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Blutzuckertest bei Diabetes: Blut lügt nicht

Der Arzt kann den Blutzuckerwert genau bestimmen. Liegt er nüchtern gemessen über einem Grenzwert, ist das ein sicheres Zeichen für Diabetes. Mit Handgeräten lässt sich der Wert auch selbst ermitteln.

Blutzuckermessegeräte

Blutzuckermessegeräte sind in der Regel sehr leicht zu bedienen. Ein Tropfen Blut genügt bereits für die Analyse

Zucker ist überlebenswichtig für den Körper. Er liefert allen Zellen die nötige Energie. Um den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu bringen, braucht der Körper das Hormon Insulin. Bei Menschen mit Diabetes ist die Insulinproduktion aber gestört oder funktioniert gar nicht mehr. Je mehr sie dann essen und je schlechter ihre Insulinproduktion, desto mehr Zucker haben sie im Blut. Und je süßer wiederum ihr Blut, desto schwerer ist die Erkrankung - so lautet die Grundregel.

Deshalb ist der Blutzuckerwert besonders wichtig für die Diagnose. Er dient aber auch der Kontrolle des Diabetes. Denn an seiner Höhe können Betroffene erkennen, ob sie sich richtig ernährt haben und wie viele Medikamente sie brauchen.

Blutzucker-Messgeräte passen in jede Hosentasche

Die meisten Zuckerkranken können ihre Blutzuckerwerte mithilfe eines Messgerätes selbst bestimmen. Es ist nur wenig größer als ein Handy und leicht zu bedienen. Manche Geräte sind röhrenförmig und sehen aus wie ein dicker Kugelschreiber. Drückt man auf die Kappe des Stifts, schnellt am unteren Ende eine kleine Nadel heraus. Das Stechen schmerzt kaum, denn es geht sehr schnell. Mehr als ein Tropfen aus der Fingerkuppe wird ohnehin nicht benötigt.

Diesen Blutstropfen halten Sie dann an den kleinen Teststreifen, den Sie dann in das Messgerät schieben. Innerhalb weniger Sekunden zeigt das Gerät einen Wert an: Liegt er vor dem Essen bei über 8,8 Millimol pro Milliliter, ist das nicht gut. Messen Sie in Milligramm pro Deziliter, sollte der Wert unter 160 bleiben.

Profis lassen im Labor messen

Die kleinen Blutzucker-Messgeräte eignen sich für die alltägliche Kontrolle. Wenn der Arzt feststellen möchte, ob Sie an Diabetes leiden, wird er anders vorgehen. Um einen genauen Wert zu ermitteln, nimmt er Blut ab und schickt es in ein Labor. Dessen Messverfahren entsprechen einem festgelegten Qualitätsstandard. Oder er hat ein modernes, sogenanntes Point-of-Care-Gerät in der Praxis, mit dem er gleich vor Ort messen kann.

Ihr Arzt wird Sie bitten, nüchtern zur Blutabnahme zu erscheinen, also acht Stunden vorher nichts zu essen und nichts Zuckerhaltiges zu trinken. Wasser, ungezuckerter Tee oder Kaffee hingegen sind erlaubt. Im Labor wird dann die sogenannte Nüchtern-Glukose ermittelt - ein Wert, der etwas darüber aussagt, wie viel Zucker (Glukose) noch im Blut enthalten ist, auch wenn die letzte Mahlzeit Stunden zurück liegt.

Schwankender Blutzuckerwert

Der Blutzuckerwert ist nie gleich hoch. Er schwankt vielmehr. Bei Menschen, die gerade etwas gegessen haben, dürfte er hoch sein - auch bei Gesunden. Schließlich muss die Nahrung über das Blut in die Zellen gebracht werden. Im nüchternen Zustand sollte der Wert aber niedrig sein.

Zum Vergleich: Bei Gesunden liegt der Wert zwischen 3,3 und 7,8 Millimol pro Liter (60 und 140 Milligramm Glukose pro Deziliter) Blut - je nachdem, ob sie lange nichts oder gerade eine Mahlzeit zu sich genommen haben. Zwei Stunden nach der Speise kann der Wert sogar bis auf 11,1 Millimol pro Liter (200 Milligramm pro Deziliter) steigen. Bei Zuckerkranken schwanken die Werte noch stärker.

Im nüchternen Zustand sollte der Blutzuckerwert nicht über 7 Millimol pro Liter (126 Milligramm pro Deziliter) liegen - falls doch, sind sie offenbar zuckerkrank. Bei einem Schwangerschaftsdiabetes gelten allerdings andere Grenzwerte. Es kann aber auch sein, dass Ihr Blutzuckerwert nur zufällig leicht erhöht war. In so einem Fall wird der Arzt zur Sicherheit den Bluttest vielleicht wiederholen wollen.

Langzeitwert gibt ebenfalls Aufschluss

Neuerdings kann der Arzt auch mithilfe des sogenannten HbA1c-Werts feststellen, ob Diabetes vorliegt. Der Wert gibt an, wie hoch der Blutzuckerspiegel einer Person im Schnitt in den vorangegangenen drei Monaten war. Ab 6,5 Prozent haben Sie Diabetes. Der sogenannte Langzeitblutzuckerwert wird in den internationalen Einheiten Millimol pro Mol gemessen. Dann gilt die Grenze von 48 Millimol pro Mol.

In besonderen Fällen kann der Arzt Ihnen auch einen Glukose-Toleranztest empfehlen. Er zeigt, wie gut der Körper eine größere Menge Traubenzucker verarbeiten kann.

Constanze Böttcher
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.