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Burger-Rezepte: Vier Burger, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten

Wer einmal in einem American Diner Burger genossen hat, weiß: Die Bandbreite ist riesig, die Burger-Idee vielseitig. Selbst ein Bayern-Burger schmeckt vorzüglich.

Ein fliegender Burger, bei dem die einzelnen Zutaten zu sehen sind

Jede einzelne Zutat entscheidet darüber, welche Geschmacksrichtung heraussticht. Kaum ein Gericht lässt sich so vielseitig zubereiten wie der Burger.

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Hamburger, klassisch

Für 4 Burger

Zutaten

175 g Salatgurke
1 EL Zucker
Salz
Cayennepfeffer
1 EL Essig
6 Scheiben Bacon (ca. 100 g)
2 große Tomaten
1 Gemüsezwiebel
700 g schieres Rumpsteak am Stück
75 g Schalotten
2 EL Senf
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 Sesam-Burger-Brötchen
3 EL Öl
4 EL Mayonnaise
8 EL Ketchup
einige Blätter Eisbergsalat
4 Scheiben Cheddar (60 g)

Zubereitung

1. Die Gurke ungeschält in dünne Scheiben schneiden. Zucker, 1 TL Salz, Cayennepfeffer und Essig in einer Schüssel verrühren. Die Gurkenscheiben darin einlegen und ca. 30 Minuten ziehen, anschließend auf einem Sieb abtropfen lassen. Die Baconscheiben quer halbieren. Die Tomaten in 8 dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel abziehen und in dünne Ringe schneiden.

2. Das Rumpsteak mit einem großen, scharfen Messer zuerst in sehr dünne Scheiben, dann in ganz kleine Würfel schneiden und zum Schluss noch einmal durchhacken. Die Schalotten abziehen und sehr fein würfeln. Das Fleisch mit Schalotten, Senf, Salz und Pfeffer gut verkneten und aus der Masse 4 flache Frikadellen von 2 cm Höhe formen. Die Brötchen durchschneiden und im Ofen erwärmen. Eine Grillpfanne mit Öl einpinseln und stark erhitzen. Die Burger von jeder Seite 2 Minuten (medium) oder 3 Minuten (durch) braten. Gleichzeitig in einer zweiten Pfanne im restlichen Öl den Bacon knusprig braten.

3. Die Brötchenböden mit Mayonnaise, die Brötchendeckel mit Ketchup einstreichen. Die Burger in folgender Reihenfolge belegen: Salatblätter, 1 Tomatenscheibe, Hamburger, Käsescheiben, Ketchup, Zwiebeln, Gurken, Bacon, wieder 1 Tomatenscheibe und zum Schluss die Brötchendeckel.

Zubereitungszeit:

1 Stunde, 30 Minuten

Michaela Pfeiffer

Asia-Burger

für 6 Burger

Zutaten

4 EL gelbe Currypaste (Asialaden)
Salz
1,25 kg Schweinenacken, am Stück, ohne Knochen
200 g Rotkohl
200 g dicke Möhren
150 g rote Zwiebeln
2 Bund Koriandergrün
125 g helle Blätter Römersalat
30 g Pflaumenmus
1 EL dunkles Sesamöl
2 EL Sojasauce
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 EL Sambal oelek
1 EL Ketchup
2 EL Senf
6 Riesen-Sesamburger-Brötchen
6 EL Mangochutney
6 EL Erdnusscreme

Zubereitung

1. Etwa 3,5 l Wasser zum Kochen bringen, die Currypaste darin auflösen, das Wasser salzen und das Fleisch hineinlegen. Das Wasser erneut aufkochen und das Fleisch darin 2 1/2 Stunden offen bei schwacher Hitze ziehen lassen. Eventuell Wasser nachgießen. Das Fleisch im Sud erkalten lassen und dann in 6 Scheiben schneiden.

2. Rotkohl und Möhren putzen und in feine Streifen schneiden oder hobeln. Zwiebeln abziehen und in dünne Ringe schneiden. Korianderblätter abzupfen und kurz in kaltes Wasser legen. Römersalat waschen, putzen und in Streifen schneiden. Den Backofen auf 225 Grad vorheizen.

3. Pflaumenmus, Sesamöl, Sojasauce, Knoblauch, Sambal oelek, Ketchup und Senf verrühren. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Das Fleisch darauf legen und und oben und an den Seiten mit der Sauce bepinseln. Die Brötchen durchschneiden. Koriander abtropfen lassen.

4 Das Fleisch im Ofen auf der 2. Einschubleiste von oben 10-12 Minuten backen. Die Brötchen auf das Ofengitter darunter schieben und aufbacken. Die unteren Brötchenhälften mit Mangochutney, die oberen mit Erdnusscreme bestreichen. Die Böden zuerst mit Salat belegen, darauf Fleisch, Rotkohl, Koriandergrün, Möhren und Zwiebeln schichten, mit den oberen Brötchenhälften bedecken.

Zubereitungszeit:

1 Stunde, 30 Minuten (+ Kochzeit und Zeit zum Abkühlen)

Tipp:

Den Kochfond einfrieren und für asiatische Gerichte verwenden.

Michaela Pfeiffer

Lamm-Burger

Für 4 Burger

Zutaten

1 große rote Paprikaschote
1 große gelbe Paprikaschote
75 g schwarze Oliven mit Stein
40 g getrocknete Tomaten in Öl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
5 Eier (L)
50 g Rauke
30 g Parmesan am Stück
1/2 Bund glatte Petersilie
1/2 Topf Minze
1 kleiner Rosmarinzweig
2 Knoblauchzehen
125 g Zwiebeln
7 EL Olivenöl
1 Scheibe Toastbrot
500 g Lammhack
4 Baguettebrötchen
8 TL Pesto
etwa 20 Basilikumblätter

Zubereitung

1. Die Paprikaschoten vierteln, putzen und nebeneinander mit der Hautseite nach oben unter dem Backofengrill rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Paprika aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten feucht abdecken, anschließend häuten und längs in Streifen schneiden. Oliven vom Stein schneiden und grob hacken. Tomaten fein würfeln. Beides mit 3 EL vom Tomatenöl, Salz und Pfeffer unter die Paprikastreifen mischen. 4 Eier hart kochen und abschrecken. Rauke putzen und waschen. Parmesan dünn hobeln.

2. Petersilie, Minze und Rosmarinnadeln fein hacken. Knoblauch pellen und durch die Presse drücken. Die Zwiebeln abziehen, sehr fein würfeln und in 3 EL Olivenöl weich dünsten. Kräuter und Knoblauch daruntermischen und abkühlen lassen. Das Toastbrot grob würfeln und im Blitzhacker fein zerkrümeln. Das Lammhack mit der Zwiebelmischung, den Bröseln, 1 Ei, Salz und Pfeffer verkneten. Aus der Masse vier der Brötchenform entsprechende Frikadellen formen.

3. Die Brötchen durchschneiden. Jede Hälfte mit 1 TL Pesto bestreichen. Die hart gekochten Eier pellen und in Scheiben schneiden. Die Frikadellen im restlichen Olivenöl bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 4-5 Minuten braten. Die Brötchen zuerst mit der Hälfte der Rauke, dann mit dem Paprikagemüse, den Frikadellen, den Basilikumblättern, Eierscheiben und mit Parmesan belegen. Die restlichen Raukeblätter darauf anrichten. Zum Schluss das Oberteil der Brötchen daraufklappen.

Zubereitungszeit:

1 Stunde, 30 Minuten

Tipp:

Es lohnt sich, Oliven mit Stein zu kaufen und das Fleisch vom Stein zu schneiden. Entsteinte Oliven sind oft fade. Wer getrocknete Tomaten nur ohne Öl bekommt, nimmt ersatzweise Olivenöl.

Michaela Pfeiffer

Bayern-Burger

Für 4 Burger

Zutaten

1 Bund glatte Petersilie
150 g Zwiebeln
50 g Butter
30 g frisches Weißbrot
500 g gemischtes Hackfleisch
1 Ei (L)
3 EL Senf
1 EL Paprikapulver, edelsüß
Salz
Pfeffer aus der Mühle
200 g Weißkraut (Weißkohl)
1 TL Kümmel, ganz
3 TL Essig
8 EL Öl
4 große Radieschen
1 Bund Schnittlauch
2 Scheiben Leberkäse, à 150 g
6 Laugenbrötchen, à ca. 75 g
4 EL süßer Senf
8 schöne Kopfsalatblätter

Zubereitung

1. Die Petersilie fein hacken. Die Zwiebeln abziehen, in sehr feine Würfel schneiden und in 20 g Butter weich dünsten. Die Petersilie unter die Zwiebeln mischen und abkühlen lassen. Das Brot grob würfeln und im Blitzhacker fein zerkrümeln. Das Hack mit der Zwiebelmischung, den Bröseln, dem Ei und Senf vermengen und mit Paprika, Salz und Pfeffer herzhaft würzen. Aus der Masse 4 Frikadellen formen.

2. Weißkraut putzen, fein hobeln, mit Salz und Kümmel knetend mischen und dann 30 Minuten stehen lassen. Kraut mit Essig und 3 EL Öl anmachen. Radieschen putzen und in dünne Scheibchen hobeln. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Leberkäse einmal durchschneiden.

3. Vier Brötchen aufschneiden. Von den beiden übrigen den Boden und den Deckel abschneiden. Die Mittelteile waagerecht halbieren. Die 4 Brötchenböden mit 30 g Butter bestreichen, der Hälfte des Schnittlauchs bestreuen und mit den Radieschenscheiben belegen.

4. Die Frikadellen in 3 EL Öl bei mittlerer Hitze von beiden Seiten je 4-5 Minuten braten. Den Leberkäse im restlichen Öl auf jeder Seite 1-2 Minuten braten.

5. Den Leberkäse auf die Radieschen legen und mit je 1 EL süßem Senf bestreichen. Darauf die gerade geschnittenen Brötchenteile legen. Kopfsalatblätter, restlichen Schnittlauch, Frikadellen und Krautsalat darauf anrichten. Zum Schluss die Brötchendeckel daraufklappen.

Zubereitungszeit:

1 Stunde, 30 Minuten

Michaela Pfeiffer

Wein-Tipp

Carignano del Sulcis

Carignan, eine hauptsächlich in Südfrankreich angebaute Rebsorte, wird meist als Lieferant wertloser Massenweine abgehandelt. Das Oxford Weinlexikon nennt ihn sogar "die Plage des europäischen Weinbaus".

Zugegeben: Mit Carignanreben lassen sich ungeheure Traubenmengen erzeugen, die dann wiederum zu nichts als dünnem, saurem Weinchen verarbeitet werden können. Seit ich in diesem Frühjahr jedoch einige interessante tunesische Carignans probieren konnte (bei uns sind sie leider nicht zu haben), ist mir klar, dass das Schmuddelkind der Weinszene weit mehr zu bieten hat als dünne Plörre. Eine der wenigen Gegenden, in denen Carignan zu Ehren kommt, ist die Insel Sardinien.

Dort heißt die Rebsorte Carignano und wird seit den Zeiten der phönizischen Besatzung angebaut. Die Beliebtheit des Carignano ist dort so groß, dass er mit einer eigenen Herkunftsbezeichnung ausgestattet wurde: Carignano del Sulcis. Unser Wein kommt von der Cantina Santadi und heißt "Grotta Rossa". Bereits seine tiefdunkle Farbe verheißt feurige Wonnen. Im Duft zeigt er sich als wahrer Wein des Südens: Schwere Beerenaromen und ein Hauch mediterraner Kräuter kitzeln die Geruchsnerven. Sein mächtiger Geschmack ist beeindruckend. Dick, beinahe cremig schmiegt sich der Carignano an den Gaumen und zeigt dabei immer noch einige Finesse. Wenn Sie ihn eine halbe Stunde vor dem Servieren in eine Karaffe füllen, erwartet Sie ein großes Vergnügen für kleines Geld!

Passt zum Beispiel zur geschmorten Wildschweinkeule mit Rosmarin. Der Vegetarier freut sich an einem reifen Pecorino Sardo.

Bernd Kreis

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