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Haushaltsgeräte im Check Stiftung Warentest prüft Waschmaschinen: Billig-Geräte brechen in der Prüfung zusammen

Viele Geräte fielen im Belastungstest  aus.
Viele Geräte fielen im Belastungstest  aus.
© Kerkez / Getty Images
Waschen können sie alle, aber manchen Geräte geht schnell die Puste aus. Im Dauertest brachen die Kandidaten reihenweise zusammen. Gute und haltbare Maschinen gibt es erst ab 500 Euro.

Häufig können bei den Prüfungen der Warentester billige Produkte die teure Markenkonkurrenz deklassieren. Aber nicht bei den Waschmaschinen. Den Dauertest bestand kein Modell in der Preisklasse unter 490 Euro. Immerhin 11 von 48 Maschinen machten schlapp.

Also Finger weg von den absoluten Billigangeboten. Der Test bildet die ganze Preispalette ab, die Preise beginnen bei 320 und reichen bis 1010 Euro. Getestet wurden ausschließlich Frontlader. Wegen der Umstellung der EU-Energielabel, gab es etwas Konfusion im Testfeld. Einige Geräte wurden bereits nach der neuen strengen Regelung ausgezeichnet, andere warben noch mit einem A-Siegel nach der alten laxen Norm. Tatsächlich schaffen es nur wenige Geräte in die neue A-Klasse.

Wichtig auch zu wissen: Die offizielle Verbrauchsangaben beziehen sich ausschließlich auf das Sparprogramm Eco 40-60. Über andere Programme sagen sie nichts aus. Die Warentester bringen ein Beispiel an. Im Sparprogramm verbraucht ein Gerät für rund 17 Cent Wasser und Strom. Wechselt man auf das 60-Grad-Normalprogramm werden es 64 Cent. Ein Preisaufschlag von 400 Prozent. Die Warentester sind so realistisch, für ihre Bewertung einen Mix verschiedener Waschprogramme zugrunde zu legen.

Das Temperatur-Problem

Wer Keime abtöten will, muss die Öko-Programme ohnehin meiden, sondern das 60-Grad-Normalprogramm benutzen. Denn auch wenn 60 Grad draufsteht, waschen die Sparprogramme nur mit 30 bis 60 Grad.

Neben den Versagern im Dauertest gab es Probleme beim Schutz von Wasserschäden. Zwei Maschinen von Bauknecht, einer Privileg und zwei Gorenje-Modellen fehlten die Bodenwanne, die vor Wasserschäden schützt. In der Wanne soll sich Leckwasser sammeln, ein Sensor reagiert auf Wasser in der Wanne und stoppt die Zufuhr aus der Leitung.

Werden diese Maschinen ohne Wanne undicht, läuft Wasser immer weiter aus. Das kann dazu führen, dass die Wassermenge einer ganzen Wäsche auf einmal freigesetzt wird, oder aber auch, dass dauerhaft unbemerkt kleinere Mengen in den Boden sickern.

Gut und haltbar

Die Warentester empfehlen die Bosch WUU28T40 für 570 Euro und die baugleiche Siemens WU14UT40 für 600 Euro. In der Dauerprüfung schnitten sie mit sehr gut ab (1,0) im Gesamturteil erreichten sie 1,6 – das entspricht der Note gut. Auf das gleiche Ergebnis kommt die Miele WWD320 WPS. Sie kostet allerdings 1010 Euro. Der hohe Preis relativiert sich etwas. Miele gibt an, seine Geräte für eine weitaus längere Lebensdauer auszulegen als die Konkurrenz. Aus praktischen Gründen kann dieses lange Leben aber nicht in dem simulierten Dauertest nachgeprüft werden.

Ärger bei der Montage

Neben dem Test weist der Bericht auf ein weiteres Problem hin. Ein Fünftel der Befragten gab an, dass es Probleme mit den Monteuren gab, als die neue Maschine angeliefert wurde. Auch wenn Montage und Entsorgung des Altgeräts bezahlt waren, versuchten sich die Dienstleister mit solchen oder ähnlichen Ausreden zu drücken: "Der Techniker meinte, der Anschluss wäre so einfach, das könnte man selbst machen (obwohl Anschluss „Monteur bezahlt!)". 

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