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Rezept zum Schweinekopf-Posting So bereiten Sie Schweinekopf richtig zu


Dass Shitstorms auch Quelle der Inspiration sein können, zeigen diese Rezepte der "Kitchen Guerilla". Sie haben Schweinekopf zubereitet. Einmal warm, einmal kalt.

Was gab es für einen großen Aufschrei, als Tim Mälzer vor einer guten Woche ein Schweinekopf-Posting auf Facebook veröffentlichte. Der TV-Koch erlebte einen wahren Shitstorm auf seiner Seite. Dennoch gingen die Meinungen sehr auseinander, und es entwickelte sich ein reger Diskurs darüber, ob das Posting nun geschmacklos sei oder vom größten Respekt vor dem Tier zeuge.

Auch die Kitchen Guerilla, eine mobile Koch-Unit aus Hamburg, verfolgte die Diskussion mit Spannung. Was ihnen jedoch fehlte - das wichtigste ihrer Meinung nach - war, was aus dem Schweinekopf schlussendlich zubereitet wurde. Denn sie finden es gut, dass Mälzer das ganze Tier samt Gesicht verwertet und eben nichts wegschmeißt. Schließlich wächst Fleisch nicht in der Styroporschale beim Discounter, auch für das Filet hat man den Kopf vorher abgetrennt, das Tier entbeint und schließlich eingeschweißt.

Die Kitchen Guerilla präsentiert deshalb zwei Gerichte, die man mit Schweinskopf zubereiten kann:

Wichtig ist, dass der Kopf vorher gut gesäubert und enthaart wurde. Um den Schweinekopf verarbeiten zu können, muss er mit etwas Wasser und Suppengemüse in den Ofen. Am besten in einen tiefen Topf oder eine Fettpfanne. Dann alles mit Alufolie bedecken und für ca. drei Stunden bei 180 Grad schmoren.

Wenn der Kopf abgekühlt ist, kann das das Fleisch komplett vom Kopf gerupft werden. Mageres und sehr schmackhaftes Fleisch versteckt sich in den Kiefern. Fleisch und Fett in mundgerechte Stücke schneiden. Die entstandene grobe Masse muss jetzt in ein sauberes Küchentuch oder in Frischhaltefolie gerollt werden. Es soll eine dicke Wurst entstehen, die mit Hilfe von Küchengarn in die richtige Form gepresst wird. Diese Wurst kommt für 24 Stunden in den Kühlschrank.

 

Vorschlag eins: Die Wurst in dünne Scheiben schneiden und mit Himbeer-Essig, Zwiebeln und Schnittlauch anrichten.

Vorschlag zwei: Dicke Scheiben von der Wurst aufschneiden und Panieren. Für dieses Rezept wurde Polenta anstelle von Paniermehl verwendet. Im heißen Öl ausbacken, bis sie richtig kross und von innen heiß und fettig sind. Dazu passen Brat- oder Röstkartoffeln und eine selbstgemachte Remoulade.

dsw/Olaf Deharde

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