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Kinocharts: Sensationsstart für den Hobbit, Jahresrekord für Göhte

Mit 1,2 Millionen Zuschauern allein am ersten Wochenende toppt "Der Hobbit - Smaugs Einöde" locker den ersten Teil. Derweil ist "Fack ju Göhte" nun ganz offiziell der erfolgreichste Film des Jahres.

"Der Hobbit: Smaugs Einöde"

Trailerpremiere "Der Hobbit - Smaugs Einöde": Wie es mit Bilbo weitergeht

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Peter Jackson ("Der Herr der Ringe") und die Darsteller Martin Freeman ("Sherlock Holmes"), Sir Ian McKellen ("X-Men"), Benedict Cumberbatch ("Star Trek Into Darkness") und Orlando Bloom ("Fluch der Karibik")

Die Geschichte in einem Satz:

Während sich Gandalf mit dunklen Vorahnungen bald von der Truppe entfernen muss, setzen Bilbo und die Zwerge ihren Weg durch den Düsterwald und Seestadt fort, immer verfolgt von blutrünstigen Orks und mit dem Ziel vor Augen, dem Drachen den Schatz von Erebor wieder abzujagen.

Geschwister im Kinoversum:

"Der Hobbit - Eine unerwartete Reise"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Die Frage stellt sich vermutlich nicht, wenn Sie zu den Millionen von Fans von Tolkiens bzw. Peter Jacksons Schöpfungen gehören. Und sollten Sie nach dem ersten Teil skeptisch sein, können wir Ihnen versichern, dass der neue Film - nicht nur, aber auch dank Drache Smaug - deutlich temporeicher, spannender und einfach besser ist. Trotzdem sind auch dieses Mal zweieinhalb Stunden viel zu lang und insgesamt drei Filme für die etwas dünne Geschichte einfach nicht nötig.

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Platz 2 (1) "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren"

Kinotrailer: "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren"

Wen Sie kennen könnten: die Stimme von Hape Kerkeling ("Horst Schlämmer - Isch kandidiere!")

Die Geschichte in einem Satz:

Weil sie ihre magischen Fähigkeiten nicht kontrollieren kann und aus Versehen das ganze Land in ewigen Winter versetzt, zieht sich die frisch gekrönte Königin Elsa in einen Eispalast zurück, doch ihre Schwester Anna versucht - gemeinsam mit Naturbursche Kristoff, seinem Rentier und dem sprechenden Schneemann Olaf - alles wieder ins Lot zu bringen.

Geschwister im Kinoversum:

"Rapunzel - Neu verföhnt"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Disney hier an die schöne Tradition anknüpft, pünktlich zur Weihnachtszeit ein klassisches Märchen mit vielen Musical-Einlagen auf die Leinwand zu bringen. Nur schade, dass neben ein paar amüsanten Momenten, schmissigen Songs und tollen Schnee-Animationen so wenig von der Andersen-Vorlage "Die Schneekönigin" übrig und die Action wichtiger als die Figuren ist.

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Platz 3 (3) "Fack Ju Göhte"

Kinotrailer: "Fack Ju Göhte"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Elyas M'Barek ("Türkisch für Anfänger"), Karoline Herfurth ("Vincent will Meer") und Katja Riemann ("Bandits")

Die Geschichte in einem Satz:

Um an das Diebesgut heranzukommen, für dessen Erbeutung im Gefängnis gelandet ist, versucht sich Zeki Müller nach seiner Entlassung als Aushilfslehrer, der allerdings mehr von Bierbüchsen und Kraftausdrücken als von Pausenbroten und Literatur versteht und deswegen nicht nur Stress mit den Kids, sondern auch mit der ebenso strengen wie niedlichen Referendarin bekommt.

Geschwister im Kinoversum:

"Türkisch für Anfänger", "Bad Teacher"

Warum Sie den Film ruhig (noch einmal) sehen können:

Weil "Türkisch für Anfänger"-Macher Bora Dagtekin zwar kein perfekter Film gelungen ist, aber das vor lauter Lachen niemanden stört. Sein zweiter Kinofilm ist DIE Erfolgsgeschichte des Jahres - und Hauptdarsteller Elyas M'Barek zurecht unser kommender Superstar.

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Platz 4 (2) "Die Tribute von Panem - Catching Fire"

Kinotrailer: "Die Tribute von Panem 2 - Catching Fire"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Jennifer Lawrence ("Silver Linings"), Liam Hemsworth ("The Expendables 2"), Donald Sutherland ("Stolz und Vorurteil"), Philip Seymour Hoffman ("Capote") und Woody Harrelson ("No Country For Old Men")

Die Geschichte in einem Satz:

Die Albträume, die Katniss Everdeen seit dem Sieg bei den Hunger Games plagen, werden nicht weniger, als Präsident Snow aus Angst vor einer Revolution nicht nur ihre Familie und ihren Freund Gale bedroht, sondern auch dafür sorgt, dass sie und Peeta für einen Jubiläums-Wettkampf erneut in die Arena und gegen andere ehemalige Gewinner antreten müssen.

Geschwister im Kinoversum:

"Die Tribute von Panem - The Hunger Games"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie, wenn Sie zu den über zwei Millionen deutschen Zuschauern des ersten Teils gehören, natürlich wissen wollen, wie es weitergeht. Und weil die "Panem"-Filme - Liebesdreieck hin oder her - deutlich gehaltvoller, spannender und besser gespielt sind als "Twilight" und andere Teenie-Geschichten. Zumal der Fortsetzung das seltene Kunststück gelingt, besser zu sein als Teil 1.

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Platz 5 (4) "Carrie"

Kinotrailer: "Carrie"

Wen Sie kennen könnten: die Darstellerinnen Julianne Moore ("Magnolia") und Chloë Grace Moretz ("Hugo Cabret")

Die Geschichte in einem Satz:

In der Schule wird Außenseiterin Carrie von ihren Mitschülern drangsaliert und zu Hause ist sie dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter ausgesetzt, doch mit jeder Demütigung wachsen ihre telekinetischen Fähigkeiten und das Mädchen sinnt auf Rache.

Geschwister im Kinoversum:

"Evil Dead", "Prom Night"

Warum Sie den Film nicht unbedingt sehen sollten:

Weil Brian de Palmas Verfilmung des Stephen King-Romans von 1976 ein Horror-Klassiker, der sich bis heute gut gehalten hat. Dem hat Regisseurin Kimberly Peirce wenig hinzuzufügen - und Chloë Grace Moretz kann mit Sissy Spacek auch nicht mithalten.

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Platz 6 (6) "Inside Llewyn Davis"

Kinotrailer: "Inside Llewyn Davis"

Wen Sie kennen könnten: die Regisseure Joel und Ethan Coen ("No Country For Old Men") und die Darsteller Justin Timberlake ("The Social Network"), John Goodman ("The Big Lebowski") und Carey Mulligan ("Der große Gatsby")

Die Geschichte in einem Satz:

Für Folk-Musiker Llewyn Davis läuft es 1961 in New York nicht rund: die letzte Platte hat sich so schlecht verkauft, dass sein Manager hinschmeißt, seine Ex ist längst mit einem Konkurrenten zusammen und dann kommt ihm beim Couch-Surfen auch noch eine Katze abhanden.

Geschwister im Kinoversum:

"Crazy Heart", "A Serious Man"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Dass die Coen-Brüder sich darauf verstehen, ebenso melancholische wie amüsante Verlierergeschichten zu erzählen, wussten wir. Dass sie einen exzellenten Musikgeschmack haben ebenfalls. Aber beides gleichzeitig kam selten so wundervoll zum Tragen wie in diesem Film, ihrem besten seit "No Country For Old Men". Eine besondere Entdeckung ist Hauptdarsteller Oscar Isaac ("Drive"), der auch an Mikrofon und Gitarre große Klasse ist. Justin Timberlake im Strickpulli ist allerdings auch nicht ohne.

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Platz 7 (7) "The Counselor"

Kinotrailer: "The Counselor"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Ridley Scott ("Gladiator") und die Darsteller Michael Fassbender ("Inglourious Basterds"), Brad Pitt ("World War Z"), Javier Bardem ("No Country For Old Men"), Cameron Diaz ("Verrückt nach Mary"), Penélope Cruz ("Vicky Cristina Barcelona") und Bruno Ganz ("Der Untergang")

Die Geschichte in einem Satz:

Ein namenloser Rechtsanwalt lässt sich von der Aussicht auf das große Geld blenden und verstrickt sich im US-mexikanischen Grenzgebiet so tief in illegale Drogengeschäfte, dass es bald keinen Ausweg mehr gibt.

Geschwister im Kinoversum:

"Killing Them Softly"

Warum Sie den Film womöglich sehen sollten:

Weil es schon ein erstaunlicher Anblick ist, einem so hochkarätigen Team vor und hinter der Kamera (das Drehbuch stammt von Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy) beim spektakulären Scheitern zuzusehen. Denn selten ist ein so spannendes Projekt auf so krude Weise schief gelaufen. Ein Film, der einen ziemlich ratlos zurücklässt.

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Platz 8 (12) "Dügün Dernek"

Kinotrailer: "Dügün Dernek"

Wen Sie kennen könnten: wenn Sie nicht gerade Experten in Sachen türkisches Kino sind, vermutlich niemanden

Die Geschichte in einem Satz:

Eigentlich brechen Ismail und seine Kumpel zu Beginn des Fastenmonats Ramadan zu einer Reise Richtung Moschee auf, doch als sein Sohn Tarik überraschend seine kurzfristige Heirat ankündigt, erklären sich die Männer bereit, eine standesgemäße Hochzeitsfeier zu schmeißen.

Geschwister im Kinoversum:

"Recep Ivedik 3", "Hükümet Kadin"

Warum Sie den Film womöglich sehen sollten:

Weil der Film der Presse vorenthalten wurde, können wir diese Frage leider noch gar nicht beantworten. Ein Grund mehr, sich von dieser Mischung aus Road-Movie und Komödie selbst ein Bild zu machen.

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Platz 9 (8) "Das kleine Gespenst"

Kinotrailer: "Das kleine Gespenst"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Uwe Ochsenknecht ("Das Boot") und Herbert Knaup ("Lola rennt") sowie natürlich die Buchvorlage von Otfried Preußler

Die Geschichte in einem Satz:

Obwohl es den Wunsch, die Welt einmal bei Tageslicht zu sehen, schon seit Ewigkeiten hat, ist das kleine Nachtgespenst auf Burg Eulenstein dann doch nicht darauf vorbereitet, als sein Traum nach einer unerwarteten Begegnung mit dem Schulkind Karl plötzlich Wirklichkeit wird.

Geschwister im Kinoversum:

"Der Räuber Hotzenplotz"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Der Magie der Kindergeschichten von Otfried Preußler, der vergangenen Monat 90 Jahre alt geworden wäre, kann keine Leinwand-Adaption etwas anhaben. Diese hier hat sogar den Segen von seiner Tochter. Was kein Wunder ist, denn Regisseur Alain Gsponer hat schon mit Filmen wie "Das wahre Leben" oder "Lila, Lila" gezeigt, was er kann.

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Platz 10 (11) "Blue Jasmine"

Kinotrailer: "Blue Jasmine"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Woody Allen ("Midnight in Paris") und die Darsteller Cate Blanchett ("Aviator"), Alec Baldwin ("Departed") und Sally Hawkins ("Happy-Go-Lucky")

Die Geschichte in einem Satz:

Nachdem ihr in jeder Hinsicht betrügerischer Investmentbanker-Gatte in den Knast kommt, muss Jasmine dem Luxusleben in Manhattan abschwören und bei ihrer Adoptivschwester in San Francisco auf die Schlafcouch, was den Rande des Nervenzusammenbruchs nur noch näher rücken lässt.

Geschwister im Kinoversum:

"Verbrechen und andere Kleinigkeiten"

Warum Sie den Film unbedingt sehen sollten:

Zwei Worte: Cate Blanchett! Dass die Australierin eine der besten Schauspielerinnen unserer Zeit ist, wussten wir ja schon lange. Aber als Pillen schluckendes Psychowrack, das mit aller Kraft die Fassade aufrecht erhalten will, übertrifft sie sich selbst. Woody Allen war selten bitterer - und Blanchett selten besser. Der zweite Oscar dürfte ihr schwer zu nehmen sein.

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