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Stiftung Warentest: Besser als ihr Ruf: Warum die Margarine der Butter Konkurrenz macht

Lange galt Margarine als verpönt, als Arme-Leute-Fett. Heute ist die Margarine eine Alternative für bewusste Esser. Nicht alle Margarinen sind aber gut. Stiftung Warentest hat einige Produkte entlarvt, die deutlich mit Schadstoffen belastet sind.

Margarine in Stiftung Warentest

Margarine – besser als ihr Ruf

Nichts geht über Butter, oder? Von wegen! Die Margarine hat eine steile Karriere hingelegt. Einst galt sie als Arme-Leute-Fett: Napoleon wollte seine Truppen mit Fett versorgen, daraus entstand die "beurre artificiel", also die künstliche Butter. Die bestand aus geschmolzenem Rindertalg, der mit Milch und Wasser vermengt wurde. Heute wird die Margarine aus Pflanzenöl raffiniert und hat damit einen Vorteil gegenüber Butter: Die Pflanzenöle, aus denen sie hergestellt wird, sind gesünder als Milchfett. Dafür entstehen aber Schadstoffe bei ihrer Raffination. Stiftung Warentest hat 18 Produkte genauer unter die Lupe genommen.

Was auffällt: Der Schadstoff Glycydyl-Ester war in allen Produkten enthalten, auch wenn der Gehalt meist sehr gering war. Deutlich belastet sind die Margarine-Produkte Eden, Provamel und Sana. Die Margarine Sonja erhielt sogar ein "Mangelhaft", weil das Produkt die höchste Menge an Schadstoffen enthielt. Diese können das Erbgut verändern.

Testsieger ist Deli Reform für 1,44 Euro je 500 Gramm. Die Margarine enthalte viele gesunde Fettsäuren und ist als Einzige sehr gut im Geschmack. Danach folgen günstigere Margarinen von Edeka, Aldi Nord, Aldi Süd, Kaufland, Netto Marken-Discount und Rewe für je 75 Cent pro 500 Gramm. 

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Olivenöl  Olivenöl hat einen großen Vorteil, erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, es muss nicht stark bearbeitet werden, weil das Öl bereits im reifen Fruchtfleisch enthalten ist. Hinzu kommt ein hoher Vitamin-E-Gehalt und die positiven Effekte auf Herz und Kreislauf. "Weil es in der Regel kalt gepresst wird, enthält es viele Bioaktivstoffe, die gegen Entzündungen und vorbeugend gegen Krebs wirken. Mit verantwortlich für die positive Wirkung der Mittelmeerküche", sagt die Expertin.

Olivenöl

Olivenöl hat einen großen Vorteil, erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, es muss nicht stark bearbeitet werden, weil das Öl bereits im reifen Fruchtfleisch enthalten ist. Hinzu kommt ein hoher Vitamin-E-Gehalt und die positiven Effekte auf Herz und Kreislauf. "Weil es in der Regel kalt gepresst wird, enthält es viele Bioaktivstoffe, die gegen Entzündungen und vorbeugend gegen Krebs wirken. Mit verantwortlich für die positive Wirkung der Mittelmeerküche", sagt die Expertin.


Das Problem mit dem Aroma

In vier Fällen vergibt Stiftung Warentest keine Gesamtnote. Die Produkte von Alpro, Becel Gold, Rama und Sanella enthalten laut Zutatenliste natürliche Aromen, die dem Geschmack von Butter nahekommen sollen. Die Tester haben Zweifel an der Herstellung des Aromas, können aber nicht nachweisen, dass es sich um kein natürliches Aroma handelt. Dieses könne sowohl natürlich gewonnen als auch synthetisch nachgebildet werden. Daher wird die Deklaration der Produkte nicht bewertet.

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