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Orangensäfte im Test: Warum Direktsäfte nicht besser als Konzentrat sind

Stiftung Warentest hat Orangensäfte aus dem Supermarkt untersucht. Fazit: Gegen Direktsäfte ist nichts einzuwenden. Besser als die günstigeren normalen Säfte aus Konzentrat sind sie aber nicht.

In den meisten Supermärkten haben Orangensaft-Liebhaber die Wahl zwischen Saft aus Konzentrat und dem etwas teureren Direktsaft. Letzterer steht sogar häufig im Kühlregal, was einen hochwertigen Eindruck macht. Wirklich besser sind die Direktsäfte aber nicht. In einer aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest schnitten zwar alle acht Angebote mit "gut" ab. Ihre Pendants aus Konzentrat konnten aber locker mithalten. 14 von 18 dieser Säfte waren ebenfalls "gut", nur eines fiel mit "mangelhaft" durch. Es handelt sich dabei um die "Karibische Orange" von Edeka, die den Testern deutlich zu bitter schmeckte. Die Produkte K-Classic (Kaufland), Trimm (Norma) und Ja! (Rewe) erhielten ein "befriedigend".

Viel kann man beim Kauf also nicht falsch machen, sofern man darauf achtet auch wirklich "Saft" (100 Prozent Fruchtsaft) und kein "Fruchtsaftgetränk" oder "Fruchtnektar" zu kaufen, denen Wasser und Zucker beigemischt sind. Der Direktsaft ist ebenso wie der Saft aus Konzentrat ein Industrieprodukt, das pasteurisiert wird, um ihn haltbar zu machen. An den Geschmack von frisch gepresstem Saft kommt der Direktsaft daher nicht heran. Entscheidend für die Wahl im Supermarkt ist daher allein die Frage: Lieber mit oder ohne Fruchtfleisch? Alle Direktsäfte im Test enthielten Fruchtfleisch, die anderen nicht.

Weniger angetan als von der Qualität der Säfte waren die Tester von den Produktionsbedingungen. Zwölf Plantagen besuchten sie, um sich die Arbeitsbedingungen und den Umweltschutz anzusehen. Viele Anbieter konnten allerdings noch nicht einmal belegen, von welchen Plantagen ihre Orangen stammen. Das Engagement für Arbeiter und Umwelt bewerteten die Tester nur in einem Fall mit "gut". Leider ausgerechnet bei dem einen Saft, der im Qualitätstest mit "mangelhaft" abschnitt.

Den kompletten Test gibt es gegern Gebühr auf www.test.de

bak