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Trend Brunch: So gelingt das perfekte späte Frühstück

Ein Brunch vereint das Beste aus zwei kulinarischen Welten: Frühstück und Mittagessen. Es gibt Brötchen und Müsli, aber auch Warmes wie Aufläufe oder Suppen. Wir sagen Ihnen, wie das Fest gelingt.

Ausgedehntes Schlemmen - das verbinden viele mit dem Brunchen. Und so ist es auch: Das reichhaltige Buffet bietet Elemente des Frühstücks - Brötchen, Müsli, Obst - aber ebenso warme Gerichte wie Suppe, Quiches oder Aufläufe.

Ausgedehntes Schlemmen - das verbinden viele mit dem Brunchen. Und so ist es auch: Das reichhaltige Buffet bietet Elemente des Frühstücks - Brötchen, Müsli, Obst - aber ebenso warme Gerichte wie Suppe, Quiches oder Aufläufe.

Ein spätes Frühstück? Ein frühes Mittagessen? Es ist von beidem etwas, da ein typisches Brunchbuffet im Idealfall von allem etwas bietet: kalte Platte mit Aufschnitt und Käse, Brot und Brötchen sowie Müsli und Obst, ohne die ein Frühstück undenkbar wäre. Doch auch warme Gerichte wie Suppen, Salate, Aufläufe sind ein wichtiger Bestandteil. Auch zeitlich trifft man sich in der Mitte, klassischerweise ab 11 Uhr, was nicht nur Langschläfern entgegenkommt.

Das Schöne am Brunchen ist das ungezwungene Beisammensein, das zeitlich ausgedehnte Schlemmen, das sich ohne weiteres bis in den Nachmittag hinziehen kann. Damit das für Sie als Gastgeber nicht in zu viel Stress ausartet, haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Frühzeitige Planung

Ein gelungener Brunch will gut geplant sein. Das fängt mit Einladungen an, geht über Deko und das Bereitstellen von ausreichend Stühlen, Besteck und Geschirr weiter und endet mit den Gerichten selbst. Hier kann man schnell den Überblick verlieren, vor allem, wenn viele Gäste kommen. Bereiten Sie alles so vor, dass Sie am Tag selbst nichts Organisatorisches mehr zu erledigen haben.

2. Auf mehrere Schultern verteilen

Es muss auch nicht alles an Ihnen hängen bleiben. Vielleicht erlaubt der Rahmen des Treffens es ja, dass sich einige Freunde und Familienmitglieder an den Vorbereitungen beteiligen und vielleicht einen Salat, eine Quiche oder Frikadellen mitbringen oder etwas früher kommen und direkt bei der Zubereitung helfen.

3. Reichlich Brot und Brötchen

Ein Brunch lebt von der Vielfalt, und eines der unverzichtbaren Bestandteile ist Gbäck. Am einfachsten ist es, eine gemischte Tüte Brötchen beim Bäcker zu besorgen. Dekorativ sind Brötchenkränze, von dem sich jeder etwas abbrechen kann. Sie können auch Bagel anbieten - oder verschiedene Brote: helles, dunkles, feines, grobes, mit Körnern oder ohne. Pumpernickel, Knäckebrot und Croissants ergänzen die Auswahl - jeder mag zum Frühstück etwas anderes. Wer Zeit und Muße hat, kann selbst Brötchen oder Brote backen, aber das geht nicht ohne entsprechende Vorbereitung. Recht schnell hingegen gelingen pikante Muffins.

Aus Blätterteig, frischem oder tiefgekühltem, lassen sich schnell pikante oder süße Mini-Croissants oder Schnecken zubereiten, etwa mit Schinken und Käse oder mit Nutella oder Marmelade. Ca. 12-15 Minuten bei 200° C im Ofen backen, frisch servieren.

4. Schnelle Brotaufstriche

Zum Brot gehört Belag. Neben einer Auswahl an Käse, Wurst und Schinken können Sie Ihre Gäste mit ungewöhnlichen Aufstrichen überraschen, die Sie schnell selbst zubereiten oder kaufen. Denken Sie auch daran, zwei bis drei verschiedene, gute Marmeladen bereit zu halten, ebenso ein Glas Honig und Nuss-Nougat-Creme für die Schokofans.

Diese drei Aufstriche gelingen schnell:

  • Frischkäse-Rucola-Aufstrich: Einen Becher Frischkäse nach Belieben mit etwas Quark strecken und mit etwas Olivenöl geschmeidig rühren, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Eine Handvoll Rucola, gewaschen und grob gehackt, unterrühren, sowie nach Geschmack einen EL geröstete Pinienkerne, ein paar in feine Streifen geschnittene getrocknete Tomaten (in Öl) oder beides.
  • Paprika-Feta-Aufstrich: Etwa ein halbes Glas Ajvar (fertige Paprikapaste) oder mehr mit je einer Packung Fetakäse und Frischkäse pürieren. Wer mag, kann zusätzlich etwas gehackte Petersilie und kleine Paprikawürfel unterrühren und alles abschmecken. Wer es pikant mag, kann mit Chili nachwürzen.
  • Rote-Bete-Aufstrich: 2 bis 3 Knollen Rote Bete, vorgegart oder selbst gekocht, mit etwas Öl pürieren, dann eine Packung Frischkäse oder Ziegenfrischkäse unterrühren. Alles mit etwas Zitrone, Salz und Pfeffer und, wer mag, 1 EL Meerrettich abschmecken.

5. Unkomplizierte Eiergerichte

Kein Brunch ohne Ei. Sie können sie gekocht, als Rühr- oder Spiegelei, als Omelette oder Frittata servieren, allerdings bedeutet das oft auch, dass Sie als Gastgeber viel Zeit am Herd verbringen müssen, denn ein Rührei, Omelett oder Spiegelei schmeckt am besten frisch zubereitet. Unser Vorschlag lässt sich gut vorbereiten und variieren - und Sie können als Gastgeber entspannt mit am Tisch sitzen:

Deftige Eier-Muffins Die Vertiefungen eines Muffinblechs einfetten. In einer Pfanne einige Scheiben Bacon anbraten (für jenen Muffin eine), währenddessen ein paar Scheiben Scheiben (Vollkorn-)-Toast leicht rösten. Mit einem schmalen Glas oder Dessertring (in der Größe des Muffinbodens) Böden aus dem Brot ausstechen und je einen Boden in die Vertiefung legen. Den noch heißen Speck wie einen Ring in die Mulde legen. Er bildet den Rand. In jede Vertiefung ein Ei schlagen, mit etwas Salz würzen und im heißen Ofen 12 bis 15 Minuten backen, je nachdem, wie weich das Ei noch sein soll. Herausholen, kurz abkühlen lassen, mit Pfeffer und vielleicht noch Schnittlauch würzen und servieren. Alternativ können Sie auch je einen ganzen Toast in die Mulde drücken, dann aber vorher das Brot dünn ausrollen. Weitere alternative oder ergänzende Zutaten: frische Kräuter, Schinkenwürfel, geriebener Käse oder Gemüsestücke wie Erbsen, Tomaten, Paprika oder Zwiebeln, bei Bedarf gewürfelt.

6. Beliebter Müsli-Klassiker

Viele Menschen essen morgens gerne Müsli, Cornflakes oder sonstige Getreideflocken. Hier reicht es, zwei, drei Varianten anzubieten, dazu etwas frisches Obst, Joghurt oder Quark und Milch.

Besonders beliebt ist das Bircher-Müsli. Da die Haferflocken ohnehin über Nacht durchziehen sollen, lässt es sich gut vorbereiten. Es gibt unzählige Varianten dieses Klassikers. Manche weichen ihre Flocken in Wasser oder Apfelsaft ein, andere in Milch, wieder andere nehmen eine Mischung aus Milch, Apfelsaft und Zitronensaft. Wofür Sie sich auch entscheiden: Das Verhältnis von Haferflocken zu Flüssigkeit liegt etwa bei eins zu zwei bis drei. Die Flocken am Abend mit heißem Wasser oder heißer Milch übergießen und über Nacht abgedeckt im Kühlschrank aufquellen lassen. Ist die Masse zu fest, mit etwas warmer Milch auflockern. Ansonsten müssen Sie am Morgen nur noch einen Apfel reiben, etwas Zitronensaft dazugeben, damit er nicht braun wird, und den geriebenen Apfel mit eingeweichten Haferflocken, etwas Naturjoghurt, Honig und gehackten, gerösteten Haselnüssen gut miteinander verrühren. Wer mag, kann zusätzlich frische Früchte unterheben, etwa Beeren.

7. Ausgewogene Mischung

Ein Brunchbuffet ist immer reichhaltig und abwechslungsreich. Achten Sie darauf, dass sich nicht nur kalte und warme, sondern auch leichte und üppige Gerichte die Waage halten. Daher sollten neben möglicherweise käsereichen Aufläufen auch leichte Salate und Gemüsegerichte zu finden sein. Was schnell geht: Sie können Gemüsesticks mit Dips aufs Buffet stellen oder am Vorabend eine Suppe oder Gemüse-Antipasti vorbereiten.

8. Ein bisschen Luxus

Fisch, insbesondere Lachs, gibt Ihrem Brunch eine leicht dekandente Note. Manche servieren ihn allein, etwa gebeizten Lachs, von dem sich jeder nehmen kann, oder als Füllung in Wraps oder Ähnlichem. Beliebt sind auch Sashimi, also roher Fisch. Der Aufwand ist minimal, allerdings sollte man hier vorbestellen und auf absolute Frische achten.

Fleisch sollte auch nicht fehlen, wenn das Buffet nicht explizit vegetarisch oder vegan ist. Einige Gastgeber bereiten sogar einen Braten zu. Andere enscheiden sich für Hähnchenspieße mit Erdnusssauce, Chicken Wings oder den Evergreen: Frikadellen. Die können Sie ja einmal überraschend würzen, wenn Sie auf Abwechslung aus sind.

9. Süßes für Naschkatzen

Ein frischer Obstsalat ist ein Klassiker beim Brunchen. Sie können ihn mit etwas Honig oder Ahornsirup und Zitronensaft anmachen, das geht schnell und sorgt für einen Frische-Kick. In dieser Jahreszeit tut es auch eine Schüssel mit frischen Erdbeeren. Ein Vanillequark dazu schmeckt den meisten, ist schnell angerührt und lässt sich gut damit kombinieren. Wer lieber einen Kuchen anbieten möchte, sollte ihn am Abend backen. Schneller und oft einfacher ist es, morgens Muffins zu backen, wenn dafür Zeit bleibt. Die müssen jedenfalls nicht ewig auskühlen.

Gern gesehen sind ansonsten auch Pfannkuchen oder Waffeln. Deutlich weniger Arbeit haben Sie, wenn Sie einen Teig für das Waffeleisen vorbereiten, so dass sich Ihre Gäste selbst Waffeln backen können. Etwas Puderzucker, Apfelmus, Beeren oder Kirschen und geschlagene Sahne dazu stellen, dann kann sich jeder bedienen.

10. Getränke

Natürlich dürfen die Getränke nicht fehlen. Ein Glas Winzersekt, Champagner oder Cremant zum Anstoßen gehört für viele mit dazu. Frisch gebrühter Kaffee ist selbstverständlich, aber für diejenigen unter Ihren Gästen, die vielleicht lieber Tee trinken, sollten Sie eine kleine Auswahl an schwarzem und grünem Tee, vielleicht auch Kräutertee bereit stellen. Manche mögen auch Kakao, vor allem Kinder. Generell sollte Milch nicht fehlen, auch für das Müsli oder den Kaffee. Orangensaft und vielleicht ein, zwei weitere Säfte sowie Wasser gehören ebenfalls mit auf den Tisch.

Vielleicht haben Sie Lust, frisch gemachte Smoothies anzubieten. Wenn Sie einen Standmixer und eine Auswahl an frischem Obst vorrätig haben, können sich Ihre Gäste Mischungen nach eigenem Geschmack zusammenstellen. Als Basis dienen Bananen, Äpfel, Birnen, je nach Saison oder Geschmack können Sie zusätzlich Kiwis, Orangen, Beeren oder sogar Spinat (frisch oder tiefgekühlt) bereithalten. Für einen milden grünen Smoothie, der sogar Kindern schmeckt, brauchen Sie: eine Banane, geschält und in Stücke geschnitten, einen kleinen Apfel, entkernt und in Stücke geschnitten, eine Handvoll Spinat, etwas Wasser, eventuell ein paar Eiswürfeln. Alles im Standmixer pürieren, eventuell mit etwas Honig oder Agavendicksaft süßen.

Und jetzt genießen Sie den Tag!

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