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WDR testet Pfeffer: Ist teurer Pfeffer wirklich besser?

Es galt einst als eines der wertvollsten Gewürze der Welt: Pfeffer. Heute gibt es ihn in jedem Supermarkt oder Discounter. Jedoch zu sehr unterschiedlichen Preisen. Ist teurer auch wirklich besser?

Nur weil er teurer ist, ist die Qualität und der Geschmack von Pfeffer wirklich besser?

Nur weil er teurer ist, ist die Qualität und der Geschmack von Pfeffer wirklich besser?

In den Supermarktregalen stehen Plastikdosen mit allerlei Gewürzen - auch Pfeffer. Aber der Trend geht zu schöneren Verpackungen. Also gibt es nun auch edle Dosen und sogar Gläser, die mit dem einst wertvollsten Gewürz gefüllt sind. Aber versprechen die schöneren Verpackungen auch automatisch mehr Qualität? Die WDR-Sendung "Servicezeit" nimmt das Gewürz genauer unter die Lupe.

Der Sternekoch Ingo Holland, der als Experte für Gewürze gilt, testet für den WDR sechs Pfeffersorten: Zwei Markenprodukte, von Ostmann und Fuchs, einen Pfeffer vom Discounter Aldi, einen von Rewe, ein Bioprodukt und der Pfeffer von Starkoch Jamie Oliver. Drei dieser Sorten haben eine integrierte Pfeffermühle: Jamie Olivers Pfeffer, der Pfeffer von Rewe und das Produkt von Aldi.

Für den Test werden die Körner in neutrale Dosen umgefüllt, schon beim ersten Geruchs- und Optiktest stellt Holland Unterschiede fest. Der Pfeffer von Fuchs und Aldi beispielsweise fallen negativ im Geruch auf. Auch geschmacklich trifft der Pfeffer von Fuchs nicht das Aroma, das Holland von schwarzem Pfeffer erwarten würde. Der Pfeffer von Ostmann hingegen schmeckt dem Sternekoch. Sieger der Blindprobe ist dennoch der Pfeffer von Jamie Oliver (3,22 Euro/100 gr), Schlusslicht ist der teure Pfeffer von Rewe (18,58 Euro/100 gr). Den Preis des Verlierer-Pfeffers lässt auch Holland stutzen.

Qualität und Geschmack hängen nicht vom Preis ab

Fazit: Der Preis des Pfeffers sagt nichts über die Qualität und den Geschmack aus. Er empfiehlt jedoch, immer auf groben Pfeffer aus der Mühle zurückzugreifen. So kann gewährleistet werden, dass sich das Pfefferaroma am besten entfalten kann. Gelagert werden soll das Gewürz am besten in Dosen, trocken und lichtgeschützt.

Wer im Supermarkt nach Pfeffer sucht, hat oft die Qual der Wahl. Das ist jedoch ein Irrtum, stammen doch die meisten Pfeffersorten von ein und demselben Hersteller: Dreiviertel aller Gewürze, die im Handel erhältlich sind, stellt die Firma Fuchs her. Dieser gehören auch die Marken Ostmann und BioWagner. Der Verbraucher weiß davon aber meist nichts. Auch nicht, dass es Unterschiede bei den Pfeffersorten gibt. Wer wissen möchte, was Pfeffer ist und woher er kommt, findet im nachfolgenden Artikel spannende Informationen.

Die ganze Sendung können Sie hier in der Mediathek sehen!


dsw