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Epidemie: Vogelgrippe breitet sich in Asien aus

In Südostasien sind bisher mindestens acht Menschen an der Geflügelpest gestorben: sechs in Vietnam und zwei in Thailand. Auch in Südchina wird ein Ausbruch der Vogelgrippe befürchtet.

Die Vogelgrippe-Epidemie hat in Thailand einen zweiten Menschen das Leben gekostet. Ein sechs Jahre alter Junge sei am Dienstag an der Tierseuche gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Bangkok mit. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete unterdessen, dass die Regierung in Thailands Nachbarstaat Laos einen Ausbruch der Vogelgrippe in ihrem Land bestätigt habe. Es handele sich aber nicht um den hoch ansteckenden Virustyp H5N1 wie in Thailand oder Vietnam.

In Südostasien sind bisher mindestens acht Menschen an der Geflügelpest gestorben: sechs in Vietnam und zwei in Thailand. In Südostasien sind bisher mindestens acht Menschen an der Geflügelpest gestorben: sechs in Vietnam und zwei in Thailand. Nordrhein-Westfalens Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn beruhigte unterdessen die Verbraucher in Deutschland. Die Menschen müssten sich wegen der Vogelgrippe "keine Sorgen machen", sagte die Grünen-Politikerin Höhn am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Ausbruch der Vogelgrippe auch in Südchina befürchtet

Auch in Südchina wird ein Ausbruch der Vogelgrippe befürchtet. Aus Angst vor der Viruskrankheit ist in der Gemeinde Dingdang in der Region Guangxi alles Geflügel getötet worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Dienstag von Bewohnern. Das Landwirtschaftsministerium in Peking nahm die Berichte so ernst, dass sofort Experten entsandt worden sind, um zu ermitteln, ob in der Gemeinde die Vogelgrippe ausgebrochen ist. Ergebnisse werden aber nicht vor Freitag erwartet, verlautete aus der Veterinärabteilung.

Die Gemeinde liegt im Kreis Long’an mehr als 100 Kilometer von der Grenze zu Vietnam, wo schon sechs Menschen an der Infektionskrankheit ums Leben gekommen sind. "Es gibt kein Geflügel mehr in Dingdang", sagte ein Bewohner. Alle Tiere seien verbrannt und vergraben worden. "Es waren sehr viele." Behördenvertreter seien am Samstag von Haus zu Haus gezogen, um das Geflügel einzusammeln. "Sie zahlten 25 Yuan (2,40 Euro) Entschädigung für jedes Tier", hieß es.

"Die Menschen sprechen alle über die Vogelgrippe", sagte der Bewohner. Doch wurde in der Gemeinde oder in der Kreisverwaltung bislang kein Fall offiziell bestätigt. Wegen der Feiertage durch das chinesische Neujahrsfest sind die meisten Behörden des Landes noch bis Donnerstag geschlossen.

DPA

Erst am Montag war in Thailand ein ebenfalls sechs Jahre alter Junge einer Geflügelpest-Infektion erlegen. Fünf "wahrscheinlich" an Vogelgrippe erkrankte Patienten stünden unter ärztlicher Beobachtung, hieß es von dem Ministerium weiter. Zudem sollen Tests klären, ob fünf kürzlich gestorbene Menschen der Seuche zum Opfer fielen.

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