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Beste Restaurant der Welt: Noma: Als Bauernhof wieder eröffnet - und jetzt mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet

Es gilt als eines der einflussreichsten Restaurants der Welt und sein Küchenchef René Redzepi als Pate der nordischen Küche. Jetzt hat das Noma erneut zwei Michelin-Sterne erhalten, nachdem es als urbaner Bauernhof wieder eröffnet hatte.

Noma

Das "Noma" wurde vor einem knappen Jahr als urbane Farm wiedereröffnet

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René Redzepi ist ein Meister seines Fachs: Er hat die nordische Küche revolutioniert. Ihm ist es zu verdanken, dass Dänemark eines des besten Restaurants der Welt beheimatet. Das "Noma" in Kopenhagen wurde mehrfach zu "The World's 50 Best Restaurant" gewählt, meist auf den vorderen drei Plätzen. Jetzt hat es auch seine Michelin-Sterne zurück.

Vor einem Jahr war das Restaurant umgezogen. Die Michelin-Sterne hatte es dadurch verloren. Aber Redzepi hatte eine Vision: Er restaurierte ein altes Lagerhaus mitten in der Stadt zu einer urbanen Farm. Größer als zuvor mit eigenen Gärten und Gewächshäusern. Redzepi ist ein Visionär, der konsequent saisonal kochen will. Er beschränkt sich radikal auf Produkte aus seiner Umgebung, sein Motto lautet: Purismus auf dem Teller, und die Gäste dabei leger und locker zu bedienen. Das hat viele junge Köche auf der ganzen Welt inspiriert.

"Noma" zieht gern um

Ein knappes Jahr nach Wiedereröffnung wurde das Noma wieder mit zwei Sternen ausgezeichnet. Einziges dänisches Restaurant mit drei Sternen bleibt das "Geranium", das seine Gäste ebenfalls in der dänischen Hauptstadt bekocht.

Umzüge sind dem "Noma" und Redzepis Team übrigens nicht fremd. Bereits im Januar 2016 ging der Küchenchef für zehn Wochen nach Sydney. Dort haben Rezdepi und sein Team eine Pop-up-Version des Nomas eröffnet. Ein ähnliches Konzept entstand 2017 in Tulum, Mexiko. Für sieben Wochen servierte das Noma in einer Art Open-Air-Restaurant ein mehrgängiges Menü mit Getränken für schlappe 600 US-Dollar. Dass Redzepi und sein Team Mut für Neues und Extravagantes haben, beweisen sie Jahr für Jahr.

Das "Noma" war in den Jahren 2010 bis 2014 viermal zum besten Restaurant der Welt gekürt worden. Sein Name setzt sich aus den dänischen Begriffen für "nordisch" und "Essen" ("nordisk" und "mad") zusammen.

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dsw/dpa