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Flughafensicherheit: Haarscharf aneinander vorbei

Mit der starken Zunahme des Luftverkehrs weltweit können viele Flughäfen nicht mithalten: Allein auf den Pisten der europäischen Airports kommt es täglich zu zwei Beinahe-Zusammenstößen. Bessere Baukonzepte, deutlicher sprechende Fluglotsen und neue technische Leitsysteme müssen her.

Die Piloten der Boeing 757 kamen nochmal mit dem Schrecken davon. "UAL 1544. Stopp, stopp, stopp", rief der Fluglotse ins Mikrofon. Doch die Crew der United Airlines rollte weiter auf die Landebahn. Ihre Kollegen in einer Delta-Boeing hatten ihre Maschine bereits gelandet und starteten durch, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Die insgesamt 300 Passagiere in den beiden Flugzeugen entgingen nur um Meter einer Katastrophe.

Was im Juli auf dem Flughafen Fort Lauderdale in Florida passierte, gehört Experten zufolge zu den gefährlichsten Situationen in der Luftfahrt überhaupt. Seitdem der Luftverkehr wieder in der ganzen Welt wächst, wird das Problem ernster. Denn Flughäfen wollen ihre Kapazität mit neuen Lande- und Startbahnen erhöhen, werden damit für Piloten aber oft unübersichtlich. Dann steigt das Risiko, dass Cockpit-Crews unerlaubt auf Pisten rollen. In der Fliegersprache werden diese Vorfälle als "runway incursions" bezeichnet. Das Problem stehe ganz oben auf der Agenda, sagt der Sprecher des internationalen Dachverbandes der Pilotengewerkschaften IFALPA, Gideon Ewers.

Ältere Flughäfen können nicht mithalten

Weil ältere Flughäfen Schwierigkeiten hätten, mit dem rasanten Verkehrswachstum mitzuhalten, komme es immer häufiger zu gefährlichen Situationen. Zwar verlaufen die meisten Zwischenfälle glimpflich, doch wenn zwei Flugzeuge zusammenstoßen, sind die Folgen oft tödlich. Mit der schwersten Katastrophe der Luftfahrtgeschichte endete der Zusammenstoß zweier Jumbojets 1977 auf Teneriffa. Die Pilot einer KLM-Maschine wollte ohne Freigabe starten und raste in eine Boeing 747 der Pan Am, die noch auf der Startbahn war. Damals kamen 583 Menschen ums Leben. Seitdem ist es immer wieder zu tödlichen Unfällen gekommen, etwa am 8. Oktober 2001 in Mailand, als eine Linienmaschine der skandinavischen SAS mit einem deutschen Geschäftsreiseflugzeug auf der Startbahn kollidierte. 118 Menschen wurden tödlich verletzt.

Experten arbeiten mit Hochdruck daran, die Gefahr derartiger Unfälle zu verringern. Nach Angaben der europäischen Flugsicherungsbehörde Eurocontrol gibt es im Durchschnitt jeden Tag zwei "runway incursions" auf den 600 Zivilflughäfen in Europa. In den USA, wo die Statistik anders geführt wird, gab es in diesem Jahr bislang 182 Vorfälle. "Idealerweise würde man auf Landebahn-Querungen ganz verzichten", sagt der Flughafen-Experte von Eurocontrol, Paul Wilson.

In der Realität versuchten Flughäfen aber, mit aufwendigeren Leitsystemen und Vorschriften, die Gefahr eines Zusammenstoßes zu verringern. Eine Studie der US-Luftfahrtbehörde FAA ergab, dass es von 1997 bis 2000 auf dem durchdacht geplanten Dulles-Flughafen in Washington nur vier Vorfälle gab. Auf dem komplizierteren Flughafen von Los Angeles waren es dagegen 29.

Flugverkehr wird sich verdoppeln

Prognosen zufolge wird sich der Luftverkehr in den kommenden 10 bis 15 Jahren verdoppeln. Experten gehen auch von einem höheren Unfallrisiko aus. "Das Problem betrifft fast jeden Flughafen", sagt Wilson. Hauptursache sind nach Ansicht des Pilotendachverbandes schlecht geplante Flughäfen. Eine hohe Verkehrsdichte, komplizierte Betriebsabläufe, ungewöhnliche Markierungen und mangelhafte Englischkenntnisse kämen hinzu. Bei der Funkkommunikation liegt das Problem nicht nur bei den Piloten. Ausländische Cockpitbesatzungen beklagen etwa in den USA, dass die Fluglotsen verwirrende Abkürzungen benutzten oder zu lange Anweisungen gäben. Die Lotsen müssen den Piloten deswegen neuerdings klare Anweisungen geben, etwa den genauen Weg, um zur Startbahn zu gelangen.

Neues System in den Niederlanden

Behörden wie FAA oder Eurocontrol prüfen auch moderne Alarmsysteme, die drohende Zusammenstöße erkennen und rechtzeitig Piloten und Lotsen warnen. Ein derartiges System wurde vom National Aerospace Laboratory der Niederlande entwickelt. Auf dem Flughafen Amsterdam werden Lotsen auf ihren Bildschirmen mit blinkenden Symbolen und Tonsignalen vor drohenden Kollisionen gewarnt. Sie sehen den Verkehr außerdem in Echtzeit, während herkömmliche Radarsysteme eine Verzögerung von mehreren Sekunden haben. Beim Bau der sechsten Landebahn achteten die Planer darauf, Rollwege um die bestehenden Bahnen herumzubauen, wie der Sicherheitsexperte Bert Ruitenberg erläutert. Rote Warnlichter sollen Piloten davon abhalten, auf eine Piste zu rollen. Nach Ansicht von Ruitenberg sollten die Ampeln zum Standard werden. Er kritisiert, dass manche Flughäfen bei ihren Erweiterungen nur auf Kapazität Rücksicht nähmen. "Aber Planer werden merken, dass man lieber Rücksicht auf die Sicherheit nimmt, weil man so viele Probleme vermeiden kann."

Slobodan Lekic/AP / AP
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.