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Stiftung Warentest: Alles Wurst? So gut schneiden Wiener Würstchen bei Warentest ab

Ob Kindergeburtstag oder Happen zum Buffet - Wiener Würstchen gehen immer. Täglich sollten sie aber nicht auf dem Speiseplan stehen. Welche Sie dennoch getrost essen können, das hat Stiftung Warentest geprüft.

Wiener Würstchen - besser nicht als Zwischenmahlzeit, sondern im Brot oder in der Suppe

Wiener Würstchen - besser nicht als Zwischenmahlzeit, sondern im Brot oder in der Suppe

Getty Images

Um es vorwegzunehmen: Würde man Wiener Würstchen nur ernährungsphysiologisch, also anhand der Nährstoffdichte, betrachten, würden alle Produkte nur mit der Note "Ausreichend" abschneiden. Die Würste sind zwar insgesamt fettärmer geworden, aber Wiener aus Schwein bestehen zu einem Viertel aus Fett, Wiener aus Geflügelfleisch immer noch zu einem Fünftel. Für eine Zwischenmahlzeit ist das zu viel. Man sollte Wiener Würstchen also besser klein geschnitten in einer Gemüsesuppe oder im Brötchen verzehren. Aber wie schneiden Wiener Würstchen aus dem Supermarkt insgesamt ab?

Stiftung Warentest hat 21 Wiener getestet. Das Ergebnis ist erfreulich: 14 von 21 Würstchen schneiden gut ab. Zwei wurden für schlecht befunden: Die Wiener von Penny sind ausreichend, die von Alnatura sogar mangelhaft. Stiftung Warentest wies bei den Penny-Würstchen gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (Mosh) nach, die sich im Körper anreichern können. Auch die Alnatura-Geflügel-Wiener kommen nicht gut weg. Die Prüfer beschrieben Geruch und Geschmack als "alt" und "fremdsauer". Zudem wiesen die Tester eine hohe Gesamtkeimzahl und viele Milchsäurebakterien sowie Enterobakterien nach, die auf Hygienemängel hindeuten. 

Fleischqualität ist gut

Die aromatischsten im Test sind Mühlenwürstchen Wiener von Rügenwalder Mühle. Sie kosten 1,32 Euro pro 100 Gramm. Dann folgen die Biowiener aus Schwein und Rind von Lidl Metzgerfrisch für 1,25 Euro. Die beiden Marken teilen sich den ersten Platz. Die besten Geflügelwiener kommen von Aldi Nord unter der Eigenmarke Güldenhof für günstige 60 Cent.

Bei diesem niedrigen Preis könnte man vermuten, dass darin billiges Fleisch verarbeitet wird. Stiftung Warentest kann das nicht bestätigen. Die Fleischqualität der Würstchen erweist sich als "erfreulich hoch". Die Tester fanden keine Hinweise auf maschinell vom Knochen geschabtes Fleisch (das sogenannte Separatorenfleisch, lesen Sie hier mehr dazu), Nerven- und Hirngewebe oder wiederverarbeitetes Brät von geplatzten Würsten. Alle enthalten viel hochwertiges Muskelfleisch. Auf jedem zweiten Produkt stehen auch Angaben zur Fleischherkunft. Demnach stammt es überwiegend aus Deutschland und den Niederlanden. Haltungsbedingungen der Tiere fließen übrigens nicht in die Bewertung mit ein.

Die ganzen Test können Sie hier gegen Gebühr lesen!