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Küchen-Hygiene Krusten und Schleim – so reinigen Sie Ihre Geschirrspülmaschine

Dieses Sieb ist nicht nur verschmutzt, schlechtes Waschmittel hat bereits den Kunststoff angegriffen.
Dieses Sieb ist nicht nur verschmutzt, schlechtes Waschmittel hat bereits den Kunststoff angegriffen.
© Marcutti / Getty Images
Braune Flecken unten an der Tür und Ablagerungen auf dem Geschirr? Dann wird es Zeit, die Geschirrspülmaschine zu reinigen. Und ein paar Gewohnheiten zu ändern, damit das Geschirr immer sauber wird.

Eine Geschirrspülmaschine muss häufiger gereinigt werden als eine Waschmaschine. Das ist auch kein Wunder, denn im Vergleich zur Wäsche werden Geschirr und Töpfe mit einer großen Menge an Verunreinigungen in die Maschine getan. Einfach leer heiß durchlaufen lassen, kann bei einer Waschmaschine nützen, beim Geschirrspüler hilft es nichts.

Problem beim Vorbeugen

Natürlich kann man auch von vornherein für eine saubere Spülmaschine Sorge tragen. Dann packen Sie Teller und Schüssel nur vorgespült in die Maschine, überladen das Gerät nie und lassen es häufig laufen. Doch beim Vorspülen scheiden sich die Geister. Es leuchtet jedem ein, dass die Maschine schön sauber bleibt, wenn nur sauberes Geschirr hineingeben wird, doch viele sagen: Wozu habe ich eine Maschine, wenn ich selber spülen soll. Auch die Ökobilanz stimmt nicht mehr, wenn Sie die Teller schon vorweg unter heißem Wasser abspülen.

Nicht immer ist Schmutz schuld

Die Spülmaschine wird gereinigt, damit schmutzige Reste aus den Kanten der Tür verschwinden. Die sehen eklig aus, beeinträchtigen die Reinigung aber nicht. Das Spülergebnis wird vom Schmutz in den Spülarmen und dem Filter beeinträchtigt. Doch wenn das Geschirr nicht sauber wird, kann das Malheur ganz andere Ursachen haben - wie etwa fehlendes Salz oder Klarspüler. Häufig wird die Maschine auch mit mehreren Schichten überladen, oder das Geschirr wird so eingeräumt, dass die Spülarme nicht rotieren können. Ein weiterer Klassiker: Grobe Handhabung führt dazu, dass die Kupplung der Wasserzufuhr für die obere Schublade nicht mehr greift, dann bekommt der obere Spülarm kein Wasser und kann nicht mehr reinigen. Verfärben sich die Kunststoffe oder die Metalloberflächen in der Maschine, ist das kein Schmutz. Die Verfärbungen sind auf das benutzte Geschirrspülmittel zurückzuführen.

Die Maschine stinkt

Gerüche entstehen meist nicht, weil die die Spülmaschine hoffnungslos verdreckt ist, sondern weil die Maschine zu selten angeworfen wird. Das Gehäuse schließt den Inhalt fast luftdicht mit den Lebensmittelresten auf dem Geschirr ab. Wenn die Maschine nun im Singlehaushalt tagelang nicht läuft, fängt der Inhalt an zu gären. Einzige Lösung: Sie müssen das Gerät jeden zweiten oder dritten Tag starten, auch wenn sich wenig Geschirr darin befindet.

Das Sieb verschleimt

Für die Reinigung müssen Sie die Körbe der Maschine entfernen. Das Projekt sollte also nach einem Durchlauf gestartet werden, dann wenn sich kein Geschirr in der Maschine befindet. Zunächst entfernen Sie dafür das Sieb am Boden. Meist ist es mit einem Bajonettverschluss arretiert. In dem Sieb wird grober Schmutz abgefangen, aber häufig bildet sich dort auch ein Schleim aus Reinigungsmitteln und Lebensmittelresten. Das Sieb müssen Sie in der Spüle schrubben, bis es blinkt. Die Senke im Boden der Maschine müssen Sie auswischen.

Spülarme verstopfen

Als nächstes werden die Spülarme kontrolliert. Die können sauber sein, doch in ihnen sammeln sich häufig Körner von Reis und Müsli und die Reste von Eierschalen. Diese Partikel kommen irgendwie in die Arme hinein aber nicht hinaus, weil sie zu groß für die feinen Düsen sind. Sie setzen die Düsen zu und das Geschirr wird nicht mehr richtig sauber. Typisch ist dann eine raue Oberfläche auf dem Geschirr, weil Schmutzpartikel beim Trocknen eingebrannt wurden.

Sind die Düsen verstopft, müssen Sie die Arme aus den Aufhängungen befreien. Das muss vorsichtig geschehen, damit die Clip-Verschlüsse nicht beschädigt werden. Jetzt benötigen Sie einen Draht oder eine dicke Nadel, um die Krümel aus den Düsen zu holen. Leider gelingt es fast nie, die Störenfriede nach draußen zu pulen. Sie fallen in den Arm. Den müssen sie unter dem Wasserhahn "fluten" und dabei versuchen die Krümel auszuspülen. Nicht nachlassen, bleiben die Reste im Arm, wird er beim ersten Gebrauch erneut verstopfen.

Tür und Falz verkleben

Wenn das geschafft ist, widmen Sie sich der Tür. An den Rändern und im unteren Falz sammelt sich Schmutz. Er tropft beim Beladen vom Geschirr herunter, bei geschlossener Klappe wird der Dreck aber nicht mehr von der Lauge erreicht und kann nicht weggespült werden. Mit der Zeit bilden sich Fettkrusten, die wegen der Hitze der Maschine schön festbacken. Es ist zu empfehlen, das Ganze mit warmem Wasser und einem Fettlöser feucht anzubürsten und zunächst einweichen zu lassen. Dann erneut bürsten und schließlich auswischen. Im unteren Falz sammelt sich der meiste Schmutz und er ist leider schwer zu erreichen. Zumindest dann, wenn Sie nicht die ganze Tür ausbauen wollen. Nehmen Sie eine alte Zahnbürste und versuchen Sie so in den Spalt zu kommen. Eine komplette Reinigung kann dauern. Das Gleiche wiederholen Sie mit den Scharnieren. Anschließend wird die Gummidichtung sanft gereinigt und abgewischt. Gehen Sie nicht zu grob vor, um die Gummis nicht zu beschädigen.

Zuletzt schrubben Sie die unteren Ecken des Innenraums und die Laufschienen der Körbe. Hier reicht eine Spülbürste aus. Wenn alles gereinigt wurde, clippen Sie die Spülarme wieder vorsichtig ein und setzen die Spülkörbe in die Maschine. Wenn Sie ganz gründlich sein wollen, lassen Sie die Maschine mit Spülmittel - aber ohne Geschirr und ohne den unteren Filter - einmal auf höchster Temperatur durchlaufen.

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