ESC-Halbfinale
Diesen Ländern gelingt der Sprung ins Finale

Delta Goodrem qualifizierte Australien nach zwei Jahren mal wieder fürs Finale.
Delta Goodrem qualifizierte Australien nach zwei Jahren mal wieder fürs Finale.
© imago/STEINSIEK.CH/LUKA KOLANOVIC

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Australien, Rumänien und acht weitere Länder haben sich beim zweiten ESC-Halbfinale in Wien für das Finale am Samstag qualifiziert.

Zehn Länder haben sich am Donnerstagabend in der Wiener Stadthalle beim zweiten Halbfinale des 70. Eurovision Song Contest für das große Finale am Samstag qualifiziert. Aus 15 Teilnehmern wurden zehn Finalisten - darunter Mitfavoritin Delta Goodrem (41) für Australien sowie die umstrittene Rumänin Alexandra Căpitănescu. Fünf Länder schieden aus, darunter auch Österreichs Nachbarland, die Schweiz.

Delta Goodrem elektrisiert die Stadthalle

Den emotionalen Höhepunkt des Abends lieferte die australische Sängerin und Schauspielerin Delta Goodrem. Im goldenen Abendkleid steigerte sie ihre Powerballade "Eclipse" zur mitreißenden Dance-Hymne im Goldregen - und ließ dabei keine Mittel ungenutzt: Goodrem trat an den goldenen Flügel auf der Bühne, spielte und sang, stieg schließlich auf das Instrument und wurde von einer Hebebühne emporgehoben.

Für Australien steht besonders viel auf dem Spiel: Die beiden vergangenen Beiträge von Electric Fields und Go-Jo waren bereits im Halbfinale gescheitert. Goodrems Qualifikation beendet diese Durststrecke für den ESC-begeisterten Kontinent.

Kontroverse um rumänischen Beitrag

Nicht minder beachtet, aber aus anderen Gründen: Alexandra Căpitănescus Song "Choke Me" hatte im Vorfeld für Debatten gesorgt. Der Titel - auf Deutsch "Würge mich" - wurde als Verharmlosung einer Sexualpraktik kritisiert. Die Sängerin wies diesen Vorwurf zurück und qualifizierte sich letztlich als eine der Topfavoritinnen des Abends. Auch der Däne Søren Torpegaard Lund überzeugte Jury und Publikum mit seiner eingängigen Nummer "Før vi går hjem" und zog ins Finale ein.

Außerdem dabei sind Albanien (Alis, "Nân"), Bulgarien (DARA, "Bangaranga"), Malta (AIDAN, "Bella"), Norwegen (JONAS LOVV, "YA YA YA"), Tschechien (Daniel Žižka, "CROSSROADS"), die Ukraine (LELÉKA, "Ridnym") und Zypern (Antigoni, "Jalla").

Neu an diesem ESC-Jahrgang: Über das Weiterkommen entschied nicht mehr allein das Publikum. 50 Prozent der Punkte vergaben in diesem Jahr erstmals auch die nationalen Jurys - ein Regelwerk, das bislang nur im Finale galt. Zudem durften Österreich als Gastgeber sowie die Big-4-Länder Frankreich und das Vereinigte Königreich beim Voting mitmachen.

Moderatoren-Parodie sorgt für Stirnrunzeln

Für reichlich Gesprächsstoff hatte zu Beginn der Show bereits das Moderatoren-Duo gesorgt. Victoria Swarovski und Michael Ostrowski eröffneten das zweite Halbfinale mit einer Parodie auf JJs ESC-Siegerbeitrag "Wasted Love" - inklusive Segelschiff-Requisite, versehentlichem Schlag gegen den Schiffsmast und Wasserspielchen.

Vorjahressieger JJ, bürgerlicher Name Johannes Pietsch, trat am Ende des Halbfinales dann selbst außer Konkurrenz auf und präsentierte seinen neuen Titel "Unknown". Auch Österreichs diesjähriger Kandidat COSMÓ, Frankreichs Monroe - mit 17 Jahren jüngste Teilnehmerin des Wettbewerbs - und der britische Beitrag "Eins, zwei, drei" von LOOK MUM NO COMPUTER sorgten für ESC-Atmosphäre ohne Qualifikationsdruck.

25 Finalisten stehen fest

Mit den zehn Qualifikanten aus dem zweiten Halbfinale ist das Teilnehmerfeld für den ESC-Finaltag komplett. Die Topfavoriten Finnland und Griechenland hatten die Hürde bereits beim ersten Halbfinale am Dienstag genommen. Deutschland ist mit Sarah Engels (33) und "Fire" als Nicht-Qualifikationsland automatisch für das Finale gesetzt. Insgesamt treten am Samstag 25 Acts in der Wiener Stadthalle gegeneinander an.

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