt viel lieber einen Blick in die Hexenküche. In der Experimentiershow erfährt er, warum ihm manchmal sprichwörtlich die "Haare zu Berge stehen", warum die blöden Spaghetti immer in mehr als zwei Teile brechen und wie sich ein zugeknoteter Luftballon aufblasen lässt. Sein Papa ist mehr an der "Space-Show" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) interessiert. Wie funktioniert ein Hitzeschild, was für Bilder macht die Spezialkamera, die auf der ESA-Raumsonde "Mars Express" eingesetzt wird? Echte Astronauten erklären diese und andere faszinierende technische Innovationen.

Alles nur Spielerei?

Spacig sieht auch das Wasserstoff-Rekordfahrzeug von BMW aus, Männer-Magnet im Bereich "Mobilität" mit alternativen Energien. Die 285 PS des 12-Zylinder-Motors katapultieren den Fahrer auf eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometer. Ob man irgendwann einmal so schnell und stylisch auf dem Mars umher cruisen wird? Nicht nur "höher, schneller, weiter" ist das Motto, auch "kleiner" wird es in der Zukunft. So gehört das Nano-Fußballspiel zu den Highlights des "IdeenParks". Der Spieler besteht dabei aus einer feinen Metallnadel, der Ball aus einem Kohlenstoffmolekül, einem "Buckyball". Durch Ansaugen wird der Ball aufgenommen, durch Luftabgabe wieder abgespielt und hoffentlich ins "Tooooor" bugsiert. Diese Technik könnte einmal die Basis für einen Nano-Computer sein, doch im Moment ist das noch Spielerei.

An Spielerei hat auch Linus Spaß. Am liebsten würde er sich den "DesertLiner" schnappen und auf dem Boden ein paar Runden mit dem Spitzen-Spielzeug drehen - "Zukunft zum Anfassen" im wahrsten Sinne des Wortes.

Der "IdeenPark 2006" auf dem Expo-Gelände in Hannover hat noch bis zum 28. Mai geöffnet. Besucher können sich von 10-18 Uhr Experimente, Exponate und TV-Shows (1, 2 oder 3; Prosieben-Wissenspreis) anschauen - der Eintritt ist frei.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.