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Kevin Fehling: Hamburgs Drei-Sterne-Koch, der eigentlich Profi-Skater werden wollte

Um ein Drei-Sterne-Restaurant erfolgreich auf die Beine zu stellen, muss man fest an sich glauben - und man braucht Selbstbewusstsein: Wir stellen Kevin Fehling vor.

Kevin Fehling The Table

Kevin Fehling ist ein unkonventioneller Drei-Sterne-Koch – er mag es locker und elektronische Musik

Vor zwei Jahren gelang es Kevin Fehling, eine Bewertung von 0 auf drei Sterne einzuheimsen: Auch in diesem Jahr überzeugte er wieder die Juroren des Guide Michelin. Sein Restaurant "The Table" in der Hamburger Hafencity trägt erneut drei Michelin-Sterne. Lesen Sie zu diesem Anlass noch einmal das Portrait des Drei-Sterne-Kochs Deutschlands.

Die besten Partys finden bekanntlich in der Küche statt. Deshalb sitzen sich völlig fremde Gäste an einem schlangenförmigen Tisch aus dunklem Kirschholz wie alte Freunde in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre gegenüber. Aus Lautsprechern plätschert gediegene Elektromusik. Die Küche im Drei-Sterne-Restaurant "The Table" ist steril in Edelstahloptik und offen. Am sogenannten Chef's Table - zwischen Küche und Esstisch - können Neugierige den letzten Schliff ihrer Gerichte mitverfolgen. Nichts trennt die Küche vom Kunden. Der Blick ist frei. Kein Mensch würde davon ausgehen, dass es sich hier um ein Drei-Sterne-Restaurant handelt. Kevin Fehling hat vor zwei Jahren etwas Neues geschaffen: Sterneküche zum Anfassen. Dabei war es reiner Zufall, dass er zum jüngsten Drei-Sterne-Koch Deutschlands wurde. 

Eigentlich wollte Kevin Fehling Profi-Skater werden, wäre der Verdienst nicht so schmal. Hotelmanager, ja das konnte er sich auch vorstellen. Das Praktikum in der Hotellerie aber gefiel ihm nicht. Danach probierte er's mit Kochen, ohne großen kulinarischen Background. Seine Mutter stand gerne hinterm Herd für ihren Jungen – mehr Berührung gab es anfangs nicht mit der Kocherei.

Und dennoch wurde aus dem beruflich Suchenden einer von Deutschlands besten Köchen. Zufall war das nicht, denn Kochen war keine Notlösung, sondern wurde eine Passion. Fehling forderte Förderung, immer auf dem schmalen Grad zwischen Arroganz und Selbstvertrauen. Wenn sich andere ihr Selbstbewusstsein durch Erfolge erarbeitet haben, war es bei ihm von Anfang an da. 

Dabei sieht man Kevin Fehling sein Ego nicht an. Er ist nicht sehr groß, sein Gesicht hat jugendliche Züge. Als es im "La Belle Epoque" im Vier-Jahreszeiten-Hotel in Travemünde eine schlechte Kritik nach der anderen hagelte, rief Fehling unverblümt an und fragte nach einem Job. Nicht weniger als den maroden Schuppen wieder auf Vordermann bringen, war sein Anspruch. Fehling erhielt eine Absage. Nur eine Woche später bot man ihm eine Stelle als Küchenchef an. Kevin Fehling war damals 27 Jahre alt.

Ein bisschen dreist, könnte man meinen. Doch Fehling fuhr mit dieser Masche gut. Zuvor hatte er als Schiffskoch in einer Großküche auf dem Kreuzfahrtschiff "Europa" gebrutzelt. Doch das reichte ihm nicht, er bat den Küchenchef, ihn in das Fine-Dining-Restaurant zu versetzen. Er wäre dort besser aufgehoben.

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2017 gelang es ihm, eine Bewertung von 0 auf drei Sterne einzuheimsen: Kevin Fehling überzeugte auch in diesem Jahr wieder die Juroren. Sein Restaurant "The Table" in der Hamburger Hafencity trägt erneut drei Michelin-Sterne.

2017 gelang es ihm, eine Bewertung von 0 auf drei Sterne einzuheimsen: Kevin Fehling überzeugte auch in diesem Jahr wieder die Juroren. Sein Restaurant "The Table" in der Hamburger Hafencity trägt erneut drei Michelin-Sterne.

 

Ein unkonventionelles Drei-Sterne-Restaurant

Heute bedient sich Fehling unkonventioneller Wege, um Rezepte zu kreieren. Seine Ideen holt er sich nicht aus anderen Sternerestaurants, sondern aus bodenständigen Lokalen. Eine spanische Tapas-Bar beispielsweise oder eine Pizzeria bieten ihm Inspiration. Manchmal ist es aber auch nur ein Blumenstrauß, der Fehling zu einem Gericht führt. Der Sternekoch liebt den visuellen Effekt, so wird ein Kühlschrankmagnet vom Travemünder Leuchtturm schnell eine Vorlage für eine Kautschuk-Form, in die Gänseleberpastete gefüllt wird. Oder eine Gürtelschnalle muss als Vorlage für eine Schokoladen-Ganache herhalten. "Die Idee zu einer Nachspeise kam mir einmal, als meine Tochter eine Parfümflasche fallen ließ. Die Kopfnoten des Duftes aus Walderdbeere und Himbeere, die zuerst wahrzunehmen waren, und andere Aromen wie Alpenveilchen und Magnolie habe ich als Anregung für die geschmackliche Komposition genommen", sagte er "Geo" im Gespräch.

Der Fokus liegt auf den Tellern, deshalb gibt es im "The Table" eine reduzierte Weinkarte. Auf der Speisekarte steht zweieinhalb Monate das gleiche Menü aus 14 Gängen, sieben offiziellen, vorab gibt es fünf Amuse geules und nach dem Dessert noch einmal zwei kleine.

Die Gäste stehen auf sein Konzept – auch die junge Gourmet-Generation und neugierige Foodies zieht es in sein Sternerestaurant. Vorausgesetzt sie können sich die rund 300 Euro fürs Menü plus Weinbegleitung leisten. Der Guide Michelin zeichnete das "The Table" von null auf drei Sterne aus – das gab es vorher noch nicht. Die Küche von Fehling sei "geprägt durch perfekte Technik" und wisse "immer wieder zu überraschen", steht im wichtigsten Führer für die Gastronomie. 

Kevin Fehlings The Table

Schlicht und locker: Das Herz von Kevin Fehlings "The Table"

Der Traum vom Stern

Bei Harald Wohlfahrt in der "Schwarzwaldstube" kochte Fehling das erste Mal in einem Drei-Sterne-Restaurant. Die Perfektion und der Umgang mit edlen Produkten faszinierten ihn. Er wollte auch einen Stern erkochen. Klar, der Ehrgeiz war geweckt. Sein Anspruch an sich selbst ruht ja sowieso nie. Also bat er in einem Brief an den "Guide Michelin" das Restaurant im Vier-Jahreszeiten-Hotel zu testen. Fehling war sich sicher, das müsste klappen.

Doch zum ersten Mal in seiner Karriere scheiterte er: Kevin Fehling erhielt keinen Michelin-Stern. Wochenlang fühlte sich Fehling wie gelähmt, es war sein herbster Rückschlag.  

Aufgeben kam aber nicht in Frage. Im nächsten Jahr klappte es mit dem ersten Michelin-Stern. Sich damit zufrieden geben? Auf keinen Fall. Ein Stern war gut, zwei waren besser, drei die Krönung. Andere Köche brauchen für diesen Erfolg 10, 15 ja sogar 18 Jahre. Bei Kevin Fehling waren es weniger als fünf. Mit nur 34 Jahren war er Deutschlands jüngster Drei-Sterne-Koch. In diesem Jahr wurde er von Jan Hartwig als jüngster abgelöst. Mit 40 Jahren zählt Fehling damit zum zweitjüngsten Drei-Sterne-Koch.

Vorab hatte das "The Table" in Hamburg viel Aufsehen erregt. Ein Drei-Sterne-Koch in der Hansestadt - da lagen die Erwartungen hoch. Und trotz seiner Auszeichnungen sagte er in einem Interview mit der "Mopo": "Zu sicher darf man nie sein, dann verliert man den Biss."

Fehling verzichtet auf alles, was er für überflüssig hält: Silberbesteck, das poliert werden muss, weiße Tischdecken, die gebügelt werden müssen, Pomp an den Wänden. Das schlimmste an gehobener Küche? "Steifheit. Ich sitz da, und dann kommt einer von hinten und legt mir eine Serviette auf den Schoß, als könnte ich das nicht allein. Ich warte dann nur noch darauf, dass der nächste Kellner sich anschleicht und irgendwas an mir macht", sagte der Koch der "Zeit" vor zwei Jahren.

Im August 2015 speisten die ersten Gäste in Kevin Fehlings Restaurant. Viele Gastronomen in der Sterneküche beklagen, dass sie ihre Tische nicht voll besetzen können. Ein Problem, das Fehling nicht kennt. Das "The Table" ist für die nächsten sieben Monate voll ausgebucht. Der Preis scheint die Gäste nicht abzuschrecken. Die besten Partys finden eben doch in der Küche statt. 

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(