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Geschmacklos oder respektvoll?: Schweinekopf-Posting: Shitstorm bricht über Tim Mälzer herein

Schwein gehabt? Nicht wirklich. Ein Post auf Facebook von Tim Mälzer erhitzt die Gemüter. Die einen werfen ihm Geschmacklosigkeit, die anderen Perversion vor. Der TV-Koch verteidigt jedoch seinen Standpunkt.

Tim Mälzer

Dass sein Post für so viel Furore Sorgen würde, war TV-Koch Tim Mälzer wahrscheinlich nicht klar. Oder?

Es ist doch immer wieder das gleiche Spiel: Wird ein Teller mit einem saftigen Steak und Pomme frites oder Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat auf Facebook gepostet, dann gehen die Däumchen nach oben. Was ist aber, wenn ein Produkt, beispielsweise der Kopf vom Schwein, als Ganzes gezeigt wird? Und zwar nach der Schlachtung, vor der Zubereitung als Suppe? Dann ist die Hölle los. So in etwa muss es auch TV-Koch Tim Mälzer gerade erleben. Vor einigen Tagen veröffentlichte er folgenden Post auf Facebook:

Schwein gehabt! - Und die Bullerei hat auch immer noch welches. Küchenchef Michi hat selbst Hand angelegt und das feine Allgäuer Schwein von Markus Ziegler portioniert und wie ihr seht: auch in Szene gesetzt.

Posted by Tim Mälzer on Monday, 18 January 2016


Es dauerte nur einige Minuten, bis die ersten ihm Respektlosigkeit und Perversion vorwarfen. Bis jetzt haben über 1100 Menschen das Bild kommentiert, der Tonus richtet sich durch und durch gegen den TV-Koch: "Das ist absolut geschmacklos.", "Pervers und respektlos." oder "Das ist unter aller Sau."

Mälzer lässt sich von den Kommentaren aber nicht beirren, denn für ihn steht fest, was er tut, macht er mit Respekt vor dem Tier: "Das ist Respekt. Der größte! - Ein gutes Produkt muss fassbar sein. Ehrlich. Gut. Und alle Köche der Bullerei und ich schätzen das." Ein Mantra, das Mälzer in der Diskussion immer wieder postet. Aber auch an dieser Formulierung stören sich die User: "Produkt? So schnell wird ein Lebewesen zu einem Produkt." oder "Tiere sind doch kein Produkt."

Dem TV-Koch geht es aber um mehr als nur Respekt, sondern auch um Bewusstsein: "Es geht um Anerkennung und Respekt vor einem guten und gutbehandelten Tier. Weniger Fleisch essen, besseres Fleisch essen, ist der Punkt."

Vegan-Guru Attila Hildmann schaltet sich in die Diskussion ein

Dennoch helfen all die Bemühungen die Tim Mälzer anstrebt, um die Diskussion auf seine Beweggründe zu lenken, nichts. Nach einigen Tagen klinkt sich sogar der umstrittene Vegan-Guru Attila Hildmann in die Diskussion mit ein und fragt öffentlich: "Wer ist hier das echte Schwein?"

Hallo Tim Mälzer, wir kennen uns nicht, ich war auch nie scharf drauf, da du einer von den TV-Köchen bist, die mir...

Posted by Attila Hildmann on Friday, 22 January 2016


Hildmann wirft Mälzer vor, er würde sich über das Tier lustig machen und ihm so das "letzte Fünkchen Ehre" nehmen.

Was man von der Diskussion und Tim Mälzers Post auch halten möchte, "die Sau muss aufgehen". Das sagen zumindest die Autoren, Georg Schweisfurth und Simon Tress, des Kochbuchs "Fleisch". Wenn man schon ein Tier zerteilt, soll man alle Stücke verwerten, nicht nur das Filet. Und es sollen sich eher diejenigen an die Nase fassen, die sich abgepacktes Schweinesteak aus dem Discounter zu einem Spottpreis schmecken lassen. Ginge es danach, würde Mälzer alles richtig machen. Wenigstens weiß er zumindest, wie sein Stück Fleisch vorher ausgesehen hat. Welcher Verbraucher kann das schon von sich behaupten?

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.