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Küchenwissen: Mit der richtigen Ordnung im Kühlschrank halten Lebensmittel länger – und Sie sparen Strom

Wussten Sie, dass es für jedes Lebensmittel den optimalen Platz im Kühlschrank gibt? Dass die Produkte bei richtiger Lagerung viel länger frisch bleiben und Sie bei richtiger Organisation sogar Strom sparen können? Wir sagen Ihnen, wie es geht.

Lebensmittel gammeln schneller, wenn sie im falschen Fach aufbewahrt werden.

Lebensmittel gammeln schneller, wenn sie im falschen Fach aufbewahrt werden.

Getty Images

Im Kühlschrank sind alle Fächer gleich? Eben nicht! Für Standard-Kühlschränke gilt die Faustregel: Je weiter unten das Fach, desto kälter die Temperatur. Denn kalte Luft sinkt ab. Diese Temperaturunterschiede sollten beim Einsortieren der Lebensmittel in Betracht gezogen werden. 

Denn werden die Lebensmittel einfach nur dahin gestopft, wo gerade eine Lücke ist, kann das dazu führen, dass sie schneller schlecht werden. Ein weiterer Aspekt, das eigene Kühlschrank-Management zu überdenken, ist der Stromverbrauch. Denn ist das gute Stück zu überladen, treibt das die Kosten in die Höhe. Ist die Luftzirkulation erschwert, ist mehr Leistung für die Kühlung notwendig.  

Die optimale Organisation des Kühlschranks

Grundsätzlich gilt: Geschlossene Lebensmittel müssen nicht ganz so kühl gelagert werden wie bereits geöffnete Produkte. Das gilt vor allem für schnell Verderbliches.

Haltbares nach ganz oben

Im obersten Fach im Kühlschrank ist es nicht ganz so kühl. Wenn das Gerät richtig eingestellt ist, liegen die Temperaturen bei etwa 8 Grad. Haltbare Lebensmittel sind dort gut aufgehoben. Dazu zählt bereits Gekochtes, aber auch Käse. Auch Butter ist im ersten Fach gut aufbewahrt. Tipp: Ist die Butter bei Entnahme aus dem Kühlschrank streichzart, ist sie am richtigen Platz.

Milchprodukte ins Mittelfach

Frische Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Sahne halten sich am längsten bei etwa 5 Grad im mittleren Fach. 

Kühlste Lage für Fisch und Fleisch

Im untersten Abteil über dem Gemüsefach herrschen die kühlsten Temperaturen - optimalerweise 2 Grad. Bakterien haben hier wenig Überlebenschance.  Alle Lebensmittel, die frisch verzehrt werden müssen und nur eine kurze Haltbarkeit haben wie Fisch und Fleisch, sind dort richtig. Da in diesen Produkten Keime sein können, ist es ratsam diese Lebensmittel nicht offen in den Kühlschrank zu stellen. Pflanzliche Ersatzprodukte sind weniger anfällig und müssen nicht ganz so kühl aufbewahrt werden.

Entweder-oder-Frage im Gemüsefach

Bestenfalls sind im Gemüsefach 8 Grad. Wie der Name schon sagt, ist darin Platz für Gemüse. Auch Obst kann in diesem Abteil gekühlt werden. Wichtig ist aber, dass Sie sich entscheiden. Denn beides zusammen sollte dort nicht lagern. Reifes Obst hat die Eigenschaft Ethylen abzugeben, ein Gas, das dafür sorgt, dass Gemüse schneller gammelt. Auch Plastikverpackungen haben in dem Fach nichts zu suchen, weil durch sie zu viel Kondenswasser gebildet wird und das Obst und Gemüse dadurch schneller schimmlig wird.

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Die Türsteher: Soßen und Marmelade

In der Tür sind die die Temperaturen eher höher und liegen bei etwa 8 Grad. Ein guter Ort, um darin Getränke und Soßen zu lagern. Auch Marmelade oder bereits offene Konserven können in der Tür und im obersten Fach aufbewahrt werden. Traditionell ist in der Tür auch das Fach für Eier. Die müssen aber überhaupt nicht im Kühlschrank gelagert werden. Zimmertemperatur ist völlig ausreichend.

Wir müssen draußen bleiben

Nichts im Kühlschrank zu suchen haben außerdem Südfrüchte wie Mangos. Die halten zu kühle Temperaturen nicht gut aus und bilden schnell braune Flecken. Ebenfalls vorsichtig sollte man mit Gemüse sein, das viel Wasser in sich trägt wie Paprika oder Zucchini. Durch die Lagerung im Kühlschrank besteht die Gefahr, dass sie an Geschmack einbüßen.

tpo
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