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Ost-Erweiterung: Starke Unterschiede bei Immobilien der neuen EU-Länder

Mit der EU-Erweiterung am 1. Mai hat sich auch der europäische Immobilienmarkt geöffnet. Doch derzeit gibt es in den zehn neuen EU-Staaten kaum einheitliche Regelungen.

Seit dem 1. Mai gehören Tschechien, Malta, Polen, Ungarn, Zypern, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien und die Slowakei zur EU. Aber Preise, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Angebot und Nachfrage sind sehr unterschiedlich.

Tschechien: Fünfjährige Übergangsfrist

In Tschechien existiert für viele Wohnungen eine Preisbindung. Vor allem im Prager Zentrum sind die Preise für Geschäftsflächen überdurchschnittlich hoch, da in der denkmalgeschützten Altstadt wenig Gewerberaum zur Verfügung steht. Große landwirtschaftliche Nutzflächen im westböhmischen Grenzgebiet wurden über eine tschechische Filiale bereits in den vergangenen Jahren an bayerische Landwirte verkauft. Um einen "Ausverkauf" zu verhindern, gibt es eine Übergangsfrist: In den ersten fünf Jahren nach dem Beitritt dürfen Ausländer keine Immobilien in Tschechien erwerben.

Malta: Restriktionen beim Immobilienkauf

Auch auf Malta hat die Regierung Restriktionen für den Kauf von Immobilien durch Ausländer durchgesetzt. Obwohl die Immobilienpreise seit Jahren steigen, steht etwa ein Viertel aller Häuser und Wohnungen leer. Grund ist ein Gesetz, das Mieten auf dem Niedrigst-Niveau einfriert. Wohnungen sind zum Teil zu einem Spottpreis von umgerechnet 75 Euro pro Jahr zu mieten. Gleichzeitig können Ferienwohnungen aber zwischen 250 und 2500 Euro monatlich kosten.

Polen: Genehmigung für Hauskauf

Um ein Haus in Polen zu kaufen, brauchen Ausländer eine Genehmigung des Innenministeriums - und bekommen es mit der unberechenbaren polnischen Bürokratie zu tun. Makler in Niederschlesien gehen sogar davon aus, dass Polen nach der Marktöffnung Häuser in Ostdeutschland erwerben: Dort seien die Preise deutlich niedriger als etwa in Breslau (Wroclaw). Die Nachfrage nach erschwinglichen Wohnungen ist in Polen größer als das Angebot, hingegen stehen viele Wohnungen in Luxus-Appartementhäusern leer.

Ungarn: Steigende Mieten in Budapest

In Ungarn sind die Preise seit 2001 wegen eines Überangebots gesunken. Ausländische Investoren erwarten, dass sie nach dem EU-Beitritt wieder steigen und sich an das Niveau im Nachbarland Österreich angleichen, wo sie derzeit um bis zu 30 Prozent höher liegen. In Budapest, dem interessantesten Immobilienmarkt, lag der Spitzenmietpreis für Wohnungen bei umgerechnet 17,90 Euro pro Quadratmeter im Monat, bei Büros zwischen 14 und 18 Euro. Mitte 2003 standen bis zu 25 Prozent der Immobilienflächen leer, bei Büros ging der Leerstand von 22 auf 20 Prozent zurück.

Zypern: Hohe Leerstände

Mit großen Leerständen hat auch Zypern zu kämpfen - Häuser und Wohnungen gibt es im Überfluss. Der Preis für ein Haus liege um rund 30 Prozent unter den deutschen Preisen. Bei Gewerbeimmobilien erhofft sich die Branche auf Grund der günstigen Lage für Geschäfte im Nahen Osten einen Aufschwung. Im geteilten Zypern lauert für Investoren eine besondere Gefahr: Wer Immobilien im türkisch-besetzten Norden kauft, läuft Gefahr, sie bei Lösung der Zypernfrage zu verlieren, falls das Haus vor 1974 einem Griechen gehört hat.

Slowakei: Markt 'überheizt'

In der slowakischen Hauptstadt Bratislava gilt der Immobilienmarkt längst als "überheizt". Allein die Spekulationen um mögliche Preissteigerungen nach dem EU-Beitritt trieben die Preise in die Höhe, so dass Experten jetzt eher mit einer Stagnation oder einem Umkippen nach unten rechen. Der Großraum Bratislava hat bei den Preisen längst EU-Standard erreicht, vielfach sind Wohnungen und Geschäfte teuerer als in angrenzenden österreichischen Kleinstädten. In den ländlichen Gegenden ist die Nachfrage eher gering. Dort kostet ein Baugrundstück in einer mittelgroßen Stadt umgerechnet nur rund 5 Euro pro Quadratmeter, in Vorstadtbezirken von Bratislava dagegen bis zu 150 Euro pro Quadratmeter.

Baltikum: Nachfrage übersteigt Angebot

In den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen übersteigt die Nachfrage nach Immobilien nach wie vor das Angebot. Durch die erst seit wenigen Jahren bestehenden Möglichkeiten für langfristige Kredite bekam der Immobilienmarkt starke Impulse. In den Hauptstädten liegt der Quadratmeterpreis für Neubauten um die 1000 Euro. Nach Preissteigerungen von mehr als 10 Prozent pro Jahr bereits in den vergangenen Jahren erwarten die Makler durch große wirtschaftliche Wachstumsraten ein weiteres Anziehen der Preise. (dpa)

DPA

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.