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Rach undercover: Wie wirken sich schlechte Bewertungen auf Restaurants aus?

TV-Koch Christian Rach ist wieder zurück. Er besucht als "Rach undercover" Restaurants, die in Internet-Bewertungsportalen schlechte Kritiken bekommen haben. Er will herausfinden: Haben die Rezensenten Recht? Oder wollen sogenannte "Trolle" dem Restaurant schaden?

Christian Rach an seinem Schreibtisch

Christian Rach will in "Rach undercover" herausfinden, ob das Essen in Restaurants, die schlechte Kritiken in Internet-Bewertungsportalen bekommen haben, wirklich so schlecht sind.

Eigentlich ist die Idee der Sendung mehr als spannend. Denn wer kennt das nicht? Wer ein neues Restaurant ausprobieren möchte, geht vorher ins Internet und liest sich Bewertungen oder Erfahrungsberichte durch. Und eigentlich findet sich immer jemand, der etwas zu meckern hat und der auch einem gut bewerteten Restaurant schlechte Kritiken gibt.

TV-Koch Christian Rach besucht genau diese Restaurants. In einer vierteiligen Doku möchte er herausfinden, was an schlechten Bewertungen im Internet dran ist. Ist das Essen wirklich so schlecht? Oder wollen sogenannte "Trolle" dem Restaurant nur schaden? Eine Besonderheit: Christian Rach testet die Restaurants undercover, also gewissermaßen im Wallraff-Stil. Dafür geht er fünf Stunden in die Maske und verwandelt sich in Hartmut Plaske, damit ihn nun niemand mehr erkennt.

Zurück zu Rach, dem Restauranttester

Sein erstes Ziel ist das Restaurant "Frohsein" in der Frankfurter Innenstadt, das ziemlich schlechte Kritiken bekommen hat. Auch von der Frankfurter Halb-Prominenten und Kinderbuchautorin Nadia Doukali. Sie schrieb, dass selbst der Hunger es nicht geschafft hätte, das schlechte Essen herunter zu zwingen. Harte Worte. Rach macht sie ausfindig und geht mit ihr undercover in das Restaurant, um die Probe aufs Exempel zu machen. Das Ergebnis: Das Essen im "Frohsein" ist wirklich schlecht. Doch nicht so vernichtend, wie die Autorin es behauptet.

Bis dahin war die Sendung tatsächlich spannend, ein neuer Ansatz. Am nächsten Tag jedoch geht Christian Rach noch einmal ins Restaurant - diesmal ohne fünfstündige Gesichtsbehandlung und in gewohnten Gefilden - als Restauranttester. Und ab da passiert das, was man bereits aus seinen alten Sendungen kennt: Die Speisekarte wird umgekrempelt, die Chefs und Angestellten reißen sich zusammen und am Ende ist sogar die Halb-Prominente zufrieden mit dem "Frohsein".

Wie vernichtend sind schlechte Kritiken?

Aber wie wirken sich schlechte Bewertungen im Internet wirklich auf Restaurants aus? Der stern hat mit Jan Pflüger, einem der Geschäftsführer der Brooklyn Burger Bar in Hamburg gesprochen. Auf Yelp hat das Restaurant sehr gute Bewertungen, dennoch auch vernichtende wie "Leider eine große Enttäuschung" oder "Furchtbar, der Burger war leider überhaupt nicht gut" oder "Laut, unkoordinierter Service, der sich selbst im Weg steht und schlechtes Essen".

"Als Gast muss man immer darauf achten, dass man sich durch mehrere Bewertungsportale quer liest. Wenn die schlechten Bewertungen überwiegen, kann man sich sicher sein, dass mit dem Restaurant etwas nicht stimmt. Wenn jedoch eine Handvoll schlechter Kritiken mit wenig Inhalt abgegeben wurden, dann muss der Gast selber entscheiden, ob er diesen glaubt", sagt Pflüger. "Wir nehmen jede Bewertung ernst. Aber es gibt auch Unterschiede in den Bewertungsportalen. Vor allem, wenn sie anonym sind. Man kriegt schnell ein Gefühl dafür, was relevant ist und was nicht. Wenn die negative Kritik berechtigt ist, besprechen wir das im Team oder haften für den Fehler noch vor Ort."

Ganz klar ist noch nicht, ob schlechte Kritiken neue Kunden wirklich verprellen. Das muss Rach in den nächsten drei Folgen noch herausfinden. Ob er sich dabei unbedingt verkleiden muss, ist eine andere Frage.

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