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Stiftung Warentest: Ran an die Buletten – vor allem an die teuren

Fertig-Frikadellen aus dem Supermarkt sind praktisch. Aber überzeugen die auch im Test? Stiftung Warentest hat die Fleischbällchen näher unter die Lupe genommen.

Stiftung Warentest Frikadellen

Nur die teuren Frikadellen sind gut, sagt Stiftung Warentest

Getty Images

Frikadellen sind der perfekte Snack und schmecken auch kalt gar nicht schlecht. In den Supermärkten und Discountern gibt es daher eine bunte Auswahl der Fleischbällchen, die meist aus Schwein, Rind oder eine Mischung aus beiden sind. Stiftung Warentest hat 22 fertige Frikadellen in Snackgröße geprüft: 17 aus Schwein, Rind oder einer Mischung, 5 aus Pute und Huhn. 

Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur sechs Buletten sind am Ende gut, darunter eine aus Geflügelfleisch. Die meisten Klopse sind dagegen nur Durchschnittsware, die Mini-Geflügelfrikadellen von Gutfried (Aldi) schneiden sogar mangelhaft ab. Für Frikadellen braucht man eigentlich nur Fleisch, Semmelbrösel, Ei, Zwiebeln und Gewürze. Bei den Aldi-Buletten waren Diphsophate als Stabilisator enthalten. Eine Zutat, die bei Frikadellen eigentlich nichts zu suchen hat. 

Mehr Geld für bessere Frikadellen

Stiftung Warentest rät daher, für Frikadellen mehr Geld auszugeben. Die tiefgekühlten Mini-Frikadellen von Eismann aus Rind- und Schweinefleisch schneiden am besten ab. Sie kosten 1,24 Euro pro 100 Gramm. Geschmacklich kommen sie sogar selbst gemachten Fleischbällchen nahe, so die Tester. Das gilt auch für die Köttbullar aus Bio-Rindfleisch von Svenssons (1,31 Euro) und die Geflügel-Frikadellen von der Rügenwalder Mühle (1,21 Euro).

Für 40 Cent pro 100 Gramm gibt es jedoch keine guten Buletten. Die Fleischqualität lässt zu wünschen übrig. Sie enthalten weniger hochwertiges Muskelfleischeiweiß, und geschmacklich sind sie auch unterirdisch. Sie schmecken oft mehr nach Brötchen als nach Fleisch, sind zu weich oder zu zäh. Einige erinnern auch nicht an Gehacktes, sondern an Brühwurst. Bei den Mini-Frikadellen von Abbelen bissen die Tester auf Knorpel - für die meisten wenig appetitlich.

Erfreulich ist zumindest, dass in jeder Frikadelle die Tierart drinsteckte, die auf der Verpackung steht. Stiftung Warentest hat auf Pferd, Schaf, Känguru, Hund und Katze getestet. Ebenso auf minderwertiges Separatorenfleisch. Davon war - zum Glück - nichts zu finden. Das Fleisch von Fertigfrikadellen stammt meist aus konventioneller Tierhaltung. Die wenigsten Buletten aus dem Handel sind Bio.

Den ganzen Test finden Sie gegen Gebühr hier!