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DVD-Formatstreit: Zwei Riesen mischen sich ein

Im andauernden Streit um die Nachfolgeformate für die DVD haben sich Microsoft und Intel für eine Seite entschieden: für HD-DVD statt Blu-ray.

Im Wettlauf um die Nachfolge der DVD bekommt der Standard HD-DVD gewichtige Unterstützung von Microsoft und Intel. Der Softwaregigant und der weltgrößte Chiphersteller traten der HD DVD Promotion Group bei, zu deren Mitgliedern neben Toshiba und NEC auch die Hollywood-Studios Paramount und Universal zählen. Mit HD DVD konkurriert das Format Blu-ray, hinter dem große Spieler wie Sony, Panasonic, Dell oder Apple sowie ebenfalls mehrere US-Filmstudios stehen. Angesichts der Marktmacht der Blu-ray-Unterstützer wurde das Format in der Branche bereits im Vorteil gesehen, der Beitritt von Intel und Microsoft zur Konkurrenz verteilt die Gewichte jedoch neu.

"Intel hat festgestellt, dass HD DVD den Anforderungen der Kunden am besten gerecht wird", sagte Intel-Manager Brendan Traw. Blair Westlake von Microsoft sagte, auch für Microsoft sei klar, dass HD DVD die höchste Qualität biete.

Um Videos in hoher Auflösung sehen zu können, reicht die Kapazität herkömmlicher DVDs nicht mehr aus. Daher ist die Entwicklung eines neuen Speichermediums mit deutlich höherem Volumen notwendig geworden. Die HD DVD hat nach heutigem Stand ein Speichervermögen von 30 Gigabyte, die Blu-ray disc von 50 Gigabyte. Versuche, einen Konkurrenzkampf der Formate zu vermeiden und die beiden Standards zu vereinen, sind bislang gescheitert.

DPA / DPA