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Ökobilanz: Warum Mandelmilch keine gute Alternative zu Kuhmilch ist – und welche Sie stattdessen trinken sollten

Die Produktion von Kuhmilch in Massentierhaltung schadet Umwelt und Klima. Deshalb steigen viele auf Pflanzenmilch um. Aber ist das immer eine gute Alternative?

Mandelmilch

Mandelmilch ist keine gute Alternative zu Kuhmilch

Getty Images

Die Herstellung von einem Liter Kuhmilch benötigt etwa genauso viel Kohlendioxid wie die Verbrennung von einem Liter Benzin. Eine nicht allzu gute Ökobilanz. Und ein Grund dafür, warum immer mehr Menschen auf Pflanzenmilch umsteigen. Aber ist das wirklich besser?

Der Absatz der Kuhmilch-Alternativen wächst von Jahr zu Jahr. Das liegt unter anderem daran, dass sich der Lifestyle der Menschen ändert. Immer mehr ernähren sich vegan oder vegetarisch, oder legen bewusst wert darauf, weniger Tierprodukte wie etwa Kuhmilch zu konsumieren.

Regenwald muss für Soja weichen

Wo Nachfrage ist, sollte es natürlich auch ein Angebot geben. Die Industrie kennt da keine Skrupel. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Produktion von Sojamilch beispielsweise durchaus problematisch ist. Die EU importiert rund 35 Millionen Tonnen Soja pro Jahr, die Hälfte davon kommt aus Brasilien. Um die Menge zu liefern, benötigt es vor allem Platz. Deshalb werden dort riesige Felder auf Kosten des Regenwaldes angelegt. Zudem handelt es sich beim Soja-Anbau meist um gentechnisch veränderte Monokulturen, die durch den Einsatz von Pestiziden vor Schädlingen geschützt werden.

Meist wird Soja aber nicht für Sojamilch verwendet, sondern als Tierfutter. Vor allem Amerikaner und auch Europäer trinken Sojamilch am liebsten. Positiv dabei: Der Soja in den Pflanzendrinks kommt meist nicht aus Brasilien. Marktführer Alpro verwendet Soja aus Kanada und Europa und versucht nach eigenen Angaben darauf zu achten, dass der Anbau so nachhaltig wie möglich ist und so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich verwendet wird. Deren Bio-Ableger Provamel bezieht Soja vollständig aus Europa. Die Sojamilch des französischen Bio-Unternehmens Sojade (So Soya!) verwendet Soja, das ausschließlich aus Frankreich stammt.

Die Herstellung von Mandelmilch ist problematisch

Bei der Mandelmilch ist es etwas problematischer. 80 Prozent der verarbeiteten Mandeln kommen aus Kalifornien. Die werden auf enormen Flächen in Monokulturen angebaut, der Mandelbaum an sich benötigt zudem jede Menge Wasser. Wissenschaftler haben zwar herausgefunden, dass für einen Liter Mandelmilch im Vergleich zu Kuhmilch etwa ein Zehntel weniger Treibhausgase freigesetzt werden, dafür verbraucht sie jedoch 17 Mal mehr Wasser. Dies gilt zumindest für den Mandelanbau in Kalifornien. Für europäische Anbaugebiete liegen keine Zahlen vor.

Am nachhaltigsten ist der Konsum von Hafermilch. Dafür müssen weder Regenwälder gerodet, noch die kalifornische Wüste bewässert werden. Der schwedische Konzern Oatly beispielsweise verwendet Hafer nur aus dem eigenen Land. Auch das Unternehmen Berief bezieht ausschließlich deutschen Hafer. Im Vergleich zu Kuhmilch wirkt sich Hafermilch 70 Prozent weniger auf die Umwelt aus und verbraucht auch in der Herstellung nur knapp 40 Prozent der Energie. Wer aus ökologischen Gründen Kuhmilch meidet, sollte daher am besten zur Hafermilch greifen.

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Gesunde Variante: Das leckerste Low-Carb-Rezept: Kohlrabispaghetti mit Soja-Bolognese
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.