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Retter in der Not: Uber-Fahrer bringt Frau 300 Kilometer zum 100. Geburtstag ihrer Tante – und fährt allein zurück

Kerry Maggard war verzweifelt, weil sie wegen eines Flugausfalls nicht zum 100. Geburtstag ihrer Tante kommen konnte. Ein selbstloser Uber-Fahrer wurde zum Retter.

Es ist ein langer Weg von Los Angeles an der Westküste der USA bis in das Städtchen Edgerton im Bundesstaat Minnesota, der im Norden des Landes an Kanada grenzt. Doch zu einem besonderen Anlass wollte Kerry Maggard die Reise auf sich nehmen – ihre Tante Ann, die in Edgerton wohnt, feierte ihren 100. Geburtstag. Die Party wollte sich Maggard natürlich nicht entgehen lassen. Leider erwies sich die Anreise als noch schwieriger als erwartet.

Weil aufgrund eines Sturms ihr Flug ausfiel, blieben Kerry Maggard und ihre Schwester Deb am Flughafen in Minneapolis stecken. Sie fürchteten schon, den Geburtstag ihrer Tante zu verpassen, erzählten sie dem Fernsehsender CNN, da kam ihre Rettung in Person des Uber-Fahrers Jesus Florentino. Der Mann fuhr die Schwestern kurzerhand mehr als 300 Kilometer zu ihrer Tante.

Uber-Fahrer wird zum Retter in der Not 

"Wir waren wirklich am Boden", beschrieb Maggard ihre Gemütsverfassung am Flughafen. Alle späteren Flüge seien ausgebucht gewesen, auch Leihwagen seien nicht mehr verfügbar gewesen. "Da wird man kreativ", schrieb sie auf Twitter. In ihrer Verzweiflung habe sie eine Anfrage bei Uber gestellt – die Hoffnung, dass ein Fahrer sich für diese lange Strecke melden würde, sei aber sehr klein gewesen. Umso größer die Überraschung, als sich über die App ein Fahrer mit Namen Jesus ankündigte. "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass meine Gebete so wörtlich beantwortet würden", sagte Maggard.

Fahrer Jesus Florentino sagte CNN, er habe zunächst nicht gesehen, wohin die Reise gehen sollte. Dann aber willigte er sofort ein: "Ich hatte das Gefühl, dass sie unbedingt zu diesem Geburtstag mussten und das Fahren macht mir Spaß. Es hat also ganz gut gepasst." Vier Stunden dauerte die Fahrt, anschließend musste Florentino noch einmal 300 Kilometer zurückfahren – insgesamt nahm der Fahrer also deutlich mehr als 600 Kilometer auf sich, um den Schwestern die Feier mit ihrer Tante zu ermöglichen. "Es ist ein wichtiger Anlass, und wenn ich an ihrer Stelle gewesen wäre, hätte ich mich auch sehr gefreut, wenn mich jemand dorthin gebracht hätte."

Einen Fahrgast hatte Florentino auf dem Rückweg übrigens nicht. Für ihn kein Problem: "Ich bin ein Fahrer, das ist nun mal mein Job."

Quellen: Kerry Maggard auf Twitter / CNN

epp

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