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Konjunktur: Konsumlaune bessert sich leicht

Kurz vor Weihnachten haben die deutschen Verbraucher wieder mehr Lust, einkaufen zu gehen. Ihre größte Sorge bleibt die steigende Teuerung, wegen der sie kräftige reale Einkommenseinbußen befürchten.

Erstmals seit einem halben Jahr hat sich die Kauflaune der Deutschen wieder etwas aufgehellt. Grund ist die deutlich gestiegene Bereitschaft, im Weihnachtsmonat Dezember neue Dinge anzuschaffen, teilte die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit. Das GfK-Konsumklima stabilisierte sich bei 4,5 Zählern nach 4,4 Punkten im Vormonat. Die rund 2000 befragten Verbraucher blicken allerdings skeptisch ins neue Jahr. Ihre größte Sorge bleibt die steigende Teuerung, wegen der sie kräftige reale Einkommenseinbußen befürchten.

"Die Verbraucher beabsichtigen, die Kaufzurückhaltung der letzten Monate zumindest teilweise aufzugeben", teilten die Marktforscher mit. Der Indikator für die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen erholte sich auf minus 10,7 Punkte von minus 21,8 Zählern. Damit liegt der Wert allerdings immer noch deutlich unter dem Vorjahresniveau von fast 60 Punkten. Der Rückgang aus dem Vormonat wurde aber mehr als wettgemacht. Ende 2006 fielen die Deutschen in einen kleinen Konsumrausch, weil sie wegen der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung größere Anschaffungen vorzogen.

Sinkende Kaufkraft befürchtet

Die Konjunkturstimmung trübte sich zum siebten Mal in Folge ein, allerdings nur noch leicht. "Die Chancen auf ein Ende des rückläufigen Trends bei den Konjunkturaussichten sind im Dezember gestiegen", hieß es. Der Indikator für die Konjunkturaussichten sank leicht auf 23,6 von 24,1 Punkten. Das vergleichsweise hohe Niveau deute darauf hin, dass die Verbraucher die Konjunktur im Grundsatz positiv beurteilten und keine Rezession befürchteten. Insgesamt seien die Negativschlagzeilen wegen der Finanzkrise sowie des hohen Euro aber Belastungsfaktoren für 2008, die auch auf die Stimmung drücken könnten.

Wegen der hohen Teuerung befürchten die Verbraucher eine sinkende Kaufkraft. Der Indikator für die Einkommenserwartung sank deshalb auf minus 1,7 Zähler. Insgesamt zeichnen die Forscher aber ein positives Bild: "Die Entwicklung bietet gute Chancen, dass sich die Binnennachfrage im kommenden Jahr spürbar beleben kann." Voraussetzung sei aber, dass von der Politik keine neuen Belastungen auf die Verbraucher zukämen.

Reuters / Reuters
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