Nachtspaziergang durch Berlin Luisa Neubauer: "Es gibt kein zu spät"

Luisa Neubauer im Interview Stern Lukas Hildebrand
In Zeiten der Krisen schaltet Luisa Neubauer auf Angriff. Ohnmacht, sagt sie, ist ein Privileg derer, die nicht ums Überleben kämpfen müssen.
© Marzena Skubatz
Luisa Neubauer gehört zu der Generation, über die man lange sagte, sie sei keine Krisen gewohnt. Erst die Coronapandemie, dann der Krieg in der Ukraine, jetzt Inflation, steigende Energiepreise und sowieso Klimakrise. Ein Gespräch über Ohnmacht und die Frage, was für eine Welt ihre Generation einmal hinterlassen will.

Hinweis: Das Interview wurde nachträglich mit Luisa Neubauers Eindrücken von der UN-Klimakonferenz in Ägypten aktualisiert.

Luisa Neubauer verlässt an einem späten Abend im Herbst die französische Botschaft. Es ist Viertel nach acht, als wir uns im Berliner Regierungsviertel begrüßen. Wir – also Interviewer und Interviewte – sind beide Mitte 20, sogenannte Millennials oder Generation Y. Eben jene Generation, die zu spät kam für den Kalten Krieg. Aus Sicht unserer Eltern und Großeltern genossen wir lange das Privileg, ohne Krisen aufzuwachsen.

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