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Henriette Hell: Was ich über Sex gelernt habe: (Unfreiwilliger) Selbstversuch: Sex-Detox

Haben Sie mal probiert, einen Tag lang gar nicht an Sex zu denken? Hm? Machen Sie mal. Sie werden sich wundern ...

Junges Paar im Bett, er liest auf dem Tablet

Er hat die Nase voll von ihr. Eigentlich.

Ich habe hier einen klaren Auftrag: Jede Woche soll ich über meine neuesten Erlebnisse und Erkenntnisse rund ums Thema Sex schreiben. Immer nur über Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, Sex. Das ist gar nicht so einfach, kann ich Ihnen sagen. Im Moment habe ich zum Beispiel erschreckend wenig Sex. Das liegt zum einen an der EM (in den letzten Tagen waren die Straßen ab 20 Uhr ja wieder wie leergefegt). Außerdem ist der einzige Mann, der mir (sexuell) etwas bedeutet, nach San Francisco abgehauen. Er sagt, er hat keinen Bock mehr auf mich. Vorerst. Naja, was soll's. Nehme ich die gegebenen Umstände eben als Anlass für einen kleinen – tada! – Sex-Detox. Körperlich und geistig. Los geht’s:

7:11 Uhr, im Bett: Gähn! Mist, schon halb acht?! Ich muss aufstehen. Ach, was soll’s, noch mal kurz umdrehen. Und mir vorstellen, wie es wäre, wenn Dingsbums jetzt hier wäre zum Ankuscheln und ... HALT! STOPP! Kalte Dusche.

7:22 Uhr, unter der Dusche: Muss ich mir heute die Beine rasieren? Mal überlegen. Ähm, nö. Keine wichtigen (erotischen) Termine. Schade! Na ja, ich rasiere sie trotzdem mal. Vielleicht will Dingens ja heute Abend mit mir ... HALT! STOPP! Abtrocknen.

8:06 Uhr, in der S-Bahn: Warum vernachlässigen manche Leute ihre Körperpflege bloß dermaßen? Was, bitte, ist so schwer daran, Deo zu benutzen? Kapier’ ich nicht ... Oh, hoppla! Wen haben wir denn da? DER sieht ja heiß aus. Ob der sich neben mich setzen will? HALT! STOPP! Endstation.

10.24 Uhr, im Büro: Worüber schreibe ich denn heute mal? Hm ... Oh, der sexy Typ aus dem Büro nebenan ist gerade in die Kaffeeküche gegangen. Ich hol’ mir auch mal kurz Nachschub. Boah, hat der muskulöse Arme, damit kann der einen bestimmt total easy hochheben und ... HALT! STOPP! Zurück an den Schreibtisch.

13:52 Uhr, Mittagspause: Ich suche in einem Kaufhaus nach Stramplern. Plötzlich spricht mich ein Mann an: "Na? Gerade ein Baby bekommen?" Ich: "Nö, ist nicht für mich." Er: "Ich kann dir eins machen, wenn du willst!" AAAHHH! Raus hier.

15:39 Uhr, zurück im Büro: Puh, viel zu tun heute. Oh, eine Whatsapp-Nachricht von IHM! Oh, er schreibt, dass er mich vermisst. Verdammt, wenn ich doch jetzt bei ihm wäre – ich wette, wir würden das Hotel zwei Wochen lang nicht verlassen und es in jedem Winkel seines Zimmers miteinander ... HALT! STOPP! Tippen, Henriette, du musst tippen.

18:23 Uhr, beim Einkaufen: Krass, die verkaufen jetzt bei XY (Name der Supermarktkette bekannt) auch Vibratoren. Das gibt’s nicht. Wer kriegt denn bei diesem fiesen Neonlicht Lust auf Sex? Etwa beim Anblick von Bio-Zucchinis und Salatgurken, oder wie?! HALT! STOPP! Bezahlen.

21:17 Uhr, beim Fußballgucken: Ob ich wohl einen gute Spielerfrau wäre, zum Beispiel für meinen Liebling Schweini? Hm, Modelmaße habe ich schon mal nicht. Außerdem: Ein Mann, der nonstop Sport treibt, ständig auf seine Ernährung achten muss und quasi nie Alkohol trinken oder am Wochenende auf'n Swutsch gehen darf?! Nee, das wäre mein persönlicher Albtraum. Obwohl Jogis Jungs mit Sicherheit eine waaahnsinnige Ausdauer haben ... HALT! STOPP! Halbzeit.

Fazit: Eine deutsche Studie besagt, dass Männer alle 30 Minuten an Sex denken. Frauen hingegen "nur" sieben Mal am Tag. Ich allerdings deutlich öfter. Und das ist auch gut so. Ich buch’ mir jetzt nämlich ein Ticket nach San Francisco ... 

9 Fakten über Sex: In welchen Punkten sich Frauen und Männer wirklich unterscheiden


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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(