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Studienergebnis Digitale Kinderbücher sind Ergänzung aber kein Ersatz


500 Eltern mit mindestens einem Kind im Alter zwischen zwei und acht Jahren wurden in der Studie befragt. Fast 90 Prozent sahen E-Books als "tolle Ergänzung".Ein Ersatz für Bücher sind sie aber nicht.

Digitale Kinderbücher sind einer neuen Studie zufolge keine Konkurrenz für gedruckte Exemplare, werden von Eltern aber als sinnvolle Ergänzung genutzt. Digitale Medien böten ein "hohes Potenzial", das Vorlesen noch "selbstverständlicher und vielfältiger" in den Alltag von Familien zu integrieren, lautet das Fazit einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Untersuchung der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung "Zeit" und der Deutschen Bahn. "Kurz gesagt: Bücher sind fürs Kuscheln, Apps für die Bahnfahrt oder das Wartezimmer", erklärte Bahnchef Rüdiger Grube.

Für die Studie wurden 500 Eltern mit mindestens einem Kind im Alter zwischen zwei und acht Jahren befragt. Der Studie zufolge sagten fast 90 Prozent der befragten Eltern, dass Bilder- und Kinderbuch-Apps für Tablet-Computer, Smartphones oder E-Book-Reader eine "tolle Ergänzung" seien, das gedruckte Buch aber nicht ersetzen könnten. Die unkomplizierte Weise, in der die heutige Elterngeneration die elektronischen Angebote nutze, biete damit neue Chancen für die Leseförderung, erklärten die drei Auftraggeber anlässlich des bundesweiten Vorlesetags am 16. November.

Unter anderem könnten mit digitalen Kinderbüchern Familien erreicht werden, bei denen Lesen und Vorlesen einen geringen Stellenwert habe und die als formal niedrig gebildet gälten. Denn Smartphones und Tablet-Computer seien bei diesen statistisch ebenso weit verbreitet wie in den befragten Familien mit formal höherer Bildung.

Der Weg über elektronische Medien könne zudem auch ein Weg sein, Väter mehr für das Vorlesen zu interessieren, resümierten die Autoren der Studie. Denn Männer begeisterten sich stärker für Technik und nutzten häufiger elektronische Medien.

amt/AFP AFP

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