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Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst: Angestellte Lehrer streiken ab Dienstag bundesweit

Die Gewerkschaften hatten die Bevölkerung schon darauf eingestimmt, jetzt ist es amtlich: Im öffentlichen Dienst kommt es ab der kommenden Woche zu Streiks. Den Anfang machen ab Dienstag die Lehrer.

Verdi-Chef Frank Bsirske wird vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen in Potsdam von Gewerkschaftern begrüßt

Verdi-Chef Frank Bsirske wird vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen in Potsdam von Gewerkschaftern begrüßt

Nach den vorerst ergebnislosen #link;http://www.stern.de/politik/deutschland/im-oeffentlichen-dienst-stehen-warnstreiks-bevor-2176524.html;Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst# der Länder gibt es ab Dienstag bundesweite Warnstreiks der Lehrer an den Schulen. Das teilten die Gewerkschaften Verdi und GEW am Freitag in Potsdam mit. Schon vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde hatte Verdi-Chef Frank Bsirske gewarnt: "Da ist eine Menge potenzieller Sprengstoff drin."

An den Schulen gehen nur die angestellten Lehrer in den Ausstand, verbeamtete Lehrer streiken nicht. Besonders viele angestellte Lehrer arbeiten in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, diese Bundesländer werden daher besonders stark von den Streiks betroffen sein. Eltern in Hessen brauchen keine Angst vor Streiks zu haben, da Hessen von den aktuellen Tarifverhandlungen ausgenommen ist. Informationen über einen genauen Ablauf des Streiks oder mögliche Schulausfälle, sind bisher nicht bekannt.

In den einzelnen Ländern soll an unterschiedlichen Tagen gestreikt werden, in Berlin etwa ab Dienstag. In Nordrhein-Westfalen, wo rund 40.000 tarifbeschäftigte Lehrkräfte arbeiten, soll von Dienstag bis Donnerstag an verschiedenen Orten gestreikt werden. Den Anfang macht der Regierungsbezirk Düsseldorf. Die GEW Baden-Württemberg kündigt Streiks erst ab der zweiten Märzwoche an. Dort sind rund zehn Prozent der 120.000 Lehrer angestellt und somit von den Warnstreiks betroffen.

Nächste Verhandlungsrunde erst Mitte März

Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Die Hauptgründe für das vorläufige Scheitern sind starke Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und über die tarifliche Eingruppierung der Lehrer. Die Altersvorsorge ist im öffentlichen Dienst Standard, soll aber wegen hoher Kosten reformiert werden. Die bundesweit 200.000 angestellten Lehrer sollen besser tarifvertraglich abgesichert werden - uneins sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Höhe.  

Auch an Uni-Kliniken, in Straßenmeistereien und in der Justiz stehen Streiks unmittelbar bevor. Die nächste Gesprächsrunde ist für Mitte März angesetzt. Verhandelt wird für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Die Gewerkschaften fordern zudem eine Übertragung des Ergebnisses auf die rund zwei Millionen Beamten und Pensionäre. 

tim/DPA / DPA

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.