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G20-Gipfel: Kochen für Putin & Co: Wie verhindert man einen Giftanschlag auf Trump?

Eine ganze Reihe von Sicherheitsmaßnahmen drehen sich beim G20-Gipfel ums Essen. Wie verhindert man einen Giftanschlag? Und was will Bundeskanzlerin Merkel ihren Staatsgästen servieren? Ein Chefkoch mit Gipfel-Erfahrung verrät, was auf Hamburgs Köche zukommt.

Kochen für Putin & Co

Was den Staatschefs zum Essen kredenzt wird, ist streng geheim. 

Mindestens so viel Augenmerk wie mögliche Bomben- oder Schussattentate erhält in den Tagen vor dem G20-Gipfel eine weit geräuschärmere Anschlagsvariante: Gift. Eine ganze Reihe von Sicherheitsmaßnahmen drehen sich demnach um das in den Hotels, während der Tagung in den Messehallen und beim Staatsbankett in der Elbphilharmonie servierte Essen. Ein Staatschef, der wenige Stunden nach dem Essen mit Erbrechen und Durchfall Großalarm auslöst (Colchicin), drei Tage später umkippt (Ricin), erst zwei Wochen später qualvoll dahinsiecht (Thallium) oder womöglich noch an Ort und Stelle mit dem Gesicht im Suppenteller sein Leben aushaucht (Cyanid) – der Gifttod nach Genuss deutscher Küche gäbe nicht nur einen Skandal, sondern auch äußerst unwürdige Pressefotos. Nein, mag so mancher Staatschef dieser Tage überlegen, alles, nur kein Giftanschlag. Wobei: So weit muss man gar nicht denken. Eine ordinäre Salmonellenvergiftung würde bereits ausreichen, das Land dem weltweiten Spott preiszugeben – weshalb Gerichte mit frischen Eiern oder Mascarpone auf keiner Menükarte zu finden sein werden.

"Fragen Sie mich nicht!"

Welcher Caterer die Gipfelteilnehmer in den Messehallen bekocht und welches Restaurant das Staatsbankett in der Elbphilharmonie bestreitet, wird streng geheim gehalten. Einige der üblichen Verdächtigen werden schon dabei sein, vielleicht vom neu übernommenen Le Canard Nouveau, vom Louis C. Jakob oder vom Süllberg in Blankenese, um einige wahllose Beispiele zu nennen. Der örtliche Caterer Stockheim, der auch sonst die Veranstaltungsteilnehmer in den Messehallen verköstigt, dürfte ebenfalls im Boot sein, ist ja auch praktischer so. Aber wo auch immer man dieser Tage anklopft, erhält man ein resolutes „kein Kommentar“, gefolgt von der flehentlichen Bitte, nur ja nicht weiter auf Antwort zu dringen, man sei zu absolutem Stillschweigen vergattert worden. Die Frage, von wem, wird mit einem verschwörerischen „aus Regierungskreisen“ quittiert.

Geschäftiges Schweigen könnte man nennen, was einem dieser Tage aus den Küchen der Stadt entgegenschlägt, aber die Gefahr von Attentaten ist real. Die schrecklichen Bilder von den jüngsten Terroranschlägen in Manchester und London vor Augen, geht das Personal in den gastronomischen Tempeln der Stadt mit entsprechendem Ernst an die Sache heran.

Außerdem will man es sich mit solchen Auftraggebern ja nicht verscherzen. Einige kommen ja wieder. Und so werden in jenen führenden Hamburger Kulinariktempeln, die sich im Wortsinn um das leibliche Wohl der hohen Staatsgäste sorgen, bereits seit Monaten die Menüabfolgen, Anfahrtswege und Identitäten der beteiligten Helfer bis hin zu den Fahrern der Lieferwagen geprüft und besprochen, Mitarbeiter mit Vorstrafen oder unklaren Punkten in ihrer Vita vorsorglich aussortiert. Die Küchenräumlichkeiten selbst werden mehrfach auf Sprengstoff untersucht und zwischendurch versiegelt.

Küchenkontrollore mit Knopf im Ohr

Alles Routine, nichts Besonderes. Verwirrung könnte höchstens entstehen, wenn die verschiedenen involvierten Sicherheitsapparate gegensätzliche Anweisungen erteilen. Tillmann Hahn, ehemals Chefkoch des Kempinski Grandhotel in Heiligendamm, erlebte dies, als er im Jahr 2007 die Chefs der damaligen G8-Staaten bekochte. „Das war recht unterhaltsam“, erinnert er sich. „Zuerst kam die Landespolizei und absolvierte ihr Sicherheitsprogramm. Dann kam die Bundespolizei und machte alles noch einmal, und schließlich kamen die Amerikaner, die extra vorher angereist waren, und fingen wieder von vorne an. Niemand hat miteinander geredet, weshalb alles doppelt und dreifach gesichert wurde. Und alle knurrten, die jeweils anderen seien völlig überflüssig, sie hätten die Sache schon im Griff.“

Dass beim Staatsbankett kurz vor dem Servieren noch Teller und Besteck des US-Präsidenten ausgetauscht wird, wie es beim Treffen zwischen George W. Bush und Angela Merkel 2005 in Mainz passiert war – weshalb im Falle eines Cyanid-Anschlags dann eben ein anderer Ehrengast von seinem Amt und irdischen Dasein abgedankt hätte –, hat Tillmann Hahn in Heiligendamm nicht erlebt. Auch keine grimmigen Geheimdienstler mit Knopf im Ohr, die ihm beim Umrühren über die Schulter guckten. „Aber die kamen hier zwischendurch mehrmals durch. Ich habe persönlich die Platten vorbereitet und ein langjähriger Mitarbeiter hat sie dann hinausgetragen.“

Bei einem Staatsbankett, muss man wissen, gibt es keine angerichteten Teller. Jeder Gast bekommt eine eigene Platte hingehalten, auf der Fleisch oder Fisch nebst Beilagen angerichtet sind, und nimmt sich davon auf den Teller, was er möchte. Ein Vorgang, der in die Menüplanung unbedingt einbezogen werden muss, um die Gefahr flutschenden Gemüses und peinlicher Saucenflecken auf präsidialen Hosenbeinen zu minimieren. „Also haben wir etwa die Spargel mit Schnittlauch zu kleinen Bündeln geschnürt und an Saucen gespart, sodass man alles ganz leicht herunternehmen kann“, erzählt Tillmann Hahn.

Von jeder Speise auf der Platte für den US-Präsidenten, erinnert er sich, wurde außerdem vorher eine Probe genommen. „Manches wurde an Ort und Stelle getestet, anderes per Eilkurier nach Berlin gebracht, wo die Inhaltsstoffe untersucht wurden. Auf meinen Einwand, dass bis zur Feststellung einer möglichen giftigen Substanz der Präsident doch längst tot unterm Tisch läge, hieß es dann: Ja, dann isser tot, aber wir wissen wenigstens, wodurch.“

George W. Bush reiste damals früher ab, angeblich wegen einer Magenverstimmung, jedenfalls schreibt Laura Bush das in ihren Memoiren und spekuliert über ein mögliches Giftattentat. Das lässt Tilmann Hahn nicht auf seinem Hühnerfrikassee sitzen. „Unser Essen war astrein und die Arbeit der Geheimdienstler ebenfalls.“ Er vermutet einen anderen Grund: „Bush hatte gleich danach eine Audienz beim Papst, vielleicht wollte er früher abreisen und brauchte eine Ausrede.“

Wer kocht für Putin? Na, der Geheimdienst

Bis zur letzten Coladose hätten die Amerikaner damals alles mitgebracht, erinnert er sich. „Die Russen nur ihren Wodka.“ Vladimir Putin aß auch ohne weiteres Tamtam, was auf den Tisch kam, erinnert sich Hahn. Dabei ist gerade Putins stets mitreisender Tross von Köchen und Vorkostern legendär: ältere Herren allesamt, Vertrauensleute aus seinen alten Tagen beim KGB, die dafür sorgen, dass der Präsident der Russischen Föderation stets sicher speisen kann. Einer der Herren, erinnert sich Tillmann Hahn, hatte bereits Chruschtschow bekocht, „das war schon beeindruckend“. Im Kreml stand die Küche immer schon unter dem Auge des Geheimdienstes. „Die Russen waren auch die einzigen, die eine eigene Küche verlangten. Da stand dann einer dieser älteren Herren und richtete Platten mit diversen Köstlichkeiten an, die für den Fall der Fälle bereitstanden.“ So ein Pech, Putin verlangte nicht nach Häppchen, und alles landete im Müll.

Aufregende Tage seien es gewesen. „Ich erinnere mich gerne daran und hoffe, die Kollegen in Hamburg werden das auch so sehen. Aber mitunter dachten wir: Mein Gott, welcher Aufwand hier auf Kosten von uns Steuerzahlern getrieben wird, bloß für ein paar Pressefotos.“ Richtige Verhandlungen werden während des G20-Gipfels ja nicht gefällt, diese Aufgabe haben die verschiedenen Gremien in den Wochen und Monaten davor bereits erfüllt. Am Gipfel selbst wird bloß alles bekannt gegeben. Ansonsten geht es darum, atmosphärische Störungen zu orten, wie etwa beim G20-Gipfel 2014 in Brisbane, der vom Ukraine-Konflikt überschattet wurde und sich beim Mittagessen im Kongresszentrum niemand zu Vladimir Putin an den Tisch setzen wollte. Diesmal wird hingegen zu beobachten sein, wie die Staatschefs mit Donald Trump umgehen, dem Vordrängler und Klimasünder der Stunde.

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Spektakel auf Kosten der Steuerzahler

Es hat etwas von barocken Schauessen, was auf diesen Gipfeln getrieben wird, von diplomatischen Inszenierungen, wie sie schon in Anno dazumal in Versailles abgehalten wurden. Wer steht bei wem? Wer steht allein? Was bedeutet dieses Lächeln, jene Geste? Wird sich Donald Trump wieder daneben benehmen und wenn ja, wobei? Und was wird serviert? Ein kulinarisches Ereignis als besonderes Häppchen fürs Volk, das schließlich mit seinen Steuern die Rechnung für das Spektakel bezahlt.

Eine der bekannten kulinarischen Marken der Stadt stellt sich dem Wahnsinn erst gar nicht: Tim Mälzer, Fernsehkoch und Inhaber der Bullerei in der Sternschanze, macht am G20-Wochenende sein Haus zu. „Wir sind in der Gefahrenzone“, verriet er bereits im Frühling dem stern. Für den amerikanischen Präsidenten zu kochen wie sein Kollege Tim Raue? „Mich interessiert das null.“ Eine Idee von Kollegen scheiterte bereits früh, wie einer von Hamburgs Küchengroßmeistern („Nein, Sie dürfen mich nicht zitieren!“) verrät: Einige Spitzenköche der Stadt hegten den Plan, ein gemeinsames Galadiner in den Messehallen zu seriveren, wo die G20-Staatschefs tagen werden – gleichsam als Symbol für die gemeinsame Anstrengung um das Wohl der Welt. Doch einige hatten sich geweigert, „für diese Mischpoche“ aufzukochen, wie der anonyme Informant aus dem Kreis der Auserwählten erzählt. Immerhin sitzt dort der türkische Autokrat Erdogan, der Klimasünder Trump und der umstrittene König von Saudi Arabien. "Außerdem überlegte man dann, dass die Messehallen ohnehin kein besonders glamouröser Ort seien." Und so landete auch diese Idee im Müll.

Dafür gibt es ein Abendessen in der Elbphilharmonie, wo ein Konzert angesetzt ist, über dessen Programm Angela Merkel persönlich das Oberkommando führt – wie auch über das Menü. Schon vor 10 Jahren in Heiligendamm gab sie die Devise „gutbürgerlich, nicht zu abgehoben, deutsch“ aus. Ähnlich war es auf Schloss Elmau, wo regionale Zutaten verwendet und sogar Weißwurst und Brezen gereicht wurden. Für Hamburg könnte eine ähnliche Parole ausgegeben worden sein. Würde der selige Helmut Schmidt noch leben, es gäbe sicher den von ihm einst für derartige Anlässe propagierten Labskaus.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(