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Corona-Vakzin von Biontech Warum es so lange dauert, ausreichend Impfstoff zu produzieren

Eine Ärztin zieht ein Spritze mit dem Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer auf
Eine Ärztin zieht ein Spritze mit dem Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer auf
© Dirk Waem / AFP
Die Firma Biontech hat versichert, den Corona-Impfstoff in ausreichender Menge herstellen zu können. Neben dem eigenen Werk im Mainz hätte man genug Partner, die ebenfalls produzieren.

Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech verfügt nach eigenen Angaben über ein "komplexes Netzwerk an Produktionskapazitäten in Europa". Neben der Herstellung des Ausgangsstoffs im eigenen Werk in Mainz liefen Teile der Produktion beispielsweise auch bei Partnerunternehmen wie Dermapharm in der Nähe von Halle in Sachsen-Anhalt und Polymun bei Wien, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem wird der Impfstoff mit dem Namen Comirnaty teilweise auch im Werk des US-Partners Pfizer im belgischen Puurs produziert und schließlich abgefüllt. Hinzu komme das Pfizer-Netzwerk in den USA. Biontech-Chef Ugur Sahin hatte in der vergangenen Woche erklärt, sein Unternehmen suche nach weiteren Partnern für die Produktion.

Werk in Marburg nimmt Produktion im Februar auf

In dem Werk im hessischen Marburg, das Biontech vor wenigen Wochen vom Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen hat, soll die Produktion im Februar anlaufen. Die Freigabe des ersten dort produzierten Impfstoffs peilt das Unternehmen nach eigenen Angaben für Ende März an. Zwischen Produktion und Freigabe des kontrollierten Vakzins vergehen üblicherweise etwa vier Wochen. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in dem Werk 250 Millionen Impfdosen hergestellt werden. Als Gesamtmenge einer Jahresproduktion strebt das Mainzer Unternehmen 750 Millionen Dosen an.

Sechs Dosen pro Fläschen möglich

In jedem Durchstechfläschchen, in denen Comirnaty ausgeliefert wird, ist laut Biontech eine Impfstoffmenge für rechnerisch bis zu sechs Dosen enthalten. Jede Dosis müsse 0,3 Milliliter des Impfstoffs enthalten. Um auf die maximal mögliche Menge von sechs Dosen pro Fläschchen zu kommen, sind aber spezielle Spritzen und Nadeln notwendig. Da diese aber nicht überall auf der Welt zur Verfügung stünden, seien die Flaschen für lediglich fünf Dosen vorgesehen und als solche beispielsweise von der EU zugelassen worden, teilte das Unternehmen mit. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums dürfen in Deutschland nun aber auch sechs Dosen aus einem Fläschchen entnommen werden. Überschüssiger Impfstoff aus mehreren Durchstechflaschen darf aber nicht zu einer Dosis vereint werden.

tis DPA

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