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Leicht, herzhaft, lecker Original indisches Naan: Rezept für das Brot aus der Pfanne

Naan-Brot liegt übereinander gestapelt auf einem Holztisch
Aromatisch, leicht und knusprig. Naan-Brot schmeckt als Beilage zu Currys, Suppen, Eintöpfen oder als Teil der Mezze.
© bhofack2
Naan ist bekannt für seine unverwechselbare Konsistenz, das indische Pfannenbrot erfreut sich großer Beliebtheit. Kein Wunder: Warm und frisch aus dem Ofen schmeckt es luftig-weich und trotzdem knusprig. Das Rezept.

Indien und das Naan-Brot gehören zusammen wie Salz und Pfeffer. Das fluffige Pfannenbrot ist überall im Land zu finden, und auch hierzulande steht es auf so gut wie jeder Speisekarte indischer Restaurants. Kein Wunder, schließlich ist das aus Nordindien stammende Naan vielseitig. Es lässt sich schnell mit wenigen günstigen Zutaten zubereiten und ist sehr schmackhaft.

Das Rezept für indisches Naan-Brot ähnelt dem des arabischen Fladenbrotes, trotzdem finden sich regionale Unterschiede. Einige indische Bäcker verwenden Hefe, andere Sauerteig oder gar Natron. Naan wird traditionell mit Joghurt hergestellt – so erhält es seine charakteristische helle, leichte Konsistenz und die weiche Kruste.

Naan – ein traditionsreiches Brot 

Naan ist eine Brotsorte, die vor allem in Süd- und Zentralasien als Beilage zu heißen Speisen gegessen wird – also in Indien, Pakistan und Bangladesch sowie in Afghanistan, Usbekistan oder Tadschikistan. Das Wort "Naan" stammt ursprünglich aus dem Persischen und bedeutet "Brot". Der Name verbreitete sich später in den Nachbarsprachen auf dem indischen Subkontinent und bei den Turkvölkern Zentralasiens.

Naan wird mit Vorliebe zu Gerichten wie Curry oder Eintopf gereicht, da es die Soße durch seine lockere und fluffige Beschaffenheit hervorragend aufnehmen kann. Im Gegensatz zu anderen indischen Brotsorten wird Naan aus gesäuertem Teig hergestellt. Für die Säuerung sorgen traditionell Joghurt, Hefe oder Natron. Der Grundteig besteht heute meist aus einem Vollkorn-Weizenmehl, dem sogenannten Atta, welches dafür bekannt, dass es Teige besonders elastisch macht. So lässt sich der Fladen vor dem Backen sehr dünn ausrollen.

Naan-Brot als Besteckersatz?

Traditionell werden die Teigfladen über offener Glut in einem Tandoor gebacken. Ein Tandoor ist ein spezieller, mit Holzkohle oder Gas beheizter Glutofen. Zum Backen werden die geformten Teigfladen auf die Wände des heißen Ofens gelegt. So entstehen die – für das Naan so typischen – leicht verbrannten Stellen. Sobald die Brote aus dem Ofen kommen, werden sie traditionell mit Ghee oder normaler Butter, bestrichen.

Gut zu wissen: In vielen Ländern Asiens ist Naan-Brot nicht nur eine sättigende Beilage, sondern dient oftmals auch als Besteckersatz. Dafür bricht man ein Stück des Teiges ab und greift so nach den jeweiligen Speisen. Dabei wird vorrangig die rechte Hand verwendet, da in vielen Kulturen Asiens und Afrikas – unter anderem auch in Indien – die linke Hand als unrein gilt.

Vielseitig einsetzbar

Naan ist köstlich und vielseitig: innen locker-leicht und außen knusprig. Das aromatische Fladenbrot wird neben warmen Speisen wie Currys vor allem zu indischen Dips, Chutneys und Soßen gereicht. Es eignet sich zudem zum Füllen oder als Basis für einen Wrap. Gefüllt mit beispielsweise Fleischstücken, Salat und verschiedenen Soßen zeigt es sich von seiner besten Seite. In Großbritannien gibt es mittlerweile sogar einen Naan Burger – hierbei ersetzt das Fladenbrot die typischen Burger-Buns.

Nach indischer Tradition wird Naan jedoch einfach zerrissen und ungezwungen in großer Runde geteilt – gemeinsam genossen mit den Liebsten schmeckt es so doch am besten.

Rezept für ein original indisches Naan-Brot

Zutaten

  • 150 ml lauwarme Milch
  • 4 Teelöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Trockenhefe
  • 500 g Mehl, Type 405
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • ½ Teelöffel Salz
  • 1 Ei (Größe L)
  • 150 Milliliter Joghurt (vollfett)
  • 2 Esslöffel Pflanzenöl (zum Beispiel Rapsöl; Alternativ: geschmolzene Butter)
  • Mehl zum Ausrollen
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Zubereitung

  1. Die Milch in eine Schüssel gießen und einen Teelöffel Zucker sowie die Hefe einrühren. Für circa 20 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen, bis die Hefe sich aufgelöst hat und die Mixtur schaumig wird.
  2. Das Mehl in eine Rührschüssel geben und einen halben Teelöffel Salz und das Backpulver untermischen. Drei Teelöffel Zucker hinzugeben.
  3. Erst das Ei und dann den Joghurt leicht aufschlagen.
  4. Die Milch mit der aufgelösten Hefe, den geschlagenen Joghurt und das geschlagene Ei sowie zwei Esslöffel Pflanzenöl zu den trockenen Zutaten geben.
  5. Alle Zutaten für zehn Minuten durchkneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist.
  6. Ein wenig Öl in eine Schüssel geben und die Teigkugel darin herumrollen. Die Schüssel dann mit Frischhaltefolie bedecken und den Teig an einem warmen Ort circa eine Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  7. Den Teig erneut durchkneten, in sechs gleich große Kugeln teilen und mit einem Tuch bedecken.
  8. Die erste Kugel mit etwas Mehl dünn ausrollen.
  9. Die Herdplatte auf höchste Stufe stellen und eine große beschichtete Pfanne heiß werden lassen.
  10. Den Fladen ohne Öl in die Pfanne geben und auf einer Seite braten, bis er Blasen wirft.
  11. Umdrehen und die andere Seite kurz bräunen.
  12. Warm servieren!

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