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Friedrichshafen: Die vernetzte Stadt

Wie Bürger in einer komplett vernetzten Stadt leben: Dieses Experiment startet in diesen Tagen am Bodensee. Als Siegerstadt des Telekomwettbewerbs "T-City" laufen die Vorbereitung verschiedener Projekten in Friedrichshafen auf Hochtouren. Ein Besuch.

Von Friederike Nagel

Neben dem Hauptgebäude der privaten Zeppelin University an der Seepromenade wächst ein futuristischer Glaskubus in die Höhe. "Das wird ein ultramodernes Vorlesungsgebäude", erklärt Eckhard Schröter stolz. "Unten sind Hörsäle und Seminarräume geplant, oben das Radiostudio und ein Raum für Videokonferenzen", sagt der Professor für Public Management und Governance und deutet auf den Rohbau, in dem sich Bauarbeiter zu schaffen machen. "Dort werden die Vorlesungen als Video mitgeschnitten." Die wiederum speisen Techniker genauso wie Studenten der Uni in das Datennetz einer großen virtuellen Bildungsplattform ein.

Die so genannte Podcast University will Bildung für ein breites Publikum nach dem Prinzip eines Supermarkts anbieten. Wer nicht vor Ort ist oder zur gegebenen Zeit ein Seminar nicht besuchen kann, klickt sich per Bildschirm von zu Hause durch das virtuelle Angebot und wählt den Vortrag von Professor und Uni Präsident Stephan Jansen zum Thema Internationale Unternehmensfusion. So soll die Universität auch für Bürger geöffnet werden.

Bildung am Bildschirm

Anders als bei einer Fernuniversität, setzt die Podcast University auf neue Medien. Bildung wird nicht mehr per Papier verbreitet, sondern über Video und Radio. Studenten planen ein eigenes, internetgestütztes Radioangebot. Ein spezieller Raum soll nur für Videokonferenzen genutzt werden. Entfernung spielen künftig an der Zeppelin University keine Rolle mehr.

Auch Schüler können die Angebote der Zukunfts-Uni nutzen. Ein Gymnasiast der Oberstufe kann beispielsweise einen Kurs in Physik an einem anderen Gymnasium belegen, wenn er an seiner Schule nicht angeboten wird. "Ob und was diese Angebote etwas kosten könnten, steht noch nicht fest", sagt Schröter. Im Sommer 2008 soll die Podcast-Uni fertig sein, rein studentische Projekt wie das Radio starten schon früher.

Friedrichshafen ist die "T-City"

Beide sind Teil eines ehrgeizigen Projekts der Telekom, das im vergangenen Jahr mit dem Ideenwettbewerb "T-City" begann, an dem 52 deutsche Städte teilnahmen und das der stern als Medienpartner begleitet. Friedrichshafen, der Preisträger, soll nun als erste deutsche Stadt rundum vernetzt werden. In das technische Pilotprojekt, das den knapp 60.000 Friedrichhafener Bürgern den Alltag erleichtern soll, will die Telekom bis zu 80 Millionen Euro investieren.

Dazu wurde die Stadt Mitte April an den ersten Teil eines Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen, das über neuverlegte Glasfaserkabel bis zu 25-mal mehr Daten transportieren, als ein derzeit gängiger 2-Mbit/s-Anschluss. Derzeit plant die Telekom in der Bodenseestadt rund 120 Kilometer der Hightech-Kabel zu verlegen. Das neue Mobilnetz HSDPA bringt schnellere Übertragungsraten per Funk. Informationen können so funkgestützt von einem Ort zum anderen geschickt werden.

Technik für alle Fälle

Die Technik soll aber nicht nur Bildungsinteressierten nutzen. Eine der Zukunftsideen der Stadt, die das Projektteam der Bewerbung um die T-City beifügte, ist ein funkgestütztes Verkehrsleitsystem, dass Autofahrer um Staus herum lotst. Ähnliche Systeme gibt es auch schon anderswo, allerdings hofft Friechdrichshafen durch die neue Technologie noch mehr Dienste anbieten zu können.

Bevor jedoch nicht der Rahmenvertrag mir der Telekom steht, will man keine Details verraten. Auch ein multimediales Stadtportal soll Wege ins Rathaus sparen. Wer beispielsweise einen Bauantrag stellen will, kann den Sachbearbeiter künftig auch von zu Hause aus sprechen, via Fernsehbildschirm. Durch die leistungsstarken Netze sind Multimedia-Anwendungen kein Problem mehr. So wie man heute schon über den Computer samt Bildübertragung mit jemanden telefonieren kann, soll das neue Stadtportal jeden Haushalt mit dem Rathaus vernetzten, per Knopfdruck.

Röntgenbilder sind passé

Entwicklungssprünge erhoffen sich auch Ärzte und Krankenhäuser von der Vernetzung. Röntgenbilder, die an einem Leuchtschrank hängen, sind in Friedrichshafen schon jetzt passé. Die Patientendaten werden künftig digital ausgetauscht. Um Patientenbedenken ernst zunehmen, will man auf besondere Sicherheitselemente setzen. Im Klinikum sieht man vor allem die Vorteile. "Wenn der Kollege in der Praxis nun auf unsere Bilder zugreifen kann, dann kann die Nachsorge einer schwerverletzen Hand dort viel leichter und in Abstimmung mit uns stattfinden", sagt Klinik Chef Johannes Weindel.

Im Herbst soll "T-City" mit den ersten Projekten starten. Welche genau aus dem zwei Ordner umfassenden Ideenkatalog der Stadt umgesetzt werden, das wird über den Sommer entschieden.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.